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Politik

Glyphosat: Deutsche Behörde schreibt „Bewertung“ direkt von Monsanto ab

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seine Bewertung zu Glyphosat über viele Seiten aus dem Zulassungsantrag von Monsanto abgeschrieben. Das berichtet u.a. die britische Zeitung The Guardian.

Das Umweltinstitut München e.V. äußerte dazu, dass die Bundesregierung den Bundestag belogen habe.

Das BfR habe nicht nur abgeschrieben, sondern sogar offensiv versucht, dies zu verschleiern. Auf eine Frage des Abgeordneten Harald Ebner antwortete Staatssekretär Bleser aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium im Juni 2015:

„Das BfR hat (…) alle von den Antragstellern vorgelegten Originalstudien sowie die in wissenschaftlichen Zeitschriften publizierten Studien in eigener Verantwortung detailliert geprüft und qualitätsgesichert bewertet. Für alle Kapitel wurde vom BfR eine eigenständige Bewertung vorgenommen.“

[…]

„Auch in dem in Rede stehenden „Volume 3“ des RAR wurde nur die aus der Feder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BfR stammende Bewertung der analytischen Überwachungsmethoden, der Toxikologie der Präparate und Beistoffe, der Anwendungssicherheit, der Rückstandsbewertung sowie aller in wissenschaftlichen Zeitschriften publizierten Studien dargestellt.“

Entweder wusste die Bundesregierung selbst nicht, was das BfR tut oder sie hat bewusst gelogen, so das Umweltinstitut. Als Konsequenz wird der Rücktritt von BfR-Präsident Hensel und das Verbot von Glyphosat gefordert.

 

Quelle: Umweltinstitut München e.V.

Bild: flickr.com Campact


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