Wirtschaft

Die Klima-Studie, über welche die Medien 2018 am meisten berich­teten, war in Wirklich­keit ein Ruf nach globalem Sozia­lismus

18. Januar 2019

Die populärste Klimastudie des Jahres 2018 forderte „kollektive menschliche Maßnahmen“, um zu verhindern, dass die globale Erwärmung die Erde in ein „Hothouse“ verwandelt. Die sogenannte „Hothouse Earth“-Studie, im August veröffentlicht in den Proceedings of the National Academy of Sciences, löste eine Flut alarmierender Medienberichte aus, dass der Planet sich „gefährlich nahe“ einer „unaufhaltsamen“ Erwärmung befand.

(Von Michael Bastasch)

„Über diese Studie wurde am fünft-häufigsten Mal im Vergleich zu sämtlichen, in Journalen veröffentlichten Studien berichtet, und am häufigsten im Vergleich zu allen Studien bzgl. globaler Erwärmung. Dies steht auf der Website Carbon Brief. „Sie war Gegenstand von 460 Nachrichten-Beiträgen in 326 Portalen, einschließlich Guardian, BBC News, Sky News, New Scientist, Al Jazeera und des Sydney Morning Herald. Links zu der Studie fanden sich außerdem in 5.392 Tweets und 34 Facebook-Einträgen“, berichtete Carbon Brief am Dienstag.

Carbon Brief erstellte eine Liste von Klimastudien aus Daten von Altmetric, einer Gruppe, welche Studien im Auge hat, die in „Nachrichten-Beiträgen und Blogs erwähnt werden und die in sozialen Medien wie Twitter, Facebook, LinkedIn und Reddit eine Rolle spielen“.

[Siehe auch hier]

Die Studie, durchgeführt unter Mitarbeit einer Gruppe prominenter Wissenschaftler, forderte eine „grundlegende Transformation auf der Basis einer fundamentalen Neuorientierung menschlicher Werte, Fairness, Verhalten, Institutionen, Ökonomien und Technologien“.

Die Wissenschaftler warnten vor einer Erwärmung um 2°C über das vorindustrielle Niveau, weil dieser Wert der Tipping Point zu einem unbewohnbaren „Hothouse Earth“ sei. „Fundamentale gesellschaftliche Änderungen“, um eine „stabilisierte Erde“ zu schaffen, sind erforderlich, wie aus der die Studie begleitenden Presseerklärung hervorgeht.

Viele Konservative machten den Autoren der Studie den Vorwurf, „sozialistische Forderungen“ für eine „globale Regierung“ voranzutreiben (hier).

„Anstatt sich auf die Wissenschaft und die Identifizierung von Tipping Points und Trajektorien zu konzentrieren, schweift man im Abstract ab und fordert eine globale Regierung“, twitterte Michael Liebreich als Reaktion auf die „Hothouse“-Studie. Liebreich war der Mitbegründer von New Energy Finance bei Bloomberg. „Die Verquickung von Wissenschaft mit sozialistischen Forderungen bedeutet normalerweise, dass Wissenschaft Quatsch ist, und als Konservativer kann und will ich mir nicht die Mühe machen, sie zu lesen“, sagte Liebreich, der kein Skeptiker einer vom Menschen verursachten Erwärmung ist.

Die in UK ansässige Denkfabrik GWPF, mitbegründet vom ehemaligen Parlamentsabgeordneten der Konservativen, Nigel Lawson, verurteilte die Studie als „sozialistische Agenda des Klima-Alarmismus’“.

Andere Klima- und Energieexperten waren ebenfalls skeptisch hinsichtlich der „Hothouse“-Studie (hier). Der Klimawissenschaftler Bob Kopp sagte, es stecke „keine neue Wissenschaft darin zu argumentieren, dass der Übergang in ein Hothouse rasch erfolgt“. Wenn ein „Hothouse Earth“ wirklich kommen sollte, „werden wir nicht wissen, wie es dazu kam und die Transition wird Jahrhunderte dauern“.

Carbon Brief zufolge war eine Studie mit der Behauptung, dass die globale Erwärmung zu einer Verknappung von Bier führen könnte (hier), die am vierthäufigsten erwähnte Klimastudie. Die im Oktober veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass die globale Hopfenernte im Mittel um bis zu 17% sinken könnte unter einem „Business-as-Usual“-Szenario. Allerdings basiert dies auf Projektionen der globalen Erwärmung, welche von Experten auf dem Gebiet als „außerordentlich unwahrscheinlich“ eingestuft werden.


Quelle: EIKE

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/01/09/the-climate-paper-most-widely-covered-by-the-media-in-2018-was-actually-a-call-for-global-socialism/


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