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Wirtschaft & Finanzen

Unterwandern Pro-Bitcoin-Communitys die alternativen Medien?

21. November 2017

Diese Nachricht, geschrieben an einen Kollegen mit der Bitte, sich für Bitcoin einzusetzen, ist nur ein Beispiel von vielen, mit denen ganz besonders an Autoren aus den alternativen Medien herangetreten wird. Geht es dabei nur um die Sache oder auch um Devisen?

Write for Decentralized Society!

@MarkusMaiwald

„Once a financial crysis is coming the risk asset is no longer gold but rather bitcoin. Bitcoin is growing in value for exactly the same reasons as gold did in the days of ‚physical‘ markets – it supports a monetary function as a bearer token. Metals have a slight problem travelling through wires and are therefore illiquid in modern markets. Their monetary function (the basis for their so called ‚intrinsic value‘ which is actually not intrinsic at all, it was monetary) is broken which is why trading in metals has split into two dysfunctional descendent markets: • a paper market that’s unlimited in supply • a physical market that’s illiquid These are no longer reconcilable but up until 2009 there was no alternative. No electronic token that could fulfil the role that metals did in physical markets, which was to support the exchange of 2 attributes of the trade: • ownership • posession Post 2009, there is indeed such an asset and that’s why Bitcoin is growing while metals are tanking during a period in history that should have seen them soar against a background of a 5-fold expansion of the monetary base. At the next financial meltdown we’ll see 10,000$ bitcoin for sure It can be next year, can be in 10 years, noone knows There are billions and billions of dollars in the overvalued stock market currently. Once shit comes in that money has to find new safe place – Which is likely going to be BTC Cannot be taken away by any government and fully anonym.“

Kurz zusammengefasst: Bitcoin soll im Krisenfall sicherer als Gold sein –  Gold und andere Edelmetalle tragen angeblich keinen Wert in sich, sondern auch nur einen „monetären“. Alleine das ist schon ziemlicher Blödsinn, mit dem man aber den ganz normalen Währungsanalphabeten täuschen kann.

Und es geht weiter:

Bitcoins können nicht beliebig vermehrt werden und sind damit vor Inflation geschützt. Autsch! Genau deshalb entstehen immer neue Kryptowährungen und Aufspaltungen, die der Normaluser ganz bequem in einer Wallet oder demnächst direkt bei seiner Sparkasse verwalten kann, gleich neben Krypto-Cashback, sonstigen Blockchain-Rabattwährungen und Miles and More.

Und natürlich sei der Bitcoin zu 100 Prozent anonym und keine Regierung der Welt könne den Handel unterbinden. Die kommende Weltmacht China sieht das ein wenig anders und ließ als Inhaber des Gewaltmonopols sämtliche Handelsplätze schließen, auch in Russland ist man skeptisch, die Zentralbank will einen eigenen Kryptorubel ausgeben.

Und anonym ist an der Blockchain gar nichts, sie ist zu 100 Prozent transparent. Bei dieser Propagandalüge sind sich Zentralbänker, Regierungen und Kryptojunkies einig, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven, aber es bleibt eine dreiste Lüge. Normaluser, die eine Online-Wallet oder ihre demnächst um Kryptowährungen erweiterte Banking-App nutzen, können per Knopfdruck vom Finanzamt überprüft werden – das organisierte Verbrechen kennt und kannte schon immer spezielle Wege zur Steuervermeidung und Geldwäsche, dort braucht es keine Blockchain, Bakschisch reicht immer.

Aktuell sind Bitcoin und Co. allerdings tatsächlich eine recht unkomplizierte Zahlungsweise und für kurzzeitige Spekulationen sicher ebenso interessant. Nirgendwo lassen sich derzeit so einfach satte Kursgewinne mitnehmen und bis die Kryptoblase platzt, wird noch einige Zeit vergehen. Dann aber beißen den Letzten wie immer die Hunde. Das ist und bleibt noch immer ein Quasi-Naturgesetz.

Die Zeiten haben sich geändert. Früher suchte man beliebte Schauspieler, um die Volksaktie an den Mann zu bringen, wie den mittlerweile verstorbenen Tatortkommissar Manfred Krug, der die Werbung später „bereute“. Heute setzt man auf Promotion in den alternativen Medien.

Das Thema wird heftig „diskutiert“:

 

Und weitere Libertäre sind der Kryptomasche auf den Leim gegangen:

 

Und hier hat noch ein anderer Blogger zusammengefasst, warum Bitcoin keine Währung ist, sondern Luft in Tüten, allerdings sehr viel Luft. Fiatmoney bleibt Fiatmoney:

KRYPTOFIAT namens BITCOIN gehandelt über 5000 Euro

Wie schon vorher auch durch den Kollegen Hanno Vollenweider:

Statusupdate Bargeldverbot: Obergrenze für Barzahlungen, BitCoin-Bekämpfung etc.