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Wien: Messer-Afghane wollte angeblich zweimal freiwillig ausreisen und war bereits wegen Vergewaltigung angezeigt

11. März 2018

Der Kurier berichtet über neue Details nach der Messeattacke in Wien:

Der Verdächtige Jafar S. stellte zwei Ausreise-Anträge. Gegen ihn wurde auch eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung erstattet.

Ein Jahr nach seiner Ankunft in Österreich stellte Jafar S. einen Antrag beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) für eine freiwillige Rückkehr in sein Heimatland, der Antrag wurde genehmigt.

Das entsprechende Ausreisezertifikat wurde jedoch nie abgeholt. Danach folgte ein kriminelle Laufbahn. Der Afghane rutschte ins Drogenmilieu ab, wurde mehrmals angezeigt – auch wegen einer versuchten Vergewaltigung. S. saß durch seine Straftaten mindestens zwei Mal in Österreich hinter Gittern, wurde im Dezember 2017 in Klagenfurt entlassen. Der 23-Jährige stellte heuer erneut einen Antrag auf freiwillige Ausreise. Und zwar am vergangenen Montag, genau zwei Tage vor der Tat. Bis dato ist sein Asylverfahren nicht abgeschlossen. via apa/ots

Der Angeklagte hat sich laut weiteren Medienberichten inzwischen geständig gezeigt, bei seinen Angriffen, u.a. auf eine Familie, wurden insgesamt vier Menschen verletzt. Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte keine Scheu, umgehend nach der Tat die Herkunft des Täters zu nennen und den Opfern beste Genesungswünsche zu übermitteln.

Kein religiöser Hintergrund, sagt die Wiener Polizei:

„Das Motiv des Täters dürfte die grundsätzliche Unzufriedenheit mit seiner Lebenssituation sowie sein Drogenproblem gewesen sein. Infolgedessen wäre er in einer aggressiven und wuterfüllten Stimmung gewesen. Ein religiöser Hintergrund kann ausgeschlossen werden, diesbezügliche Aussagen relativierte ein Zeuge im Zuge seiner Einvernahme.“