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Digitale Staatsbürgerschaft – Die Blockchaintechnologie beschleunigt die Auflösung der Nationalstaaten

25. November 2017

Man muss wirklich nicht mehr zwischen den Zeilen lesen, um zu verstehen, warum die Blockchaintechnologie derzeit so gehyped wird. Die noch nationalen Zentralbanken werden überflüssig, wenn sich die Technologie durchsetzt und aus Staaten werden Online-Gesellschaften, die digitale Staatsbürgerschaften vergeben. In der Blockchain-Community überwiegen globalistisches One-World-Gedankengut und Friede, Freude, Eierkuchen-Folklore. Grundkenntnisse der Ökonomie sucht man bei den meisten Nerds vergebens. Die Begeisterung für die angebliche Überwindung aller Grenzen überwiegt – dass es sich um eine Simulation handelt, die in der analogen Welt keinen Bestand hat, wird von den meisten ignoriert.

Am 23. und 24. November organisierte THE HUS.institute in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fintech Unternehmen Lykke sowie dem Blockchain Büro Liechtenstein und der distributiven Computer-Organisation Holochain einen Hackathon zum Thema „Digitale Staatsangehörigkeit“ mit über zwanzig internationalen Teilnehmern und Teilnehmerinnen in Vaduz, Liechtenstein:

„Blockchain wird derzeit mehrheitlich als Finanztechnologie im Kontext mit Kryptowährungen diskutiert. Dabei ist die konzeptionelle Theorie des verteilten Wissenssystems an sich viel weitergehend und wird vor keiner Struktur halt machen, die derzeit noch zentral organisiert ist. Ergo muss auch das Konzept des zentral organisierten Nationalstaats auf den Prüfstand der Frage: Was bedeutet Blockchain für seine Weiterentwicklung?“, so Christopher Peterka, Futurist und Mitgründer des THE HUS.institute. Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Nationen dieser Welt erleben gerade eine digitale Revolution, durch die sie – wieder einmal – signifikant neu definiert werden.

„Diesmal werden unsere Staaten zu global vernetzten Online-Gesellschaften. Das Paradebeispiel hierfür ist Estland, bei dem Sie sich über das Internet für eine digitale Staatsbürgerschaft bewerben können, mit der Sie wiederum eine Firma in Estland gründen können, ohne jemals einen Fuss in das Land gesetzt zu haben“, so Christopher P. Peterka über „Digital Citizenship“, das Thema des zweitägigen Hackathons, weiter. Rudi Hilti ergänzt: „Diese Themen und die neuen Möglichkeiten dieser Zeit des exponentiell beschleunigenden Wandels, gilt es zu erforschen und in eigenständigen Projekten weiterzuführen.“

So arbeitet das THE HUS.institute mit seinen Partnern nun an einem Papier, das die Ergebnisse der Tage zusammenfasst und die Vorlage für ein „Digital Citizenship“ Konzept werden kann.

 

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