Dr. Markus Krall - Foto: O24
Wirtschaft

Die kommende Krise: Nicht nur Gold ist echtes Geld

24. Mai 2019

In der letzten Woche habe ich eine Veranstaltung der SOLIT Go-for-Gold-Tour besucht, bei der sich alles um die kommende Finanzkrise und wie man sein Vermögen – sofern man noch welches hat – sichern kann. Das Bestsellerautoren-Duo Marc Friedrich und Matthias Weik stellte die Frage: Zerbrechen Euro und EU?

Dr. Markus Krall klärte darüber auf, warum wir unsere Gesellschaft neu organisieren müssen. Robert Vitye schlug in seinem Vortrag Freiheit geht über Silber und Gold einen Bogen von der Geburtsstunde des Zentralbankensystems bis hin zur Abkehr vom Goldstandard und die fatale Situation des Finanzwesens von heute.

Natürlich wurden die Anlagemodelle der SOLIT Gruppe empfohlen, die sich leicht per App für Kunden wie Finanzberater verwalten lassen – aber es handelte sich um eine solide Veranstaltung und keine aufdringliche Tupper-Party für Edelmetallgläubige. Den Zeitpunkt, „wenn uns der ganze Laden um die Ohren fliegt“, schätzt Markus Krall auf Ende 2020.

Marc Friedrich berichtete von einer Konferenz, bei der sich hochrangige Experten und Funktionsträger insoweit einig waren, dass die Frage nicht mehr laute, ob der Crash kommt, sondern wann er kommt. Und dieser werde um einiges schlimmer als die „Finanzkrise“ von 2008.

Man erinnere sich. Damals schob Merkel mit einem Konjunkturprogramm die Wirtschaft an. Abwrackprämien für häufig noch völlig intakte Autos verleiteten vor allem nicht so gut Verdienende, sich einen „günstigen“ Neuwagen auf Kreditbasis zuzulegen, mit dem man heute wohl nicht mehr in jede „Umweltzone“ einfahren kann. Der Diesel muss weg, der Benziner muss weg, und mit ihnen wird die deutsche Automobilindustrie verschwinden, wenn die Politiker den angefangenen Wahnsinn fortsetzen. Und davon ist auszugehen. Und die Horrorliste wird länger und länger: Negativzinsen, Helikoptergeld, Grundeinkommen, Grundrente… wohin das führt, ist jedem Kenner der Materie klar. Empfehlen kann man solche Vorträge und Bücher neben den vielen kostenlosen Videos und Artikeln im Netz nur denen, die angefangen haben zu zweifeln.

Aber es geht nicht nur um Vermögensrettung, sondern vor allem um eine geistige Auseinandersetzung. Wohin entwickelt sich die Gesellschaft? Sozialismus oder Marktwirtschaft, Freiheit oder Totalitarismus? Wer mental vorbereitet ist, kommt besser durch die Krise. Daneben sind andere praktische Tipps bedeutsam.

Edelmetalle sind für NACH der Krise. Wer in unruhigen Zeiten allzu unvorsichtig damit auf dem Schwarzmarkt handelt, lernt vielleicht den ein oder anderen bislang friedlichen Nachbarn auf ganz neue Weise kennen und landet im schlimmsten Fall mit einem Schädel-Hirn-Trauma in der Notaufnahme oder direkt in der Leichenhalle. Wichtig ist Vorratshaltung – nicht nur von Wasser und Lebensmitteln, sondern auch ganz profanen Dingen wie Toilettenpapier und Damenbinden. Die beste Währung für Tauschhandel heißt KKK: Kaffee, Kippen, Kartoffeln. Auch Silber und Auslandswährungen können hilfreich sein: Vielleicht Britisches Pfund? In Deutschland weniger, aber in anderen Ländern auch Kryptowährungen, wie es heute schon im krisengeschüttelten Venezuela der Fall ist.

Kommt es zu einer Währungsreform, sind Schulden, vor allem Hypotheken, nicht einfach weg oder genauso halbiert wie Guthaben, sondern ????? Hier ist Vorsorge dringend nötig, sonst landet man in chaotischen Zeiten schnell auf der Straße. Aktuell sind die Immobilienpreise je nach Region so hoch gestiegen, dass es sich lohnt, über einen Verkauf nachzudenken, überschüssiges Geld sicher anzulegen und dafür in bezahlten vier Wänden zu wohnen, die sich nicht gleich in Luft auflösen, wenn der sicher geglaubte Job plötzlich weg ist. Die Realität holt immer mehr Menschen ein, deren Einkommen von der Automobilindustrie oder dem Einzelhandel abhängt.

Bei all den düsteren Zukunftsaussichten sollte die wichtigste Währung nicht vergessen werden: Zuversicht, Selbstvertrauen, Eigeninitiative. Wer auf den Vollversorgerstaat setzt und den Versprechungen der korrupten Politiker glaubt, landet immer wieder an dem Punkt, auf den wir gerade zusteuern.


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