Frauke Petry bei einem Wahlkampfauftritt
Politik

Plötzlich links? Ein U-Boot nimmt Kurs auf die Wagenknecht

5. Januar 2019

Sie hat es schon einmal getan. Erst vertrieb sie Parteigründer Lucke und Henkel aus der AfD, übernahm den Laden gemeinsam mit ihrem erst heimlichen Lebensgefährten und späteren Ehemann Marcus Pretzell, um dann nach der Bundestagswahl das Handtuch zu schmeißen, nicht ohne einen Haufen schmutziger Wäsche zu waschen. Nun kündigt Petry Interesse an der „Wagenknecht-Bewegung“ an. Aber ob man dort Gefallen an den blauen Schlümpfen findet, ist fraglich.

Die NOZ schreibt: Ex-AfD-Chefin Frauke Petry hat Interesse an einer Zusammenarbeit mit Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht angedeutet. „Ich habe Sympathie für viele ihrer Positionen, vor allem in der Migrationspolitik“, sagte Petry der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Allerdings gebe es noch keinen direkten Kontakt, Wagenknecht habe „davor offenkundig Angst“, sagte Petry der „NOZ“.

Die „Aufstehen“-Bewegung Wagenknechts betrachtet Petry mit Interesse, deren Gründung „macht aus ihrer Sicht Sinn“, sagte Petry mit Blick auf den Widerstand innerhalb der Linkspartei gegen Wagenknechts Haltung in der Migrationspolitik. Wagenknecht habe allerdings „den entscheidenden Schritt eines Austritts und einer Parteineugründung noch nicht gemacht“.

Frauke Petry war kurz nach dem Einzug der AfD in den Bundestag im September 2017 aus der rechtspopulistischen Partei ausgetreten und sitzt seitdem als Fraktionslose im Parlament. Mit ihrer neugegründeten blauen Partei will sie bei der Europawahl im Frühjahr sowie bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen im Herbst antreten.

In den kommenden Wochen wird das Urteil des Landgerichtes Dresden im Meineid-Prozess gegen Petry erwartet. „Das wird richtig unangenehm für den Sächsischen Landtag. Gutachten haben bereits offenbart, wie katastrophal der Ausschuss gearbeitet hat“, sagte Petry der „NOZ“. „Ich blicke dem Prozess höchst gelassen entgegen.“

Wenn auch eine Querfrontopposition einen gewissen Reiz hat, mit professionellen U-Booten, wie Frauke Petry und ihren Getreuen und auf der anderen Seite Wagenknecht als ehemaliges Mitglied der „stalinistischen Plattform“ ist eine Politikwende zum Besseren wohl kaum zu erwarten.

 

 


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