Mystery & Geheimgesellschaften

Grüße aus dem Zauberland: Der Oz-Faktor

18. November 2018

In meinem Buch UFOs, Okkultismus und Mysterien – heute und im Dritten Reich verweise ich darauf, dass die britische UFO-Forscherin und frühere Direktorin der BUFORA (British UFO Research Association), Jenny Randles, in ihrem Buch UFO Reality schreibt, dass UFO-Zeugen während ihrer Beobachtung nicht selten eine „Aura der Stille“ empfänden. So beschreibe ein Augenzeuge seine Sichtung mit den Worten: „Es war seltsam (…) die Straße ist zu dieser Zeit normalerweise so belebt, doch da war nichts. Alles war so still.“ Randles zufolge ist es oft nicht greifbar und die Zeugen fühlen sich unsicher bezüglich dessen, wie sie es nennen sollen. Es scheint sich um einen Bestandteil von vielen fremdartigen Phänomenen zu handeln, wie z. B. Fälle von Zeitverschiebungen, in denen Leute behaupten, eine alte Kampfszene oder etwas Ähnliches wiederzuerleben. Tatsächlich wurde Randles zufolge etwas erörtert, was manchmal als „zeitloser Moment“ empfunden wird – eine Art von Trennung des eigenen Selbst von den Fesseln der Zeit, der oft im UFO-Kontext vorkomme.

Als Beispiel benennt Randles einen Fall, in dem die UFO-Sichtung eine sensitive, emotionale Frau war, die ihr Geld als Künstlerin verdiente. Es war der 21. Juli 1978, ein warmer Sommerabend. Die Zeugin befand sich zuhause in Davyhulme in Manchester, als sie etwas Unglaubliches am Himmel sah. Sie winkte ihren Ehemann heraus, während sie das Haus nach einem Fernglas absuchte. Für beide war der Anblick des Objekts atemberaubend, doch interessanterweise sah die Augenzeugin mehr Details und das Objekt deutlicher als ihr Mann. Da war eine dunkle zentrale Kuppel, die während der Dämmerung am Himmel schwebte. Um das Objekt herum befand sich eine Aura und etwa 30 oder 40 „schönen“ Strahlen, und aus jedem Winkel schossen wie Speichen aus einem Rad. Sie erstreckten sich über ungefähr im zwölffachen Durchmesser der Zentralscheibe. Nach ungefähr anderhalb Minuten fielen die „Strahlen“ der Reihe nach in sich zusammen und das Objekt selbst erlosch. Es erschien als massiv, verglichen mit der Größe einer gegenüberliegenden Dachspitze.

Die beiden Zeugen hatten keine Vorstellung von dem, was sie da gesehen hatten und schrieben den Astronomen Patrick Moore an. Der versicherte ihnen, dass sie wohl einen hellen Meteor gesehen hätten, und sie waren zufrieden und nahmen die Erklärung dankbar an. Was Moore aber nicht erklären konnte, war, wie ein solch einprägsamer Anblick in einer belebten Straße nur von zwei Zeugen gesehen wurde. Und das in einer Millionenstadt an einem klaren und angenehmen Sommerabend. Beide Zeugen waren erstaunt, dass es in einer sonst so belebten Straße so vollkommen ruhig war.

Die Empfindung, allein oder aus der realen Welt in ein Umwelt-Bezugssystem gebracht worden zu sein, ist Randles zufolge sehr wichtig für das Verständnis des UFO-Phänomens. Es erwecke in dem Zeugen den Eindruck, in eine andere, aber ähnliche Realität gebracht worden zu sein – eine Welt, in der Wunder geschehen könnten. Randles nennt dies den „Oz-Faktor“, nach dem märchenhaften Land Oz im US-amerikanischen Kinderbuch von Lyman Frank Baum.

Randles geht weiter auf das Erlebnis einer 19jährigen Frau, Mariá Pretzel, ein, die eine furchterregende Konfrontation mit dem Oz-Faktor hatte. Es geschah am 14. Juni 1968, während sie um ein Uhr morgens auf ein kleines Hotel blickte, das ihrem abwesenden Vater gehörte. Dieses Hotel lag an einer ruhigen Straße außerhalb der argentinischen Ferienstadt Villa Carlos Paz. Der örtliche Ermittler Dr. Oskar Garlindes erstellte einen Bericht für die FSR (Flying Saucer Review). In diesem Bericht geht es um die Begegnung von Mariá mit einer sehr großen menschenartigen Gestalt, die offensichtlich aus Fleisch und Blut bestand und einen hellblauen Overall trug. In einer Hand hielt sie eine fremdartige Kugel, die einen beständigen Lichtstrahl aussandte. Licht strömte auch aus den Extremitäten des seltsamen Mannes. Während sie ungefähr vier Minuten lang in dem Hotel-Foyer stand, hörte Mariá eine Stimme in ihrem Kopf, die beständig die Worte Fürchte Dich nicht! „sagte“, das wir aus der Bibel von Gott und den Engeln kennen.

Mariá fühlte, dass ihr Körper und ihr Kopf wie in einem Zerrspiegel deformiert waren und fand sich selbst ein paar Meter entfernt wieder, ohne dass sie sich irgendwie bewegt hätte. Ihr Körper prickelte. Dann hatte sie die furchterregende Empfindung, in Ultra-Zeitlupe rück- und seitwärts zu fallen, wobei sie den Boden nicht berührte und dann selbst, wie ein Stehaufmännchen, richtig herum stand. Von zwei anderen Zeugen wurde zur gleichen Zeit ein UFO außerhalb der Straße gesehen. „Hier verzerrt der Oz-Faktor wirklich unsere Realität bis zu einem Ausmaß, das uns staunend an die Kräfte des Zauberers denken lässt. Wer (oder was) immer er ist“, schreibt Randles.

In Ihrem Buch Alien Contact bringt Randles auch das UFO-Entführungsphänomen mit dem Oz-Faktor in Verbindung. In Australien untersuchte der Sozialarbeiter und UFO-Untersucher Keith Basterfield seine ersten UFO-Kontakte und stellte das vor, was er „Image Hypothesis“ nennt. Diese legen nahe, dass die Ereignisse ähnlich „falschem Erwachen“ seien, einer Art lebhaftem Traum, in dem die Person glaubt, wach zu sein. Basterfield beherzigte das, was die praktizierende Psychologin Elisabeth Slater gesagt hatte, nämlich, dass die Entführten ein reichhaltiges inneres fantastisches Leben haben, doch irgendeine darunterliegende Realität erwies sich als schwer abzuweisen.

Im frühen Dezember 1982 war Randles zufolge ein neuer Fall bekannt geworden, der eine perfekte Reflexion von Elisabeth Slaters Feststellung darstellt, der beinahe unmöglich mit Basterfields Konzept eines Wachtraums in Einklang zu bringen war.

Nun zum Fall selbst: Die 21 Jahre alte Ros Reynolds fuhr mit ihrem Freund nach Corby, um Freunde zu besuchen, als sie in der Nähe von Haverhill in Suffolk plötzlich ein fremdartiges Objekt über den Stromleitungen sahen. Es ähnelte einem steil ansteigenden, in Aspik gelierten Fisch mit Ranken aus Energie, die herunterhingen. Erschrocken fuhren sie weiter, um dem Albtraum zu entkommen. Doch das sollte erst der Anfang sein… Einen Moment später umhüllten blaue Lichter das UFO und eine unheimliche Stille setzte ein. Hier haben wir wieder ein Beispiel für den Oz-Faktor. Als Nächstes fielen der Motor und die Lichter des Wagens aus. Die blauen Lichter waren immer noch in der Nähe, und Reynolds versuchte verzweifelt, das Auto wieder anzulassen. Irgendwann gingen die Scheinwerfer wieder an und die beiden fuhren weiter nach Corby, um verblüfft festzustellen, dass ihre Freunde schon zu Bett gegangen waren, denn es war nicht 21 Uhr wie vermutet, sondern bereits 1 Uhr – ganze vier Stunden fehlten!

Reynolds schloss sich nun wochenlang in ihrem Zimmer ein, fühlte sich irgendwie beschmutzt und litt unter grausamen Albträumen von einem Furcht einflößenden grauen Gesicht mit großen Augen. Ros suchte Hilfe und ließ sich einer Hypnose-Regression unterziehen, was aber Randles zufolge ein großer Fehler war, denn obwohl die Barrieren fielen und die Erinnerungen in ihren Verstand drängten, lösten diese einen Schock aus. Sie sah sich selbst medizinisch untersucht von kleinen Wesen mit großen Köpfen unter der Aufsicht eines größeren, menschenähnlicheren Wesens. Eine gynäkologische Untersuchung wurde durchgeführt und Proben von Körperflüssigkeiten wurden entnommen. Sie fühlte sich von diesen Wesen, über die sie keine Kontrolle hatte, missbraucht. Ros hatte auch Erinnerungen an ein fantastisches Antriebssystem des „UFOs“. Die künstlerisch begabte Ros fertigte verstärkt Zeichnungen von den Wesen an, als einen Weg, das Trauma, das sie erlebt hat, zu lindern.

Randles schreibt, dass es ein paar Jahre dauerte, bis Ros wieder ein normales Leben führen konnte. Während dieser Zeit erlebte sie einige paranormale Phänomene, obwohl sie sich nicht als Medium betrachten würde. Sie steckte eine Menge Energie in eine soziale Fürsorge für Hunde und kam mit einen Mann zusammen, der verstand, was sie durchgemacht hatte, doch das Paar konnte keine Kinder bekommen. Als Grund dafür sahen die Ärzte das Trauma, das sie damals durchgemacht hatte.

Auch Jerome Clark beschreibt in The UFO Book den Oz-Faktor. So berichtet er über einen Fall mit physikalischen Effekten, also eine „Nahe Begegnung der zweiten Art“. Dieser ereignete sich in der Nähe von Proberta, Kalifornien, um etwa 5.45 Uhr morgens im Dezember 1959. Ein Mann namens Larry Jensen fuhr in seinem Wagen zur Arbeit auf dem US-Highway 99, als sein Radio anfing, knisternde Geräusche von sich zu geben, während gleichzeitig die Lichter dunkler wurden. Jensen hielt am Straßenrand an und sah nach den Scheinwerfern. In seinem Augenwinkel sah er ein großes, helles, blaugrünes und sichelförmiges Licht, das knappe zehn Meter über der Straße etwa 40 Meter hinter ihm schwebte. Es schien einen Durchmesser von etwa 25 Kilometern zu haben und fünf Meter dick zu sein. Plötzlich und unerklärlicherweise merkte er, dass seine Kleidung durchnässt war. Er fühlte sich so, als ob er zu dem Objekt am Himmel hochgezogen wurde wie von einem Magneten.

Jetzt stürzte er zur Autotür, in der Hoffnung, das Gewehr greifen zu können, das immer dort lag. Doch er stieß mit der Seite des Rückspiegels zusammen und taumelte rückwärts. In einem zweiten Versuch schaffte er es, ins Innere des Autos zu gelangen. Als er in den Rückspiegel blickte, konnte er das Objekt nicht sehen. Als er jedoch aus dem rechten Seitenfenster sah, konnte er es in ein paar Kilometern Entfernung erkennen, wo es in einem flachen Winkel nach Nordosten aufstieg. Ein paar Augenblicke später war es verschwunden.

Jensens Autolicht ging nun wieder richtig. Er setzte seine Fahrt fort, bis er nach 180 Metern einen Geruch von brennendem Gummi wahrnahm. Als er die Motorhaube öffnete, stellte er fest, dass seine Batterie-Kappen durchgebrannt waren. Die Batterie selbst war „aus der Form vorgewölbt“, die Lichtmaschine arbeitete nicht und die Armatur war mit den Drähten in diesem Bereich verschmolzen.

Clark zitiert aus einem Untersuchungsbericht: „Etwas anderes, was an seiner Erinnerung auffiel, war, dass er von kurz vor dem Vorfall nördlich von Proberta bis ungefähr 40 Kilometer vor Proberta keinem einzigen Auto begegnete. Er glaubt, dass dieses das einzige Mal in seinem Leben war, dass dies geschah. U.S. 99 W ist der Haupt-Highway von San Francisco nach Portland und Seattle. Er führt starken Verkehr.“ (Clark 1998, S. 427)

Dieser Fall erinnert mich an einen anderen, den ich selbst untersuchte:

Es war der 8. Februar des Jahres 2014, als die 50-jährige Claudia Weidt-Goldmann und ihr Mann um ungefähr 20:05 bis 20:15 Uhr auf der Autobahn A6 Richtung Frankfurt nach Grünstadt fuhren. Dabei sahen sie, wie sie schreiben, 3-4 Minuten lang einen bumerangförmigen, vorne eckigen Flugkörper über sich fliegen, der sich nicht bewegte, sondern still auf der Höhe blieb und dann über sie hinweg verschwand. „Wie ein landendes Flugzeug gleich hinter uns in Höhe und Dimension, aber keilförmig eckig und viele helle Flutlichter, die uns aber nicht blendeten. Vorne die beiden Lampen im Bug eckig“, so die Zeugin.

Frau Weidt-Goldmann beschrieb das Objekt als keilförmig, von unten wie ein eckiges Flugobjekt bzw. ein eckiger Bumerang, ähnlich einem deutschen Tarnkappenflieger, der aber keine runden Ecken, sondern eher Kanten hatte. Hinten hatte es genauso eine Lichterreihe wie vorne. Am Bug befand sich der größte Strahl, der aber nicht blendete, eventuell seien es sogar zwei Strahlen hintereinander gewesen. Die Zeugin erwähnt, dass ihr Mann zusätzlich einen roten Strahl gesehen habe, den sie selbst nicht wahrgenommen hatte. Eine Freundin von ihr aber habe vor Jahren etwas Ähnliches gesehen, das auch keilförmig und schwarz gewesen sei. Deren Beobachtung erfolgte am Tage, während Claudia Weidt-Goldmann die Begegnung bei Dunkelheit hatte.

Die Zeugin beschreibt das Objekt als ein riesengroßes längliches Brett, das ständig vorne blieb und bezeichnete es als „riesengroßes Flugzeug“. Es schien hinter dem Auto landen zu wollen, doch das Objekt war plötzlich nicht mehr zu sehen. Der erste Gedanke der beiden war, dass es sich hinsichtlich der Nähe zu Ramstein und Ludwigshafen um etwas Militärisches gehandelt haben könnte. Die Zeugin glaubt, während dieser Sichtung in eine Art Trance gefallen zu sein und Botschaften erhalten zu haben, die die Form von bunten Glasfenstern in den Farben Blau, Rot und Grün hatten und auch „aus Klängen bestanden“ hätten.

Ein Skeptiker brachte eine interessantere Erklärungsmöglichkeit vor, nach der das beobachtete Objekt eine USAF Hercules-C-17 Globemaster gewesen sei und brachte ein Vergleichsbild zwischen der Zeugenskizze und dem einer Herkules-Globemaster bei Nacht.

Quelle: Screenshot https://www.youtube.com/watch?v=zNqvRSsYlDY

Da sind tatsächlich Ähnlichkeiten zu erkennen, und auch Frau Weidt-Goldmann sah, ohne zu wissen, dass auf dem Foto die USAF Hercules-C-17 Globemaster zu sehen war, eine gewisse Ähnlichkeit. Handelte es sich also um ein solches Militärflugzeug, das von der Zeugin missgedeutet wurde? Dagegen spricht Folgendes: Der sogenannte „Mitfahreffekt“, der oft zu Fehlinterpretationen führt und so hilft, UFO-Sichtungen aufzuklären, spricht in diesem Fall kurioserweise dafür, dass das Objekt kein herkömmliches Flugzeug gewesen sein kann.

Ich konsultierte den langjährigen UFO-Fall-Untersucher Christian Czech, der gleichzeitig 2. Vorsitzender der DEGUFO und Schriftführer in der GEP ist, und der stellte fest:

„Wenn wir annehmen, dass der Wagen mit 130 km/h fuhr, dann hätte das Objekt auf einer Strecke von 8,66 km an der gleichen Position verharrt. Das Auto fuhr in östliche Richtung, das Objekt kam aus östlicher Richtung. Dies würde bedeuten, dass das Objekt nach seinem Anflug rückwärts geflogen ist, da ansonsten das Objekt ja über das Auto geflogen und nach hinten verschwunden wäre. Erst nach den vier Minuten setzte sich das Objekt wieder in Bewegung und verschwand über das Auto nach hinten. Die Zeugin drehte sich noch um, um das Objekt weiter zu beobachten, aber es tauchte nicht wieder auf.“

Das kann natürlich die angesprochene Hercules-Maschine sowie alle anderen herkömmlichen Flugzeuge nicht leisten. Wenn es ein Flugzeug war, dann möglicherweise ein noch geheimes Testobjekt.

Wir legen besonders Augenmerk auf die Aussage der Zeugin: „Ohne Gegenverkehr oder überhaupt wenig Verkehr vor und nach uns. Wir hatten das Gefühl, wir waren allein.“ Die A6 ist erfahrungsgemäß gut befahren, was auch beim Abfahren der Strecke der Fall war. Die Beschreibung der Zeugin ähnelt aber sehr dem vorher geschilderten Fall, sodass auch hier der Oz-Faktor im Spiel gewesen zu sein schien.

Hier möchte ich auch an Marius Kettmann erinnern, der am 27. Februar ein halbrundes UFO über der nahe gelegenen Lutherstadt Wittenburg sah, worauf ich in meinem Buch John A. Keel und der Stein der Weisen ausführlich eingegangen bin. Ich zitiere mich selbst:

„An diesem Abend ist es besonders ruhig, und die am Tag gut befahrende Straße wirkt wie ausgestorben. Kein Fahrzeug ist zu sehen.“ (Horn: John A. Keel und der Stein der Weisen, Wasungen 2013, S. 197)

Im gleichen Buch behandle ich auch eine UFO-Sichtung, die sich im Oktober 1989 zugetragen hatte. Hier heißt es unter Bezugnahme auf die Zeugen:

„Die Beiden sahen vier helle weiße Lichter, oval, rautenförmig angeordnet, und der Durchmesser betrug geschätzte drei Meter pro Licht. Es schwebte in absolutem Stillstand in einer Höhe von etwa zehn Metern über einem Acker und war absolut geräuschlos. Überhaupt: Die ganze Umgebung war ‚mucksmäuschenstill‘, dass es schon gespenstisch war. Jeden Morgen fahren gewöhnlich ‚sämtliche Leute‘ zur Arbeit, doch an diesem Morgen kam kein einziges Auto, kein Pieps, kein Vogelgezwitscher war zu hören. ‚Es war einfach gespenstisch still, als wäre die Zeit stehen geblieben. Auch auf der nahen Autobahn, die ungefähr 200 Meter entfernt ist, war es still. Kein einziges Auto fuhr!‘ (In der Nähe befindet sich die Autobahn Frankfurt/Würzburg A3.“ (Zit. nach Horn 2013, S. 193)

Wir sehen also: Auch bei Sichtungen in Deutschland spielt der Oz-Faktor eine Rolle, auch wenn er oft nicht als dieser erkannt wird.

Clark sieht auch einen Zusammenhang zwischen den Men in Black und dem Oz-Faktor und verweist in diesem Zusammenhang auf Peter M. Rojcewicz, der am späten Nachmittag eines Novembertages 1980 in der Bibliothek der University of Pennsylvania saß, um für eine Dissertation über die UFO-Folklore zu schreiben. Er saß allein in einem Seitenflügel mit einem großen Fenster nach Süden. Sein Tisch stand nahe an diesem Fenster, und ohne einen Laut, der darauf hinwies, dass hinter ihm jemand sich nähern könnte, bemerkte er in seinem rechten Augenwinkel etwas, von dem er annahm, dass es das schwarze Hosenbein eines Mannes war. Dieser Mann trug eher getragene Lederschuhe. Der Fremde ging um den Tisch und schaute mit seinem Rücken zu Rojcewicz gewandt kurz aus dem Fenster, um sich dann wieder hinzusetzen. Er hatte einen dunklen Teint, war groß und schmal und hatte tiefliegende Augen. Er trug einen zerzausten schwarzen Anzug und schien einen leichten europäischen Akzent zu haben. Der Mann fragte Rojcewicz, was er tat, und daraus ergab sich eine kurze Unterhaltung über UFOs. Als der Fremde Rojcewicz fragte, ob dieser je ein UFO gesehen hätte, antwortete dieser, dass er im Moment mehr an Storys über fliegende Untertassen interessiert sei als an der Frage, ob UFOs in Form von materiellen Raumschiffen existierten.

Der Mann schrie laut: „Fliegende Untertassen sind die wichtigste Tatsache des Jahrhunderts und Du bist nicht daran interessiert?“ Rojcewicz dachte, er habe es mit einem Geistesgestörten zu tun und versuchte, ihn zu beruhigen, und tatsächlich wurde der Mann ruhiger. Dann stand er in einer Weise auf, als ob er mechanisch hochgezogen wurde. Er legte Rojcewicz seine Hand auf die Schulter und sagte sinngemäß: „Viel Erfolg bei Deinem Vorhaben.“ Rojcewicz sah ihn nicht gehen, doch ein paar Minuten später wurde ihm plötzlich bange aufgrund der seltsamen Begegnung mit ihm. Er sprang auf und konnte jedoch niemanden mehr in der Bibliothek sehen. Beinahe in Panik setzte er sich wieder hin und stand wieder auf. Schließlich ging er zum Aufsichts-Tisch, doch da saß niemand. Niemand war in der ganzen großen Bibliothek. So etwas hatte er noch nie erlebt. So setzte er sich wieder hin und versuchte, sich zu beruhigen. Etwa eine Stunde später stand er wieder auf, um die Bibliothek zu verlassen und sah, dass zwei Bibliothekare hinter ihren Schreibtischen saßen.

Clark sagt: „Rojcewicz beschreibt hier einen seltsamen Eindruck, den einige UFO-Zeugen beschrieben haben, doch dessen Signifikanz unbeachtet blieb, bis die britische Ufologin Jenny Randles Notiz von dem nahm, was sie den ‚Oz-Faktor‘ nannte: ‚Die Empfindung, allein zu sein oder von der realen Welt in [ein anderes] Umgebungs-Bezugssystem transportiert worden zu sein (…) wo die Realität jedoch geringfügig unterschiedlich ist.‘ Der Oz-Faktor spielt auch bei anderen MIB-Berichten eine Rolle.“ (Clark 1998: The UFO-Book, Detroit 1998 S. 382) …

 

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