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Whistleblower Politik

Nebelkerze: Aktuelle Ermittlungsmaßnahmen der SOKO Peggy

13. September 2018

Die BILD war wieder einmal schneller vor Ort, als andere Medien überhaupt Wind davon bekamen, dass im Mordfall Peggy eine „neue Spur“ verfolgt und eine Hausdurchsuchung unter Beteiligung von 17 Einsatzfahrzeugen durchgeführt wurde. Schon beim „Auffinden“ der Knochenteile von Peggys mutmaßlicher Leiche saß ein Reporter mit im Streifenwagen.

Nun folgte eine Presseerklärung zu den aktuellen „Ermittlungsmaßnahmen“:

Im Zusammenhang mit den umfangreichen Ermittlungen der Sonderkommission (SOKO) Peggy bei der Kriminalpolizei Bayreuth und der Staatsanwaltschaft Bayreuth vollzogen am gestrigen Mittwoch die Ermittler an verschiedenen Örtlichkeiten in Lichtenberg und weiteren Objekten im Landkreis Wunsiedel Durchsuchungsbeschlüsse gegen einen 41-jährigen Beschuldigten. Der Mann zählte im Zusammenhang mit dem Ver-#schwinden der damals 9-jährigen Peggy K. für die Ermittler zu einem relevanten Personen-kreis. Er rückte auf Grund der Neubewertung bereits bestehender polizeilicher Erkenntnisse zusammen mit jetzt vorliegenden Untersuchungsergebnissen von am Fundort in Rodacher-runn sichergestellten Spuren wieder in den Fokus.

Nach dem Fund der sterblichen Überreste der im Mai 2001 spurlos verschwundenen Peggy K. Anfang Juli 2016 schlossen sich aufwendige Spurensicherungsmaßnahmen am Fundort bei Rodacherbrunn an. Hierbei sicherten die Spezialisten auch umfangreiches Spurenmaterial, das im weiteren Verlauf mit unterschiedlichen Zielrichtungen untersucht wurde. Die Ergeb-nisse dieser wissenschaftlichen Untersuchungen haben die Ermittler in den vergangenen Monaten bewertet und mit bereits bestehenden Erkenntnissen aus den vorliegenden Ermittlungsakten abgeglichen. Hieraus ergaben sich Verdachtsmomente gegen den Mann. Diese konnten durch weitere Ermittlungsschritte untermauert werden, so dass auf Antrag der Staats-anwaltschaft Bayreuth Durchsuchungsbeschlüsse für mehrere Objekte erlassen wurden. Im Zusammenhang mit den Durchsuchungen wurde der Beschuldigte vernommen und im An-schluss entlassen. Zum Inhalt der Aussage können wegen der andauernden Ermittlungen keine Angaben gemacht werden.

Die Ergebnisse der umfangreichen Maßnahmen werden nun mit Nachdruck ausgewertet. Bis erste Erkenntnisse hierzu vorliegen, können keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

Nein, der Mordfall steht nach Einschätzung vieler Kenner nicht vor der Aufklärung. Bisher ist noch jede „heiße“ Spur im Sande verlaufen.

Nebenbei eine kleine Geschichte. Als die Einsicht in die Ermittlungsakten zum Mordfall Peggy von Ulvi K.s damaligen Anwalt Thomas Saschenbrecker eingeklagt wurde, machte ich gegenüber einem Kollegen einen Witz: „Pass auf, ganz plötzlich finden die Peggy und dann handelt es sich wieder um ein laufendes Verfahren und die Einsicht kann wieder verweigert werden. “ Was sich wenige Tage später ereignete, brauche ich wohl nicht wiederholen.

Hier noch einmal die Pressekonferenz zur Millionenklage im Fall Ulvi K. gegen das Land Bayern.

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