Politik

Kein Kantholz: Polizei veröffentlicht Video vom Anschlag auf Magnitz und lobt Belohnung aus

12. Januar 2019

Der brutale Überfall auf den AfD-Politiker Frank Magnitz wird immer abstruser. Anfänglich hieß es, Magnitz sei mit einem Kantholz niedergeschlagen worden, dann habe ihn ein Handwerker vor drei Vermummten gerettet und die Polizei alarmiert. Schon kurz nach der Sichtung des aufgezeichneten Materials aus einer Überwachungskamera widersprach die Polizei der Darstellung. Gestern wurde das Material veröffentlicht und eine Belohnung ausgelobt.

Nachfolgend erst die Pressemitteilung der Bremer Polizei:

In dem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil des Bremer Bundestagabgeordneten der AfD, Frank Magnitz, geführten Ermittlungsverfahren haben Staatsanwaltschaft und Polizei ein Video für eine Öffentlichkeitsfahndung veröffentlicht.

Das Video zeigt (zum Teil in Zeitlupe) die relevanten Sequenzen des Ablaufs in ihrer Rohfassung, aufgenommen von zwei verschiedenen Kameras in der Sankt-Pauli-Passage beim Theater am Goetheplatz.

Polizei und Staatsanwaltschaft fragen: „Wer kann Hinweise auf die Täter geben?“ Der Kriminaldauerdienst ist unter 0421 362 3888 erreichbar.

Für Hinweise die zur Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung der Täter führen, lobt die Staatsanwaltschaft Bremen eine Belohnung von 3.000 Euro aus.

Die Polizei Bremen bietet weiterhin die Möglichkeit, Bilder und Videos über das Hinweisportal hochzuladen. Unter folgendem Link gelangt man auf das entsprechende Portal: https://hb.hinweisportal.de/

Die AfD büßt an Glaubwürdigkeit ein

Zuerst glaubte man, Magnitz sei schwerstverletzt, verließ aber nach kurzer Zeit das Krankenhaus auf eigene Verantwortung. Zuvor hatte er fleißig Interviews gegenüber mehreren Medien gegeben. Wie unglücklich er auf manche Fragen geantwortet haben mag und was dann daraus gemacht worden ist, sei dahin gestellt. Der brutale Überfall ist schlimm genug und mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit politisch motiviert.

Es hätte dem Bundesvorstand, aber auch Magnitz, besser zu Gesicht gestanden, sich mit einigen Äußerungen zurückzuhalten. Selbiges gilt für den Austritt von Poggenburg und dessen Ankündigung, eine neue Partei als Alternative zur AfD gründen zu wollen und die Querelen um weitere von Parteiausschlussverfahren bedrohten Mitglieder. Den Umgang mit der Presse hat die Parteispitze bis heute nicht gelernt.

 


Ad
Ad
Ad

Jetzt eintragen und News kostenlos per E-Mail erhalten:

Ad
Ad
Ad
Ad
Ad
Ad
Ad