Mystery & Geheimgesellschaften

Glasröhren auf dem Mars

22. Februar 2018

Der Autor Mac Tonnies berichtet in seinem Buch „After the Martian Apokalypse“, dass auf einem MGS-Bild so etwas wie „Glasröhren“ fotografiert worden seien, und dieses Bild wirkt tatsächlich sehr verblüffend. Hier sieht man geriffelte Formationen, die Tonnies zufolge an weitreichende Stollen erinnern – zumindest wurden sie auch vom ehemaligen NASA-Berater Richard C. Hoagland in dieser Richtung gedeutet. Er sieht einen erodierten Zylinder, komplett mit durchsichtigem Gehäuse. Zeigt es ein altes Transport-System auf dem Mars oder einen Mechanismus, der Wasser von den Polen in andere Gegenden transportiert?

Der Grafik-Designer Chris Joseph verwendete den Shape-from-Shading-Algorithmus und konnte damit Hoaglands Röhre in künstlicher Luft-Perspektive wiedergeben, worauf der Eindruck einer dreidimensionalen Röhre verschwand und durch den Anschein einer Serie von vertikalen Spalten ersetzt wurde, welche die Wand einer Schlucht hinaufsteigen.

Befürworter der Hypothese, dass die „Röhre“ zerstört wurde, führten aus, dass die anomale zylindrische Natur weitgehend auf diese Weise zurückzuführen ist. Dreht man das Foto um, ist der Eindruck eines eingelassenen Zylinders vermindert und mehr als eine Serie von vertikalen Formationen zu erkennen. Während Richard Hoagland auf seiner Enterprise-Mission-Homepage hier von einer peinigenden Frage spricht, scheint die Struktur für Tonnies jetzt mehr geologisch als vorher vermutet, zu sein.

Bild: 1: Glasröhren auf dem Mars? (Aufgenommen durch die MGS-Sonde)
Quelle: Auschnitt aus: http://asimov.msss.com/moc_gallery/ab1_m04/maps/M0400291.gif (Abgerufen am 06.09.2017)

Hoagland lehnt Tonnies Annahme, dass die Objekte ein unbekanntes geologisches Phänomen sind, ab und glaubt, dass die grobe „verformte“ Natur eher das Produkt marsianischer Architekten sei, die ihre Schöpfungen der unebenen Marsoberfläche angepasst hätten, was zum äonenlangen strukturellen Verfall passe.

Tonnies weist darauf hin, dass es auch in Cydonia diese „Röhren“ gibt, für die von verschiedenen Untersuchern verschiedene Namen verwendet werden: Coathanger, Trailor Park oder Dolphin. Diese Features bestehen aus verschiedenen ungewöhnlichen Helligkeiten und ebenso in Zwischenräumen angeordneten Einkerbungen. In der Nähe befänden sich helle Kuppeln.

Von ein paar hellen Streifen auf einem benachbarten Tafelberg abgesehen, stehen die hellen Objekten vollkommen allein. Tönnies sagt über sie, dass sie eine ausgeprägte Anomalie sind – was auch immer sie seien…

Bild 2: Ein schlauchförmiges Gebilde auf dem Mars
Quelle:  Auschnitt aus: http://asimov.msss.com/moc_gallery/e07_e12/full_jpg_non_map/E12/E1203186.jpg (Abgerufen am 06.09.2017)

Für mich jedenfalls stellen die „Marsröhren“ eines der größten Rätsel des Mars dar.

J.P. Skipper, der Autor von „Hidden Truth: Water and Life on Mars“, stellt in diesem Buch eine andere Formation vor, die eine Röhre ganz anderer Art zeigt (s. Bild 2). Hier sieht man auf den Koordinaten 63,4 S 156,3 W ein „kolossales Röhrensystem“, das sich windet wie ein Schlauch und sich auf dem Boden eines Kraters befindet. Skipper weist darauf hin, dass wir hier nur den schmalen Teil des langen Schlauches sehen, der sich mehrere Kilometer nach rechts und links außerhalb des Bildes weiter erstreckt und im Durchmesser eine Dicke von ungefähr einhundert Metern hat. Somit haben wir ein weiteres „schlauchförmiges Marsrätsel“…

Mehr zu diesem Thema finden Sie in meinem Buch Rätselhafter Mars – Marsgesicht reloaded.

 


Bildquellen:

(MSSS-Bilder sind frei, s.: http://www.msss.com/policies/index.html)


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