Familie von Asia Bibi bei Papst Franziskus HazteOir.org [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
Islamismus & Terror

Bundesregierung verharmlost Christenverfolgung in Pakistan

26. Januar 2019

Pakistan belegt den fünften Platz im Weltverfolgungsindex. Seit das Todesurteil wegen „Blasphemie“ gegen die Christin Asia Bibi aufgehoben wurde, bedrohen islamische Terrormilizen und wütende Mobs das Land. Die gesamte Familie, wie auch die Richter, die das Urteil aufgehoben haben, müssen um ihr Leben fürchten. Nachdem Großbritannien Asyl für die verfolgte Christin ablehnt hatte, machte auch der Vatikan einen Rückzieher.

Die Bundesregierung beurteilt dagegen die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit Pakistan als „positiv.“ In einer Antwort (19/7020) auf eine Kleine Anfrage (19/6706) der AfD-Fraktion führt sie weiter aus, dass die Bedrohung von militanten Organisationen gegen Schiiten, Ahmadis, Sufis und Christen sowie gegen gemäßigte Sunniten ausgehe. Projekte, die sich speziell auf die Stärkung der Religionsfreiheit bezögen, führe die Bundesregierung derzeit nicht durch.

Weiter heißt es:

Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse dazu vor, inwieweit sich die Defizite hinsichtlich der Religionsfreiheit in Pakistan auf Fluchtbewegungen auswirken. Insbesondere findet eine statistische Erfassung der Gründe, die ggf. zur Erteilung eines asylrechtlichen Schutzstatus führen, nicht statt. Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse zu individuellen Fluchtgründen aus Pakistan in andere Länder vor.

Hinsichtlich der ausführlichen Erwähnung des Falles Asia Bibi in der Antwort ist der Bundesregierung offenbar der Widerspruch nicht aufgefallen. Die Christin wurde sogar nach Deutschland eingeladen.


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