Verschwörungen, Enthüllungen & Unglaubliches

Wie Geheimbünde die Geschichtsschreibung verändern – Der heilige Birnbaum und die Endzeit

18. Oktober 2020

Bei unseren Forschungen erkannten wir im Frühjahr 2020 faszinierende Zusammenhänge zwischen Wels (Oberösterreich) und Wals (Salzburg). Diese Zusammenhänge sollen hier kurz beschrieben werden.

(von Marcus E. Levksi)

Der Walser Birnbaum

Legenden zufolge gehört der „dürre Birnbaum“ zu den weltweiten Schlachtbäumen mit ihrer Erzählung von Endzeitkriegen an besonderen Plätzen. Die Geschichte der vielen Sagen aus dem Salzburger Raum ist durch Untersuchungen zur „Sage vom schlafenden Kaiser am Untersberg“ ziemlich aufgeklärt. Ihre Anfänge dieser Erzählungen liegen im Osten und spannen sich fast über den ganzen Globus. Doch nirgends ist diese Sage des dürren Birnbaumes so kräftig ausgebildet wie am Untersberg.

Der eine Birnbaum auf dem Walserfeld oder auch der Walser Heide bei Salzburg, der „Walser Birnbaum“, erzählt uns als ein Naturdenkmal einiges über die Geschichte, aber auch über die mögliche Zukunft. Er ist ein Denkmal, das an die Schlacht zwischen den französischen und kaiserlich-österreichischen Truppen im Jahre 1800 am Walserfeld erinnern soll. Dieser Baum in Wals tritt erstmals 1564 urkundlich in Erscheinung. Es war kein anderer als der ehemalige Knecht des Stadtschreibers von Reichenhall, Lazarus Gitschner, der um 1530 am Untersberg eine geheimnisvolle Inschrift in einem Felsen abgeschrieben hatte.

In verschiedenen Überlieferungen wird berichtet, dass Lazarus Gitschner einst einen Mönch im Inneren des Untersbergs gesehen hatte, der ihm einen Hinweis zum „Birnbaum“ und der großen Schlacht offenbarte, die beginnen soll, sobald dieser zu blühen beginnt.

Unter den vielen Sagen und Legenden über diesen „Walser Birnbaum“ ist wohl die von Karl dem Großen die bekannteste. Karl der Große soll angeblich im Untersberg schlafen und zu gegebener Zeit, wenn sich sein Bart dreimal um den runden Tisch geschlängelt hat, auf dem Walserfeld die Endschlacht zwischen Gut und Böse schlagen.

Vieles zur Endzeitschlacht, möglichen Zeitreisen sowie dem Walser Feld werden bereits in der Lazarus-Abschrift beschrieben. Doch wie verhält es sich nun mit der Symbolik des Birnbaums?

Das Mysterium der Birnen

Neben den unzähligen Sagen und Legenden zum Walser Birnbaum und der bewegenden Endzeitschlacht mit Kaiser Karl fanden wir eine weitere Besonderheit im Wappen von Wals. Das Wappen der Gemeinde wird wie folgt blasoniert, also nach den Regeln der Wappenkunde beschrieben:

„In Blau ein langgestreckter weißer Berg (Untersberg) und davor auf grünem Boden ein natürlicher, grüner, gelb-befruchteter Birnbaum. Der Berg ist der Untersberg (das ist so im Wortlaut der Blasonierung angegeben), der Birnbaum ist der historische Walser Birnbaum“.

Das Spannende daran ist, dass der Baum in diesem Wappen offiziell 6 Birnen trägt, in Salzburg sowie anderen Gemeinden jedoch 8 Birnen. Selbst unter den Einheimischen ist man sich nicht einig darüber, warum diese Unterschiede bestehen und wie viele Birnen diese Wappen tatsächlich tragen sollten. (Weshalb diese kleine Unstimmigkeit erschaffen wurde, wird im Buch näher beschrieben.) 

Sagen aus der Welser Heide

Doch blicken wir zurück nach Oberösterreich: In diesem Zusammenhang möchten wir die „Welser Heide“ besprechen – ein Gebiet in Oberösterreich, das im Alpenvorland, etwa von Lambach bis Hörsching, an der sogenannten Traun liegt und welches es in den beiden Weltkriegen besonders schwer hatte.

In diversen veröffentlichen und unveröffentlichten Sagen aus der Umgebung finden wir Erzählungen aus der Stadt Wels, die entsprechend zur Welser Heide passen würden. Hier wird beispielsweise „das blutende Moor“ oder „rote Moor“ erwähnt. Spannend an dieser Sage über das rote Moor ist unter anderem das immer wiederkehrende „Moor“, das „bei“ und nicht „in“ Wels beschrieben wird. Ja, selbst hier wird es als „rotes Moor“ bezeichnet. Historisch belegt ist jedoch in diesem Zusammenhang, dass in früheren Zeiten die Traun häufig aus ihrem Flussbett trat und genau wie zahlreiche Nebenarme Überschwemmungen auslöste.

Doch in der Stadt Wels kann man nicht von einem „Moor“ sprechen. Weiterführende Recherchen in diesem Zusammenhang ergaben jedoch, dass sich ein solches Moor in der Welser Heide befunden haben könnte. Hier in diesem Landstrich kann man sehr wohl von einem Moor sprechen – von einem Moor, das aufgrund seiner Geschichte rot und blutdurchtränkt gewesen sein könnte, ähnlich wie es die Geschichtsschreibung über die „Walser Heide“ berichtet. Dazu ist anzumerken, dass die „Walser Heide“ zum „Walser Feld“ unbenannt wurde.

Der Heimatforscher aus Salzburg erklärte uns, dass der Grund der Umbenennung unter anderem ein Brief von Jakob Lechner aus dem Jahr 1912 an das „Salzburger Volksblatt“ war, mit der Beschwerde, dies in Zukunft abzuändern.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass dieser Jakob Lechner ein Träger des „Ordens der Eisernen Krone III. Klasse“ und des mysteriösen „Franz Joseph Ordens“ war, der teilweise in Verbindung mit den neuzeitlichen Tempelrittern oder auch Freimaurern stand, was wiederum einige Hinterlassenschaften aus seinem Erbe bezeugen. Nach eingehenden Recherchen konnte uns der Salzburger auch sagen, dass dieser Jakob Lechner damals zum k. u. k. Hofrat ernannt worden ist, in welcher Position er für das Kriegsgefangenenlager Marchtrenk in den Jahren 1914 bis 1918 zuständig war.

Der Welser Birnbaum

Wir waren erstaunt über die vielen Zusammenhänge und wussten auch, dass „Wals“ in der Walserheide einiges über eine seltsame Zeit in der Vergangenheit zu erzählen hatte. Und wie der Zufall so spielt, fanden wir während unserer Recherchen auch in der Zentralbibliothek für Okkultismus an der Universität Freiburg eine Abschrift, die Folgendes besagt:

„Nun sollte auf der Welserheide bei Wels in Oberösterreich ein heilig gesprochener Birnbaum gestanden haben, der rund um das Jahr 1871 zu blühen begann.“

Aber was war in diesem Jahr geschehen? Ich erklärte meinem Kollegen, dass dies das Jahr war, in dem die heutige Stadt Marchtrenk, wo das Kriegsgefangenenlager aufzufinden war, zufällig auch das erste Gemeindeamt erhalten hatte. Hierzu fanden wir noch weitere wichtige Informationen. So wurde beispielsweise in Erzählungen auch von diesem Birnbaum bei Marchtrenk berichtet, dass es eine Zeit geben wird, wo sich einst zwei „andere“ Ufer verbinden würden. Doch vorher sollte eine große Schlacht in der Welser Heide stattfinden oder beendet werden.

War dies ein weiteres Indiz für einen Heiligen Birnbaum an dem die Endzeit beginnen wollte? Weitere Auszüge aus der Zentralbibliothek für Okkultismus an der Universität Freiburg bestätigten nun die Sage und den Zusammenhang mit Wels, den Guido Karl Anton (von) List wie folgt beschreibt:

„… Diese mythische Walser Heide wird identifiziert mit der faktisch bestehenden Welser Heide bei Wels in Ober-Österreich, auf welcher tatsächlich ein dürrer Birnbaum steht (stand), der für heilig gehalten wird. Und merkwürdig: im Jahre 1871, nach dem Friedensschluss nach Sedan begann dieser dürre Baum wieder zu grünen und zu blühen.“

Wir erkannten hier wieder einen verrückten Zufall: dass nämlich genau nach Kriegsende und dem Friedensschluss nach Sedan dieser eine Baum in der Welser Heide zu grünen und zu blühen begann. Er wurde aufgrund dessen heiliggesprochen.

Und tatsächlich, wir fanden einen Birnbaum, der zur Abschrift der Universität passen würde. Ein ca. 150 Jahre alter Birnbaum, der im Jahre 2003 unter Denkmalschutz gestellt wurde und der immer noch bombenfest im Boden verankert ist. Er steht bei seinem Eigentümer in der Nähe der Au in Marchtrenk und wartet auf die goldenen Tage, in denen sich die „anderen“ Ufer vereinen sollen.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass dieser Birnbaum nordöstlich ausgerichtet ist und mit seinem angegebenen Alter von „ca. 150 Jahren“ ungefähr auf die Zeit um 1871 datiert werden kann – vor allem auch deshalb, weil in der Welser Heide kein anderer Birnbaum von solch einem hohen Alter auf einer besonderen Leylinie liegt.

Vergleichen wir nun die stärkere Triebausrichtung des „heiligen“ Birnbaums, so erkennen wir in dieser die biblische Beschreibung der Endzeit. Denn hier legen wir einige Textstellen des Alten Testamentes so aus, dass am Ende aller Zeiten die Heerscharen des Antichristen aus dem Osten hervorbrechen.

Zitiert aus dem neuen Buch von Marcus E. Levksi „Was nicht gesagt werden darf“. Es erscheint im Oktober 2020 im Ancient Mail Verlag