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„Migration reduziert die Armut“

3. Juli 2017

Foto aleksandrlutcenko / 123RF Lizenzfreie Bilder

Wir schreiben das Jahr 1984. Krieg ist Frieden und Migration reduziert die Armut, wenn es nach dem „Ungleichheitsforscher“ Milanovic und dem „Neuen Deutschland“ geht.

Vor dem G20-Gipfeltreffen hat der serbisch-amerikanische Ökonom Branko Milanovic an die Politiker der reichen Länder appelliert, arme Regionen wie Afrika und Südostasien stärker zu unterstützen. „Es gäbe drei Arten von Instrumenten“, sagte Milanovic der Tageszeitung „neues deutschland“. „Das Erste wäre mehr internationale Hilfe. Das Zweite wäre die Öffnung der eigenen Märkte für Importe aus Entwicklungsländern. Und das Dritte wäre das Thema Einwanderung aus armen Regionen in reiche Länder“, erklärte der renommierte Experte für Ungleichheit, der 20 Jahre als Ökonom und Chefökonom in der Forschungsabteilung der Weltbank gearbeitet hatte.

Menschen aus armen Ländern könnten ihr Einkommen erhöhen, indem sie in reiche Länder ziehen. „So wird durch die Migration die Armut und Ungleichheit in der Welt reduziert“, so Milanovic. Zudem bräuchten Länder wie Deutschland Migranten als Arbeitskräfte. „Migration ist also eine Win-win-Situation.“

Und nun kommt die Schlusspointe

Milanovic schlägt vor, Menschen aus Afrika beispielsweise eine temporäre Aufenthaltserlaubnis zu geben, etwa für fünf Jahre, damit sie in Europa arbeiten können. „Wir müssen die Migration einfacher machen“, forderte der Ökonom.

 

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“Migration reduziert die Armut”