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Gesundheit, Natur & Spiritualität

B12 – Das vergessene Vitamin

13. August 2018

„50 bis 60 Prozent der Deutschen Bevölkerung weisen einen funktionellen Vitamin-B12-Mangel auf.“

Dr. med. Joachim Mutter

B-Vitamine werden oftmals treffend als „Nervenvitamine“ bezeichnet. In besonderem Maße trifft dies auf B12 zu. Kaum ein anderes Vitamin übt einen vergleichbaren Einfluss auf das körperliche, emotionale und mentale Wohlergehen des Menschen aus. Die vielfältigen Symptome eines Mangels reichen von Reizbarkeit, Taubheitsgefühlen, Störungen des Gehör-, Geschmacks- oder Geruchssinn, Zittern, Vergesslichkeit bis hin zu Demenz, MS- oder parkinsonähnliche Symptome. Da laut Experten mehr als die Hälfte der Bevölkerung von einem B12-Mangel betroffen sind, kann man ohne Übertreibung von einer „Volkskrankheit“ sprechen.

Wissenswertes über B12

Zu den zentralen Aufgaben dieses Vitalstoffes gehören die Blutbildung, die Synthese von DNS und RNS, Entgiftungsfunktionen, Aufbau der Myelinschicht zum Schutz der Nervenzellen, Abbau des gefäßschädigenden Homocycteins, Aktivierung der „Wohlfühlbotenstoffe“ Serotonin und Dopamin, Aktivierung der Osteoblasten (knochenbildende Zellen) und die Mitbeteiligung an der Synthese von Hormonen und Neurotransmittern. Auch zur Entgiftung von Cyanid (Zigarettenrauch), Stickstoffmonoxid und Quecksilber wird B12 benötigt.

In der Fachliteratur sind mehr als 50 Symptome beschrieben, die durch einen B12-Defizit entstehen können.

Symptome eines B12-Mangels

1. Allgemeine Symptome
• körperliche Schwäche, Muskelschwäche
• dauernde Müdigkeit, schnelle Erschöpfung
• Antriebsschwäche, Apathie und Lustlosigkeit
• Atemnot bei körperlicher Belastung, Kurzatmigkeit
• blasse Haut infolge der Anämie
• Hyperaktivität, Ruhelosigkeit, Streßempfindlichkeit
• Schlaflosigkeit, Schlafstörungen über längere Zeit
• Infektanfälligkeit, Abwehrschwäche, langwierige Infekte
• Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Unwohlsein
nach dem Essen, verschlechterte Nährstoffaufnahme
• Pigmentierungsstörungen der Haut
• beschleunigte Alterung, frühzeitiges Ergrauen der Haare
• langfristig gesundheitlicher Verfall

2. Veränderung des Blutbildes
• perniziöse Anämie

3. Herz und Kreislauf
• Arteriosklerose aufgrund erhöhten Homocysteinspiegels
• erhöhtes Thrombose-, Embolie- und Infarktrisiko

4. Geistige Störungen und Erkrankungen
• epigenetisch bedingte Entwicklungsstörungen mit verminderter
geistiger und körperlicher Leistungskraft, geringere Intelligenz,
möglicherweise Autismus
• Persönlichkeitsveränderung
• Reizbarkeit, Erregbarkeit, Verlust der Selbstkontrolle,
Neigung zu Gewalttätigkeit, krankhaftes Mißtrauen
• Vergeßlichkeit, Gedächtnisverlust
• unklares und konfuses Denken, Unkonzentriertheit, Verwirrtheit
• Nachlassen der geistigen Fähigkeiten
• Senilität, Demenz
• Benommenheit, Schwindelanfälle
• Depressionen, Niedergeschlagenheit
• Wahnvorstellungen, Schizophrenie, Manie, Halluzinationen

Quelle: Th. Klein / Volkskrankheit Vitamin B12-Mangel / Hygeia-Verlag

Wie B12 entdeckt wurde

Ärzte denken bei einem Fehlen dieses Vitamins zuerst an die perniziöse Anämie – wörtlich: Die bösartige Blutarmut. Das ist unter anderem auch historisch begründet. Der US-amerikanische Pathologe George H. Whipple entdeckte schon Anfang der 1920er-Jahre, dass Hunde, die an perniziöser Anämie litten, durch die Fütterung mit roher Leber geheilt werden konnten. Das Organ Leber musste demnach einen „Anti-Perniziosa-Faktor“ enthalten.

Für diese Entdeckung erhielt Whipple zusammen mit zwei anderen Forschern 1934 den Nobelpreis für Medizin. Die Isolierung des eigentlichen Wirkstoffs B12 gelang dann 1948 und im Jahr 1955 konnte die Molekülstruktur aufgeklärt werden. Dafür wurde dann der Nobelpreis für Chemie verliehen.

Vitamin B12 ist ein Sammelbegriff für verschiedene Verbindungen, den sogenannten Cobalaminen. Vitamin B12 ist die einzige bekannte biologische Substanz, die das rötliche Spurenelement Kobalt enthält.

Bekannt sind: Adenosyl-, Hydroxy, Aquo-, Nitro-, Cyano- und Methylcobalamin.

Die erstgenannten fünf Formen müssen von der Zelle mit Hilfe von Enzymen in Methylcobalamin umgewandelt werden. Die dafür benötigten Enzyme werden jedoch oft durch Gifte blockiert.

Wenn man B12 ergänzt, ist man mit Methylcobalamin auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Methylcobalamin kann auch am besten die Blut-Hirnschranke überwinden und sollte deswegen statt Cyanocobalamin bevorzugt werden, wie neuere Studien belegen.

Vorkommen in Lebensmitteln, Bedarf und Aufnahme von B12

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B12 kommt praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vor. Fleisch, Fisch, Austern, Eier und Rohmilch sind eine Quelle für B12. Innereien, vor allem Leber, enthalten bei Weitem die höchste Konzentration. Die einzigen vegetarischen B12-Lieferanten, welche die biologisch wirksame Form von B12 enthalten, sind Chlorella- und Nori-Algen.

Der tägliche Bedarf liegt irgendwo zwischen 3 µg (Mikrogramm) und 2000 µg. Wieso diese große Spannweite? Das ist so zu erklären: Für eine gute Aufnahme sind intakte Schleimhäute im Magen und Darm notwendig. Zusätzlich muss der Magen ausreichend Salzsäure bereitstellen. Jeder zweite Erwachsene über 50 Jahre produziert zu wenig Magensäure. Das erklärt, warum gerade ältere Menschen sehr häufig unter einem B12-Mangel leiden. Damit im oberen Dünndarm überhaupt B12 aufgenommen werden kann, wird der sogenannte Intrinsic Faktor benötigt. Dieser wird von den Belegzellen des Magens gebildet. Ist die Magenschleimhaut entzündet (Gastritis), wird der Intrinsic Faktor nicht gebildet. Bis zu 40 Prozent aller Personen über 60 Jahren sind von Gastritis betroffen. Magensäure und Pepsin fehlen, dadurch kann auf normalem Wege kein B12 resorbiert werden. Dann sind als Nahrungsergänzung rund 500 bis 2000 µg notwendig, damit ca. ein Prozent vom B12 per Diffusion aufgenommen wird. Das erklärt, warum bei entzündeten Schleimhäuten im Magen und Darm recht hohe Dosen notwendig sind.

Zu wenig Magensäure und Entzündungen im Magen-Darmbereich sind nur zwei Gründe, warum es zu einem Mangel kommen kann. In der Praxis gibt es noch viele weitere Gründe, wie Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen können:

Mögliche Gründe für einen Vitamin B12-Mangel:

  • Leberkrankheiten
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (zu wenig Pancreasenzyme)
  • Nierenschäden (erhöhte Ausscheidung von B12)
  • Infektion mit Helicobacter pylori
  • Entzündungen des Magens (Gastristis)
  • Entzündungen des Darms
  • HIV- Infektion
  • teilweise Entfernung des Darmes oder Magens
  • nitrosativer Stress (verbraucht hohe Mengen B12)
  • Stress im allgemeinen (durch die hohe Ausschüttung von Noradrenalin werden die B12-Reserven schnell verbraucht)
  • Gifte aller Art – vor allem Schwermetalle wie Quecksilber aus Amalgamplomben
  • nach Operationen (Narkosemittel verbrauchen B12 nahezu komplett im Körper)
  • Rauchen
  • mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag
  • hoher Zuckerkonsum
  • hoher Eiweißkonsum
  • Konsum von Soja, welches nicht fermentiert ist
  • sehr fettreiche Ernährung
  • Übermäßiger Alkoholkonsum (verursacht Entzündung der Magenschleimhaut, der Bauchspeicheldrüse und Leberschäden)
  • sehr scharfes Essen
  • hohe Dosen Vitamin C
  • Fruktosemalabsorbtion
  • Kalziummangel
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Pseudovitamin B12 ( z. B. in Spirulina)
  • schwächere Verdauung bei älteren Menschen

Ein weiterer und weit verbreiteter Grund für ein Vitamin B12-Defizit ist der Medikamentenkonsum in der westlichen Welt. Vor allem Säureblocker und Diabetesmedikamente sind hier zu erwähnen.

Es gibt allein in Deutschland über sechs Millionen Diabetiker. Viele werden mit dem Medikament Metformin behandelt. Metformin verringert im Darm die zur Intrinsic-Faktor-Aufnahme notwendigen Kalziumionen. Blutdrucksenker, Protonenpumpenhemmer, Betablocker, Antibiotika, Chemotherapie, Statine, Verhütungsmittel, Psychopharmaka, Histaminblocker und Aspirin tragen ebenfalls zu einem B12-Defizit bei.

Die vielen limitierenden Faktoren der B12-Aufnahme erklären, warum der Mangel so weit verbreitet ist. Veganer und ältere Menschen sind besonders häufig von einem Mangel betroffen.

Unser Körper speichert beträchtliche Mengen B12 in der Leber. Dieser Vorrat kann bei guten Bedingungen fünf bis zehn Jahre ausreichen. Wenn man für ein paar Jahre über vegane Ernährung kein B12 zuführt, fällt das erst mal gar nicht auf. Doch nach und nach können sich Symptome einstellen.

Typisch bei einem Mangel sind: Müdigkeit, körperlicher Schwäche, Konzentrationsstörungen, Blässe, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.

Schon 1974 hat eine amerikanische Studie herausgefunden, dass ca. 90 Prozent der Veganer einen B12-Mangel aufweisen. Zum gleichen Ergebnis kommt auch eine Studie von Prof. Dr. W. Herrmann von der Uniklinik Saarland. Seine Forschungsergebnisse wurden im Jahr 2002 in der Zeitschrift „natürlich vegetarisch“ veröffentlicht. Bei Vegetariern, die noch Eier und Milchprodukte konsumieren liegt bei immerhin noch 73 Prozent ein B12-Mangel vor. Das bedeutet jetzt nicht, dass wir unbedingt Fleisch essen müssen. Ethische und ökologische Gründe sprechen eher für eine vegetarische oder vegane Lebensweise. Doch wer über lange Zeiträume kein Fleisch isst, sollte B12 als Nahrungsergänzungsmittel nehmen.

Laut Dr. Markus Keller von der Uni Gießen leiden auch zwischen neun bis 18 Prozent der Fleischkonsumenten an einem B12-Mangel. Die Gründe wie Magenschleimhautentzündungen, Rauchen, Leber- und Nierenerkrankungen, Stress, Toxine, Medikamentenkonsum und so weiter wurden ja bereits ausführlich dargelegt. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der Betroffenen zu. Gastritis und die damit einhergehende verminderte Bildung des Intrinsic Faktors sowie eine gestörte Resorptionsleistung des Darmes sind, wie bereits erwähnt, bei älteren Menschen keine Seltenheit.

B-Vitamine beugen Alzheimer, Krebs und anderen Erkrankungen vor

Vitamin B12 ist das Anti-Aging-Produkt des Jahrhunderts“

Prof. Karl-Heinz Reimers

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass eine Kombination von den Vitaminen B6, B9 (Folsäure) und B12 sehr wirkungsvoll einen zu hohen Homocysteinspiegel (Hcy) senken kann.
Hcy ist ein gefäßschädigendes Stoffwechselprodukt. Internationale Studien zeigen, dass ein erhöhter Homocysteinspiegel über 10 micromol/l etwa bei der Hälfte aller Menschen über 65 Jahren vorkommt. Das erhöht das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Alzheimer-Demenz erheblich.

Im Jahr 2013 wurde von der National Academy of Sciences von G. Douand et.al. eine wichtige Alzheimer-Präventionsstudie durchgeführt. Es wurden 156 ältere Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen ausgewählt. Das ist eine Stufe vor der Entwicklung von Alzheimer-Demenz.

Rund die Hälfte der Studienteilnehmer bekam über einen Zeitraum von zwei Jahren täglich eine Kombination von B12 (500 µg), B6 und Folsäure. Die andere Hälfte bekam ein Placebo.

Die 80 Probanden, die B-Vitamine einnahmen zeigten eine signifikant geringere Degeneration des Gehirns als die Placebo-Gruppe. Laut den Wissenschaftlern war dies das erste Mal, dass ein Alzheimer bedingtes Schrumpfen des Gehirns aufgehalten werden konnte, und dies durch eine einfache, preiswerte und sichere Kombination von B-Vitaminen.

Menschen über 50 sollten einmal pro Jahr ihren Homocysteinspiegel messen lassen. Auch wenn die Krankenkassen die rund 20,- € für die Untersuchung nicht erstatten, ist es gut investiertes Geld in die eigene Vorsorge.

Das B12 hilft, die durch Strahlung und durch freie Radikale beschädigte DNS zu reparieren und kann wie viele andere Vitalstoffe auch, vor Krebs schützen. Studien haben gezeigt, dass niedrige B12-Spiegel mit einem erhöhten Risiko für Gebärmutterhals- und Brustkrebs einhergehen.

Der bekannte Arzt Dr. Max Gerson, der Krebspatienten im Endstadium mit außergewöhnlichen Erfolgen behandelte, gab seinen Patienten Leber-Injektionen, oft kombiniert mit zusätzlichem B12.

Selbstverständlich bedarf eine Krebserkrankung einer ganzheitlichen Therapie. Ernährung, Entgiftung, seelische Hygiene und Vitalstoffe spielen hier eine wichtige Rolle.

Krebstherapeuten empfehlen oft: Omega-3-Fettsäuren, Polyphenole, Curcumin, Selen, Q10, Alpha-Liponsäure, L-Arginin, die Vitamine C, E, D3, Magnesium, Zink und MSM.

Wenn es um Vorsorge und Therapie geht, sollte man sich nie auf nur einen Vitalstoff verlassen. Beispiel Osteoporose: Ärzte empfehlen meist nur Kalzium – manche vielleicht noch D3 dazu.

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Das genügt aber nicht. Für den gesunden Knochenstoffwechsel benötigen wir auch Magnesium, Silizium, Zink Vanadium, Bor, Kupfer, Mangan, Selen. Chrom und nebst dem D3 auch die Vitamine C, E, K1, K2 und A oder die Vorstufe beta-Carotin. Und wer hätte es gedacht? – auch B12.

Die Aktivität der Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) hängt von B12 ab. Niedrige B12-Werte sind mit Osteoporose assoziiert. Russische und japanische Ärzte fanden heraus, dass bei manchen Sehstörungen(u. a. grüner Star) B12 helfen kann. Bei Schlafstörungen sollte man also nicht nur an Tryptophan denken, sondern auch an B12, da dieses Vitamin an der Bildung von Melatonin beteiligt ist.

Bei Asthma, Hautkrankheiten, Immunschwäche, neurologischen Erkrankungen und bei Diabetes gibt es ebenfalls gute Erfahrungen mit B12.

Haben Sie einen B12-Mangel?

Erste Hinweise auf einen Cobalamin-Defizit erhalten Sie, wenn Sie die vielfältigen Symptome kennen und sich darin wieder finden.

Absolute Sicherheit geben dann zwei Laborwerte: Das Holotranscobalamin (HoloTC) und die Methylmalonsäure im Blut oder Urin.

Eine herkömmliche B12-Untersuchung im Blut ist nicht sehr aussagekräftig. In Deutschland gelten Werte bis 160 pg/l als normal. Die amerikanische Ärzteschaft definiert Blutspiegel unter 200 pg/l als eine Indikation für B12-Mangel.

Im Gegensatz dazu wird in Japan die untere Grenze bei 500 pg/l angesetzt. Im Land der aufgehenden Sonne gibt es im Vergleich zu Europa und den USA eine viel geringere Alzheimer-Demenz-Rate. Möglicherweise liegt das an der Ernährungsweise.

Dadurch, dass in Japan höhere B12-Spiegel als Norm definiert sind, wird von den dortigen Ärzten häufiger B12 verordnet. Neben der besseren Ernährung ist das das sicherlich der zweite wesentliche Faktor, warum psychiatrische Erkrankungen und Demenz in Japan seltener vorkommen.

Der bekannte Umweltmediziner Dr. med. Joachim Mutter schreibt in seinem Buch Lass Dich nicht vergiften:

„Idealerweise sollte der Wert im Blut bei 500 bis 1000 pg/l liegen – besser noch höher. Zwar gelten Werte bis 160 pm/l als normal, doch Studien zeigen, dass Personen mit einem Vitamin-B12-Wert von unter 500 pg/l innerhalb von zehn Jahren sechsmal mehr an Alzheimer-Demenz erkranken als Personen, deren Vitamin B12-Spiegel höher ist.“

Im Blut liegt das Vitamin B12 nicht isoliert vor, sondern ist wiederum an Transporteiweiße gebunden. Diese werden als Transcobalamin I, II und III bezeichnet. Für unsere Zellen ist einzig das Transcobalamin II von Bedeutung. Nur dieses wird von den Zellen aufgenommen und steht dann für lebenswichtige Reaktionen in der Zelle zur Verfügung. Deswegen sollten informierte Ärzte und Heilpraktiker auch nur diesen Wert im Labor bestimmen lassen. Ideal ist ein HoloTC-Wert von über 50 pmol/l. Die Kosten für diese Untersuchung liegen bei rund 30,- €.

Wenn die Zelle unter einem B12-Mangel leidet, steigen die Stoffwechselprodukte Homocystein und Methylmalonsäure (MMS) an. Auch diese Werte kann man, laut Experten zusätzlich messen lassen, um einen Vitamin B12-Bedarf zu erkennen.

Warum wir heute mehr B12 benötigen als unsere Vorfahren

Oft hört man von Ärzten oder in den Medien den Satz: „Wer sich ausgewogen ernährt, benötigt keine Nahrungsergänzungsmittel.“

Diese Falschaussage verkennt völlig die Forschungsergebnisse der vergangenen 30 Jahre. Durch Intensivlandwirtschaft, einseitige Düngung, ausgelaugte Böden etc. enthalten unsere Lebensmittel heute längst nicht mehr die Dichte an Vitalstoffen wie vor 100 Jahren. Bei manchen Mineralstoffen und Spurenelementen beträgt der Rückgang in Obst und Gemüse 70 bis 90 Prozent.

Noch etwas anderes ist wichtig: Wir leben heute nicht mehr in der selben Welt wie unsere Urgroßeltern. Vor 120 Jahren gab es kaum Industrie, keine Autoabgase, keine Radioaktivität, keine Pestizide und andere Umweltgifte, kein Mobilfunk, kein WLAN, keine genmanipulierte Nahrung, keine Farb-, Konservierungs- und Zusatzstoffe im Essen, keine Chemtrails, keine Nanopartikel, keine Impfstoffe mit Aluminium und Quecksilber, keine Kunststoffe mit Weichmachern usw.

Der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweißbausteinen, die für die Entgiftung essentiell sind, ist heute höher, als noch vor 120 Jahren. Das wird kein vernunftbegabter Mensch bestreiten. Dr. med. Joachim Mutter und andere Umweltmediziner messen bei Patienten häufig zu niedrige Blutspiegel an den Vitaminen A, D, E, K2, C und B-Komplex, den Mineralstoffen Kalium, Kalzium und Magnesium, den Spurenelementen Bor, Chrom, Mangan, Molybdän, Selen, Vanadium und Zink. Bei etlichen auch Eisen, Jod und Kupfer. Darüber hinaus ist ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren sehr weit verbreitet.

Eine besondere Rolle für die Entgiftung spielt Vitamin B12, denn es kann viele Umweltgifte neutralisieren und unschädlich machen. Der Arzt Dr. Switzer schreibt in einem Artikel über B12:

„Der Wissenschaftler Prof. Pall fand heraus, dass Vitamin B12 eine Entgiftungsfunktion für Peroxynitrat und andere Toxine (z.B. quecksilberhaltige Verbindungen) ausführt. Weil unsere Umwelt ziemlich toxisch ist, kommt es zu einer Überstrapazierung unserer B12-Reserven. Wenn die B12-Speicher leer gefegt sind, kann die Entgiftung dann zum Erliegen kommen. Allein die Belastung mit Quecksilber kann sehr ausgeprägt sein. Amalgamplomben, quecksilberverseuchte Fische und quecksilberhaltige Impfstoffe stellen eine große Herausforderung für das Entgiftungsorgan Leber dar. Dadurch bleibt weniger B12 für die wichtigen Aufgaben im Nervensystem übrig. Ein Grund für die gegenwärtige Zunahme von Demenzerkrankungen in allen westlichen Ländern? Laut Prof. Pall kann man das chronische Müdigkeitssyndrom als eine Folge der erhöhten Beanspruchung von Vitamin B12 durch Toxinbelastung, Amalgam, Pestiziden und Stick-Oxiden in Autoabgasen betrachten.“

Dr. Switzer ist durch sein Buch über heilkräftige Wildkräuter-Vitalkost-Rezepte recht bekannt geworden. Er ernährt sich seit vielen Jahren vegetarisch mit viel Gemüse, Wildkräutern, Smoothies, Quinoa und allem was zu einer gesunden Ernährung dazugehört.

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Er schreibt: „Mein Vitamin B12-Blutspiegel ist durch die vegetarische Ernährung drastisch abgesackt. Deswegen musste meine Ernährung überdenken und auch B12 zuführen. Das mache ich durch die Einnahme von Methyl-Cobalamin-Lutschtablette jeden zweiten Tag.“

Dr. Switzer bezeichnet den Methylmadonsäure-Test (MMS) als Gold-Standard, um einen B12-Mangel zu erkennen: „Alle Vegetarier und Veganer, die ich während der letzten Jahre untersucht habe, sind durch den MMS-Test durchgefallen. Es gab da keine Ausnahmen! Deshalb sollten alle Vegetarier und Veganer lieber in ein gutes B12-Präparat wie Methylcobalamin Lutschtabletten investieren, um auf der sicheren Seite zu sein. Selbst Fleischesser sollten auf der Hut sein“, schreibt Dr. Switzer.

Ein weiterer Grund, warum Vegetarier häufig von einem B12-Defizit betroffen sind, ist der häufige Soja-Verzehr. Die Sojabohne hemmt nach neueren Erkenntnissen die Schilddrüse, was direkt einen B12-Mangel nach sich ziehen kann. Rohes Getreide und Soja enthalten sogenannte Phytate, welche Zink binden. Das wiederum verursacht einem Magensäuremangel und in Folge dessen ein B12-Defizit. Soja enthält auch Proteaseinhibitoren, die Verdauungsenzyme hemmen. Dies führt im Darm zu bakterieller Fehlbesiedlung und damit zu Entzündungen im Darm. Dass dies die B12-Aufnahme verhindert, wurde bereits erklärt.

Die Forscher White et. al. konnten den Tofu-Konsum mit einem Alzheimer-Risiko korrelieren. Glücklicherweise gibt es inzwischen in Bioläden Tofu aus fermentiertem Soja. Die Inhibitoren werden durch das Fermentieren abgebaut und die erwähnten Nachteile treffen dann nicht mehr zu.

Fazit:

Ein latenter Vitamin B12-Mangel ist extrem weit verbreitet. Bis es zu schweren körperlichen oder psychischen Symptomen kommt, können viele Jahre vergehen. Ein B12-Defizit wird meist nur mit Blutarmut in Verbindung gebracht. Tatsächlich gibt es jedoch mehr als 50 Symptome, die meist unsere Nerven betreffen. Die erwähnten Labortests lassen einen zusätzlichen Bedarf erkennen. Viel Leid könnte verhindert werden, wenn ein B12-Mangel frühzeitig erkannt wird.

Die Nahrungsergänzung mit B12 (Methylcobalamin) hat das Potential, die Lebensqualität eines Großteils der Bevölkerung zu verbessern – nicht nur der älteren Menschen und Veganer.

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