Politik

Der Ruf nach Zensur: Auswärtiges Amt missbraucht Buchmesse

16. Oktober 2017

Frankfurt: Bevor sich letzten Samstag die Ereignisse überschlugen und Linksextreme versuchten, eine Lesung zu verhindern, machte ich mit meinem Kollegen Hanno Vollenweider am Stand des Auswärtigen Amtes halt und gemeinsam lauschten wir quasi als Erlebende den Vortragend_innen.

Die Namen sollte man sich merken. Moderiert wurde das Ganze von einem Vladimir Balzer, als Gäste im Podium saßen eine Dr. Maren Urner, Yevhen Fedchenko, Matthew Karnitschnig und Johannes Ebert.

Unverblümt und vom Publikum verhalten applaudiert, forderten die Redner ZENSUR. Die einzige Dame in der ach so vielfältigen, multikulturellen Runde, echauffierte sich, dass Facebook sich gegen die Zensurmaßnahmen von „Justizminister“ Maas zur Wehr setze. Man müsse diese Netzwerke endlich in die Pflicht nehmen. Nicht der leiseste Protest machte sich bemerkbar. Und dieser Herr Ebert, ganz und gar nicht im Geiste seines historischen Nachnamensvetters Friedrich, lobte die Arbeit der sogenannten „FakeNews“-Jäger. Wörtlich nannte er Correctiv.org – selbst bereits mehrfach durch Falschmeldungen aufgefallen, als wichtig und wertvoll für den Erhalt der Demokratie. Ebenso die „Amadeu-Antonio-Stiftung“ und weitere obskure Vereine, die im Auftrag des Staates Zensur fordern, fördern und aktiv veranlassen. Wenn das nicht ausreicht, wird mit dem Fußvolk der selbst ernannten „Antifa“ ein wenig nachgeholfen, wie ich später erleben durfte.

Die Qualität der Agitation hat allerdings eine neue Eskalationsstufe erreicht. Es sind staatliche Institutionen, die gesellschaftliche Großereignisse für ihre Propaganda missbrauchen, der Gewalt Vorschub leisten und durch Medien anschließend die Fakten verdrehen lassen. Wer, wie in diesen Tagen während der Buchmesse auf den Bühnen und hinter den Kulissen, politisch Andersdenkende ausgrenzt, offen für Zensur plädiert und dies auch noch als „Kampf gegen Rechts“ für den Erhalt „unserer“ Demokratie verkaufen will, ist ein Faschist. Er kämpft nicht gegen Rechte, sondern gegen Aufrechte, gegen Menschen, die sich nicht länger dem linken Meinungsdiktat unterwerfen.

Aufrechte Menschen haben diese Art der politischen Auseinandersetzung nicht nötig. Eine ganze Reihe von Messeständen machte Werbung für den Islam. Die Ahmadiyya-Gemeinde hatte kostenlose Schriften aus liegen,  darunter den „Koran“ oder Mohammed-„Biographien“. Wie aufgeklärt der Islam sei und wie gut er sich mit der Wissenschaft vertrage, wie frauenfreundlich sogar die Scharia doch eigentlich gedacht sei,  das konnte man, wenn man wollte, dort auch im persönlichen Gespräch erfahren. Niemand hätte gestört. An den Ständen war überhaupt nichts los. Wo Menschen noch selbst das Lesen und Schreiben beherrschen, hat Allah eben keine Macht über sie. Gefährlich wird es, wenn Menschen mit geringer Bildung islamisch indoktriniert werden und gewissenlose Prediger ihre Gläubigen ausnutzen und aufhetzen. Wenn die Aufklärer jedoch im Namen der Vielfalt bekämpft werden, das deutsche Bildungssystem immer weiter absackt und in manchen Schulklassen der Anteil von Kindern aus islamischen Familien bereits die Mehrheit errungen hat, braucht es keine Kaffeesatzleser, um die Zukunft dieses Landes vorherzusehen.