Whistleblower Politik

Mordfall #Peggy: Nichts als heiße Luft

14. Dezember 2018

von Dirk Lauer und Wolfgang van de Rydt

Der damalige bayrische Innenminister Beckstein hatte kürzlich noch die Ermittlungen als „sorgfältig“ bezeichnet – ein mehr als schlechter Witz. Der neue, alte Tatverdächtige Manuel S. hat sein Teilgeständnis widerrufen. Er hatte unter Druck gestanden, die Leiche von Peggy weggeschafft zu haben und wird jetzt auch des Mordes beschuldigt.

Fakt ist, zum Zeitpunkt des Tatvorwurfs an Manuel S. und zwar mittags (13:00 bis 15:00 Uhr) soll sich die Tat ereignet haben. Dann kann er es nicht gewesen sein, da Peggy abends noch in Lichtenberg von mehreren Zeugen gesehen wurde. Die Aussagen von insgesamt sieben Personen wurden schon im Prozess gegen den zu Unrecht verurteilten Ulvi K. seitens des Gerichts nicht berücksichtigt. Die Aussage der Mutter von Manuel S., die Ulvi zum behaupteten Zeitpunkt des Mordes in der Nähe des Tatorts gesehen haben wollte, war einer der maßgeblichen Punkte, die zu dem Unrechtsurteil führten.

Was haben die Ermittler gegen Manuel S. in der Hand? Kann er auch ohne Geständnis verurteilt werden? Nach unserem Kenntnisstand ist die Beweislage sehr dünn. Wenn Manuel S. als Täter oder Mittäter infrage kommt – dafür sprechen eine Reihe von Anhaltspunkten – dann kann sich die Tat nicht so abgespielt haben, wie noch immer von der Staatsanwaltschaft behauptet. Von sorgfältigen Ermittlungen kann nicht die Rede sein – auch nicht von Pannen, denn es sind einfach zu viele. Es muss Absicht dahinter stecken.


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