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Politik

Trotz Klatsche für Rotgrün – Schweden bleibt auf Selbstmordkurs

10. September 2018

Die Regierungsbildung wird schwierig – keine Frage. Aber die Sozialisten (28,4) bleiben trotz des schlechtesten Wahlergebnisses seit 1908 stärkste politische Kraft. Doch nicht an zweiter Stelle landeten die Schwedendemokraten, die der ungebremsten Einwanderung ein Ende bereiten wollen. Ihnen bleibt nach den Konservativen (19,8) nur der dritte Platz mit 17,6 Punkten.

Wie die Zukunft aussieht, zeigt das Wahlergebnis in der NoGoArea Rinkeby, jenem Stockholmer Stadtteil, der überwiegend von Migranten bewohnt wird. Dort haben die „Sozialdemokraten“ ein Traumergebnis eingefahren.

Die logische Folge wird sein, dass der Rote Block, wie man in skandinavischen Ländern die Koalitionen linksgrüner Parteien nennt, noch mehr auf Migration und noch schnellere Einbürgerung setzt. Mit den neuen Stimmbürgern gibt es zwar kein Zurück in die glorreichen Zeiten der 102 Prozent Spitzensteuersätze, aber soweit denken Sozialisten gewöhnlich nicht, wenn sie als Zielgruppe ausschließlich Transfergeldempfänger anvisieren, die niemals zur Finanzierung des aufgeblähten Sozialstaats beitragen können.

Damals war es Astrid Lindgren – einst ein Nationaldenkmal, heute sind ihre Werke politisch korrekt gegendert und von vermeintlicher Diskriminierung befreit – die den parasitären Sozialdemokraten die Rote Karte zeigte. Sie erhielt 1976 einen Einkommenssteuerbescheid über 102 %. Jüngere Leser mögen das für eine Satire halten, aber Sozialisten haben weder Humor noch Realitätssinn, wenn es darum geht, an das Geld anderer Leute zu kommen. Die meinten das todernst. Frau Lindgren allerdings, bis zu 80 Prozent Steuersatz selbst noch überzeugte Sozialistin, antwortete mit der bitteren Satire „Pomperipossa in Monismanien.“ Die Schweden nahmen sich die Worte der weisen Dame zu Herzen und wählten die Sozialisten ab. Hätten sie sie nur zum Teufel gejagt, dann wäre ihnen viel Leid erspart geblieben. Ein paar Jahre später war alles vergessen und das Hohelied vom Sozialismus wurde erneut geträllert. Nach langen Jahren ungehinderter Ausplünderung der Leistungsträger sind sie nun wieder geschwächt – mehr noch als damals – und deshalb nicht zu unterschätzen. Verwundete Tiere sind besonders gefährlich. Wenn sie zum letzten Schlag ausholen, dann muss er tödlich sein, sonst ist alles verloren.

Schweden, angeblich ein Musterland der Sozialdemokratie ist übrigens gar kein demokratisches Land. Es gibt keine geheimen Wahlen. Die Stimmzettel liegen offen aus – für jede Partei gibt es einen Zettel. Die Wähler müssen sich dann vor den Augen der Anwesenden, den Vordruck vom Stapel ihrer Partei nehmen, der dann in die Wahlurne kommt. So funktioniert soziale Kontrolle, die in Schweden als „totale Transparenz“ zur Staatsräson erhoben wurde. Jeder Bürger kann beim Finanzamt die Einkünfte eines x-beliebigen Schweden erfragen – nur das Königspaar bleibt tabu. Die meisten Schweden fanden das total klasse, endlich einmal die Nachbarn ausspionieren zu können. Sozialneid überzeugt eben immer. Ähnlich begeistert sind die Nachfahren der Wikinger von der Bargeldabschaffung. Die Misere in Schweden hat eigentlich nichts mit den Problemen zu tun, die nun durch die Masseneinwanderung entstanden sind, sie beruht auf der naiven Staatsgläubigkeit. Eine solche Gesellschaft hat keine Zukunft, ihr steht nurmehr ein Sklavendasein bevor. Und wir werden die nächsten sein.


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