Neue Artikel Islamismus & Terror

Verfassungsschutz: Mehr Salafisten, mehr islamistische Gefährder in Deutschland

10. Juli 2017

Letzte Woche gab das Bundesamt für Verfassungsschutz die Bilanz des Inlandsdienstes für das Jahr 2016  bekannt. Der Saal der Bundespressekonferenz in Berlin ist so gestopft voll, wie schon lange nicht mehr. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Hans-Georg Maaßen, der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, sind sichtlich erfreut über das rege Interesse der Journalisten. „Ich muss feststellen, dass der Verfassungsschutz in allen Geschäftsfeldern boomt.“ erklärt Maaßen, wäre er der Chef eines Unternehmens, könnte er sich über so viel Wachstum freuen. Aber als Präsident des Amtes für Deutschlands innere Sicherheit sieht er das selbstverständlich anders aus.

Viel Altbekanntes ist dabei, Links- und Rechtsextremismus – bei letzterem ausführlich auch die Überschneidung mit den sog. Reichsbürger – islamistischer Terrorismus, Spionageabwehr und Cyberattacken. Und in all diesen Bereichen wächst die Bedrohung, nur beim Linksextremismus ginge die Zahl der erfassten Gewalttaten zurück, Bundesweit wurden 1201 Gewalttaten mit linksextremistischem Hintergrund erfasst – 2015 waren es noch 1608. Was sicherlich aber auch mit der Arbeitsweise der Behörde und dem besonders blinden linken Auge einiger Regierungsmitglieder geschuldet ist. Im Hinblick auf den Vergangenen G20 Gipfel in Hamburg sollte sich diese Zahl so oder so revidiert haben.

Die größte Bedrohung, geht so Maaßen nach wie vor von islamistischen Terroristen aus. Die Gefahr islamistischer Anschläge wird nach seinen Worten weiter zunehmen: „Wir müssen davon ausgehen, dass mit weiteren Anschlägen durch Einzeltäter oder durch Terrorkommandos auch in Deutschland gerechnet werden muss.“ So ist die Bundesrepublik  als Teil des Westens klarer Feind der Terrorgruppe IS und anderer islamistischer Gruppierungen. Auch die Zahl der Salafisten in Deutschland stieg dem Bericht zufolge von 8350 im Jahr 2015 auf aktuell 10.100. Innenminister De Maizière warnte davor, dass innerhalb des Islamismus eine „Kräfteverschiebung“ zu beobachten sei, die sich klar in eine gewaltorientierte Richtung bewege. Insgesamt gibt es mit 680 islamistischen Gefährdern so viele wie nie zuvor.


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