Gesundheit, Natur & Spiritualität

Heilpraktiker-Beruf abschaffen: Die AfD auf einer Höhe mit Schulmedizinern und Pharmaindustrie?

22. Juli 2018

„Heilpraktiker zu Fachärzten“ – mit diesem Vorschlag macht sich die AfD nicht überall Freunde. Die Partei will eine Gesetzesänderung erreichen: Der Beruf soll zum Facharzt hochgestuft werden, der herkömmliche Heilpraktiker würde damit vom Markt verschwinden. Als Grund nennt die AfD den Datenschutz und Gesetze aus dem Nationalsozialismus. Die Präsidentin des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker, Ursula Hilpert-Mühlig, spricht im Interview mit Sputnik von einer falschen und sehr plakativen Darstellung der Alternative für Deutschland:

Mit ihrem Vorstoß bewegt sich die AfD im gleichen Fahrwasser, wie Schulmediziner, die die lästige Konkurrenz loswerden wollen. Die Bundesregierung hatte schon einmal Verschärfungen der Zulassungsbedingungen für Heilpraktiker angekündigt, diese aber dann doch nicht umgesetzt.

Nahezu in allen Begründungen wird der Schutz der Patienten als eines der Hauptargumente angeführt. So fürchten Experten des „Münsteraner Kreises“ , dass Patienten nicht unterscheiden könnten, wer seriös arbeite und wer nicht. Das Heilpraktiker Siegel „staatlich anerkannt“ könne Patienten einen falschen Kompetenzeindruck vermitteln und die Arbeit von Medizinern und Heilpraktikern als gleichwertig darstellen.

Man hält also wieder einmal den Bürger für unmündig. Interessant ist hierzu die Position der Verbotspartei „Bündnis 90 / Die Grünen“:

„Von einem generellen Berufsverbot spricht bei den GRÜNEN niemand“, schreibt Heilpraktiker Jürgen Wiese und zitiert aus einer Stellungnahme:

„… ein alternativ gefordertes Verbot von Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern lehnen wir ab. […] Ziel muss es vielmehr sein, Patientinnen und Patienten unter Ausschluss einer Gesundheitsgefährdung, die von ihnen gewollten alternativen Behandlungsmethoden zu ermöglichen.“


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