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Gesundheit, Natur & Spiritualität

Organspende: Fragwürdige Grenze Hirntod vom medizinischen Fortschritt eingeholt

1. November 2018

Gesundheitsminister Spahn will mit seinem Vorstoß zu mehr Organspenden mehr Leben retten. Die Begründung ist reiner Populismus: „Alle 8 Stunden stirbt ein Mensch auf der Warteliste, weil kein passendes Spender-Organ gefunden wird. Das muss sich ändern!“ Der Patienten sterben weil sie todkrank sind – das ist die Wahrheit, alles andere verdreht die Fakten. Das Kabinett stimmte seinem Antrag zu. Jetzt sollen im ersten Schritt Krankenhäuser, die Organe entnehmen, mehr Geld bekommen. Spahn will auch die Widerspruchslösung einführen. Müssen sterbende Patienten nun fürchten, dass die Kliniken nun besonders scharf auf ihre Organe sind und Angehörige dazu gedrängt werden, dass lebenserhaltende Maschinen abgestellt werden?

Noch gilt der sogenannte Hirntod, der von einander unabhängigen Experten bescheinigt werden muss, als Bedingung zur Organentnahme. Kritiker bemängeln, dass diese Schwelle ethisch nicht vertretbar sei. Wurden bisher nur Argumente aus dem religiösen Kontext angebracht, konnten diese wissenschaftlich entkräftet werden. Nun aber liefert die Medizin selbst stichhaltige Argumente dafür, dass vermeintlich nicht mehr messbare Hirnaktivitäten nicht mehr die Grenze zwischen Tod und Leben markieren.

US-Forscher haben Gehirne toter Schweine „wiederbelebt“, schreibt die Ärzte-Zeitung vorsichtshalber nur mit Gänsefüßchen.

Heise traut sich etwas mehr: „Dem Team von Nenad Sestan gelang es, die Zirkulation im Gehirn von enthaupteten Schweinen vier Stunden nach dem Tod wiederherzustellen. Die Forscher der Yale University konnten die reanimierten Organe bis zu 36 Stunden lang am Leben halten.“

[…]

„Der Forscher sieht keine Anzeichen dafür, dass das körperlose Schweinehirn wieder zu Bewusstsein kam.“

Zuerst aber hatte Sestan gar keine Ergebnisse seiner Studie veröffentlichen und zu der Frage, ob die Schweinehirne wieder Bewusstsein erlangt hätten, keine Auskunft geben wollen. (TR)

Sollte nur eine ethische Debatte verhindert werden? Es gab Anfragen, ob Kopftransplantationen möglich seien, was Sestan später ebenfalls verneinte, allerdings bestätigte er, dass das Experiment auch mit Primatengehirnen seiner Einschätzung nach funktionieren würde.

„Nun könnte die Medizin an den Punkt kommen, an dem der technische Fortschritt eine erneute Revision des Todesbegriffs erforderlich macht“, schreibt der Spiegel unter Berufung auf die Fachzeitschrift Nature.

Für „Gesundheitsminister Spahn“ und die Organlobby ist das kein Thema. Sie wollen „Leben“ retten … koste es, was es wolle!


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