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Islamismus & Terror

Ahmad Mansour: Islam-Verbände sind verantwortlich für Parallelgesellschaften

24. August 2018

Islam-Experte Ahmad Mansour wirft Politik und Kirchen vor, aus falscher Toleranz zuzulassen, dass Islam-Verbände Einfluss gewinnen und grundgesetzwidrige Werte verträten. Diese Verbände wollen nicht Teil unser Gesellschaft sein, sondern unbegrenzt ihre Religion durchsetzen.

Die islamischen Verbände in Deutschland leisten keinen Beitrag zur Integration von Muslimen, sondern sind verantwortlich dafür, dass in den vergangenen Jahrzehnten Parallelgesellschaften entstanden sind, erklärte der deutsch-palästinensische Publizist und Psychologe Ahmad Mansour in einem Interview mit dem Deutschlandfunk.

Daher sei es ein »Jahrhundertfehler«, wenn Politiker die meist aus dem Ausland gesteuerten Verbände für die Integration von Zuwanderern in die Pflicht nehmen wollten, denn die islamischen Organisationen hätten »eigentlich kein Interesse, Teil dieser Gesellschaft zu sein, sondern sie wollen ihr Islamverständnis so leben, dass sie Sachen durchsetzen wollen, die gegen unser Grundgesetz sind«. Als Beispiel seien ihr Einsatz für Burkinis und Kopftuch zu nennen.

Für das falsche Bild von den Islamverbänden in der deutschen Politik seien aber auch die Kirchen verantwortlich. Diese »machen mit – aus Angst, die Macht zu verlieren«, betont Mansour. Er beklagt, im Namen der Religionsfreiheit unterstützten sie Vereine und Verbände, die grundgesetzwidrige Werte verträten und nicht die einzelnen Menschen als mündige Individuen sehen wollen.

Von der gesamten Gesellschaft wünsche er sich eine differenziertere Sicht auf den Islam, von den Neuankömmlingen eine höhere Bereitschaft, die eigenen Werte und Einstellungen zu hinterfragen, sagt Mansour. »Viele Menschen, die zu uns kommen, kommen nach Europa, kommen nach Deutschland, weil sie unbedingt Wohlstand genießen wollen, Sicherheit für ihre Kinder, bessere Bildungssysteme haben wollen«, erläuterte der Islamexperte.

»Sie vergessen aber, dass diese Eigenschaften Produkte der Aufklärung sind. Und die Aufklärung – das waren Zeiten, als die Menschen viel infrage gestellt haben, gegen Kirchen, gegen Autoritäten, gegen Religionsverständnisse auch Kritik geäußert haben, und zwar scharfe Kritik«, sagt der Islam-Experte.

Religionsfreiheit sei keine Einbahnstraße, um die eigene Religion unbegrenzt leben zu können, sondern bedeute, Kritik an der Religion zu erleben und auszuhalten und dies nicht gleich als »diffamierend und rassistisch« zu bezeichnen.

Mansour ist ein 1976 im israelischen Tira geborener Palästinenser, der in einer unreligiösen muslimischen Familie aufwuchs, in der Jugend aber zeitweise in islamistische Kreise geriet, bis er in seiner Studentenzeit in Tel Aviv eine immer kritischere Haltung zum Islam gewann. Nach Erleben eines islamistischen Anschlags in Israel zog Mansour 2004 nach Deutschland und organisiert Anti-Islamismus-Projekte. 2017 erwarb er die deutsche Staatsbürgerschaft.


Quelle: freiewelt.net


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