Marcus E. Levski, Jan van Helsing, Mario Rank auf dem Untersberg-Kongress 2020
Verschwörungen, Enthüllungen & Unglaubliches

Der Untersberg und seine Mysterien: Interview Jan van Helsing mit Marcus E. Levski

5. Dezember 2020

Marcus, Du hast mehrere Bücher über den Untersberg und seine Mysterien geschrieben. Berichte mir doch kurz etwas über Dich.

Nun, ich selber komme aus Wels, Oberösterreich, und bin gelernter Geomant und Bautechniker. Seit über 6 Jahren schreibe ich nun Romane und Sachbücher über Kraftorte und Mythenforschung unter dem Pseudonym Marcus E. Levski.

Aber wie hat es Dich zu dieser Thematik getrieben? Denn Du schreibst ja auch Sachbücher über interessante und verrückte Entdeckungen wie Geheimgesellschaften. Erzähl doch mal, wie du dazu gekommen bist.

Ja, das ist witzig, Jan! Ich hatte im Jahr 2001 Dein Buch „Hände weg von diesem Buch“ von meiner Frau zum Geburtstag geschenkt bekommen und in nur drei Tagen verschlungen. Als wir damals im Sommer in Ägypten im Urlaub waren und ich dieses Buch gelesen hatte, fing im eigentlichen Sinne alles an. Nachdem ich mir die Pyramiden von Gizeh angesehen hatte, hab ich sogar eine violette Gestalt auf dem Steinplateau vor der Pyramide sitzen sehen. Diese Figur sollte mich von da an auch bei meinen weiteren Forschungen begleiten. Und ab da fing es in meinem Leben an, allgemein „verrückt“ zu werden.

Fakt ist, dass ich im Jahre 2015 eine schwere Zeit hinter mir hatte. Meine liebe kleine Schwester ,,Marina“ hat damals Selbstmord begangen. Drei Tage vor ihrem Tod hatte ich mich noch mit ihr getroffen. Dabei sagte sie mir unter anderem, dass sich die Welt verändern wird und wir als Menschen es selbst in der Hand hätten, wie die Zukunft ausgeht. Sie gab mir Worte und Ideen mit, wie es in der Zukunft wohl aussehen könnte.

Ungefähr ein halbes Jahr später hatte ich am Untersberg in Grödig eine berufliche Schulung. Als ich im Jahre 2012 eine Ausbildung zum Geomanten absolviert habe, hat man uns bereits gesagt, dass man sich den Kraftplatz „Untersberg“ mal ansehen sollte. Und dann, im Jahre 2015, war es für mich soweit. Nach der Schulung fuhr ich mit dem Auto die Römerstraße entlang und machte kurz Rast am Veitlbruch. Ab hier beginnt die eigentliche Geschichte meiner Bücher.

Ich habe damals eine Zeitanomalie erlebt, die ich in meinen Büchern auch versuche zu beschreiben. Doch neben den Zeitanomalien gibt es noch viel mehr Dinge auf solchen Plätzen wie dem Untersberg – wie z. B. Geheimgesellschaften, die auch dort aktiv sind oder waren. Meine Erlebnisse und Recherchen können auch in meinen Romanen oder Sachbüchern nachgelesen werden. Ich selber hatte ja auch nie vor, Bücher darüber zu schreiben. Damals hatte ich nur recherchiert und alles zusammengetragen. Als ich jedoch mit Mario Rank von www.kollektiv.org darüber gesprochen hatte, sagte mir dieser, ich sollte einmal auf einen Kongress von ihm kommen, um näher in dieses Thema einzutauchen. Nun, folglich lernte ich auch meinen heutigen Verleger und Forscher Werner Betz vom Ancient Mail Verlag kennen, durch diese zufällige Bekanntschaft entwickelte sich das dann alles zum ersten Buch. Ich selber versuche natürlich auch die Idee meiner verstorbenen Schwester mit den Büchern weiter zu leben. Sie sagte immer: „Es ist nicht viel notwendig, um kollektive Liebe in der Gesellschaft zu integrieren. Es muss nur jeder Mensch ehrlich sein und ins Herz gehen, sodass sich der Zauber entfalten kann.“ Somit … „Ein kleines Stückchen Zauberwald für diese Erde!“

Du hast tatsächlich eine Zeitanomalie erlebt? Erkläre dieses Erlebnis doch etwas genauer.

Ich möchte mal die erste Anomalie beschreiben: Es war schlussendlich genau so, wie ich es in Band 1 meiner Romanreihe beschreibe. Im April 2016, bei gefühlten 20 Grad und Sonnenschein, ging ich in Richtung des Bachbeetes am Untersberg und setze mich zur Rast auf einen Stein. Plötzlich fing es an zu schneien und ich hatte dröhnende Kopfschmerzen. Als ich nach ungefähr 2-3 Minuten wieder zum Auto ging, war der Schnee verschwunden und ich sah einen uralten Jeep aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg auf der Straße stehen, wo vorhin noch ein VW Golf der Bundeswehr gestanden hatte. Nach diesem Erlebnis bin ich ins Auto gestiegen und nach Hause gefahren. Erst auf der Straße habe ich bemerkt, dass mir 20 Minuten fehlten. Die digitale Uhr im Auto ging 20 Minuten vor und meine Armbanduhr nach. Sie ist jedoch nicht stehen geblieben, da ihr Sekundenzeiger immer noch tickte.

Das ist spannend. Was waren Deine Erkenntnisse aus dieser Zeitanomalie?

Nun, ich versuchte in den folgenden Jahren herauszufinden, weshalb sie existieren und was sie beim Menschen auslösen. Berichte von Einheimischen über diese Anomalien gab es ja zur Genüge. Auch sind diese in den regionalen Mythen und Legenden vorhanden. Meine Erkenntnis was schlussendlich jene, dass ich nach sieben Anomalien sagen konnte, dass solche Dinge, die an diesen speziellen Orten geschehen, etwas beim Menschen auslösen. Mir ist es z. B. jedes Mal nach einer solchen Anomalie so ergangen, wie es teilweise die Alpenschamanen berichten. Diese sprechen immer wieder vom „Spiegelberg“ und dass sich dieser spiegelt, also dass er Deine Schattenseiten spiegelt. Nun, diese Aussage kann ich ebenfalls bestätigen. Das Spannende ist jedoch, dass bei der Auseinandersetzung mit den eigenen Schattenseiten auch meist eine Lösung vorhanden ist und der Untersberg Dich immer tiefer in seine Geheimnisse einweiht. Es gibt doch dieses Sprichwort: „Nur wer reinen Herzens ist, erfährt die Welt von Shambhala.“ Da ist etwas dran!

Gibt es denn auch Berichte zu Shambhala oder Zugänge zur Inneren Erde am Untersberg?

Unter anderem, ja. Wir haben bei unseren Forschungen herausgefunden, dass es Zugänge gibt, die in andere Zeitlinien und Dimensionen führen. Diese Erkenntnisse werden auch in Band 2 meiner Buchreihe abgehandelt.

Fälschlicherweise wird hier immer von einem Zugang in die „Innererde“ gesprochen. Tatsächlich handelt es sich jedoch bei unseren beschriebenen Zugängen um Portale oder besser gesagt Akupunkturpunkte auf einem bestimmten Platz, wo Übergänge möglich sind, wenn die richtige Frequenz im Menschen selber aktiviert wird. Diese Übergänge und Anomalien auf solchen Akupunkturpunkten werden in meinen Büchern ebenso mittels der Quantenphysik und der Geomantie beschrieben.

Folglich sind dies Vorkommnisse, die man sogar beweisen könnte?

Nun ja, ein ausgebildeter und seriöser Geomant würde solche Dinge tatsächlich nachvollziehbar erklären können. Ebenso die Quantenphysik. Doch ich muss auch ehrlich sein. Diese Dinge werden in der offiziellen Wissenschaft wohl nur sehr schwer Bestätigung finden. Selbst wir in Österreich machen die Erfahrung, dass Geomantie eher mehr belächelt wird wie alles andere. Obwohl wir auch versuchen, dieses Thema immer mehr in ein seriöses Licht zu rücken, letzten Endes wird es meist ,,belächelt“.

Du beschreibst doch in Deinen Büchern auch immer wieder Geheimgesellschaften. Was haben diese mit solch „Akupunkturpunkten“ zu tun?

Am Untersberg selber – das weiß man ja aus der Vergangenheit – tummeln sich einige Gesellschaften, wie z.B. die DHVSS (Die Herren vom Schwarzen Stein), Freimaurer, Templer sowie Rosenkreuzer. Wobei man hierbei vorsichtig sein muss! Denn nicht alle Gesellschaften oder Menschen, die vorgeben, in solchen zu sein, sind auch tatsächlich Mitglieder der „echten“ Geheimbünde. Viele dieser Gesellschaften sind nur „Pseudovereine“, die gerne Geheimbünde wären. Es gibt am Untersberg auch Menschen, die vorgeben, Großmeister von diversen Gesellschaften zu sein, jedoch nur Geschichten von irgendwelchen Templern erzählen, die sie in Gaststätten aufgegabelt haben. Aber gut, solche Geschichten gibt es viele am Untersberg. Tatsächlich war es eine zeitlang so, dass die richtigen Gesellschaften selbst nach einer Antwort gesucht haben, was diese Mythen und Erzählungen – wie beispielsweise der schwarzviolette Stein vom Untersberg – anging.

Wir wissen aber auch vom Dreisesselberg, dass dort Orden und Ritter, wie z.B. das „Goldene Vlies“ am sogenannten Plöckensteinersee Untersuchungen vorgenommen haben. An diesem Ort haben Einheimische immer wieder verschiedene Sichtungen gemacht. Außerdem existieren dort unzählige Sagen – genau wie am Untersberg. Schlussendlich machten wir die Erfahrung, dass viele Geheimbünde an diesen Plätzen ebenfalls nach Antworten suchen. Genau wie wir.

Weshalb ist dieser Dreisesselberg so besonders?

Kurz gesagt – dieser Berg ist ein geomantisches und energetisches Wunderwerk aus und von der Natur (nicht von Aliens oder anderen Zivilisationen). Ein Wunderwerk, das sich mit anderen, geomantisch wichtigen Plätzen in ganz Österreich verbinden lässt und Wunderbares wie Faszinierendes preisgibt.

Was genau verstehst Du unter Geomantie?

Leonardo da Vinci sagte einmal: „Die Natur ist die tiefste Quelle des Wissens: der menschliche Körper als Abbild der kosmischen Gesetze ist eine heilige geometrische Form mit höchstem Informationsgehalt.“ Dieser Satz ist mir bei einer solchen Frage immer der liebste als Erklärung, da er die Geomantie am besten beschreibt.

Wie kommt der Schwenk von den Romanen zu Sachbüchern? 

Die Romanreihe der goldenen Stadt im Untersberg war schlussendlich das Ergebnis von meinen bzw. unseren Recherchen zu den ganzen Erzählungen rund um dieses Bergmassiv. Ich sage auch heute noch, dass es mit diversen Forschungsinhalten besser und vernünftiger ist, einen Roman zu publizieren – zum Schutz meiner Familie und natürlich auch meinen Quellen gegenüber. Ich selber hatte ja in den letzten Jahren meiner Arbeit verschiedenste Anfeindungen. Von diversen Klageandrohungen bis zu Mordrohungen war eigentlich schon fast alles dabei. Aber auch hier muss ich sagen, dass meine Rechtsanwälte über alles im Bilde sind und mir gut dabei helfen. Diese Recherchen und auch eigene Erlebnisse hatte ich damals in Romanform veröffentlicht und auf andere Gebiete ausgeweitet. So haben wir im Jahre 2017 weiterführende Hinweise in Turin vorgefunden, die ebenso mit dem Buch „Magisches Turin“ veröffentlicht wurden. In meinem dritten Roman der goldenen Stadt im Untersberg erwähne ich z.B. eine sogenannte Portallinie. Auf dieser Linie liegt der Untersberg, das Ofenloch am Wolfgangsee wie die Höll in der Wurzeralm und der berüchtigte Teufelsstein in der Steiermark sowie die einzigartige Templerfestung namens Burg Lockenhaus. All diese einzelnen Ortschaften liegen mit einer kleinen Abweichung allesamt auf dieser von mir benannten Portallinie und erzählen im Zusammenspiel mit den regionalen Sagen und Legenden eine wunderbare Geschichte, die fast schon wie eine Prophezeiung auf mich wirkt.

Aber zu Deiner Frage: Weiterführend wurde aus dieser Portallinie das „Magische Dreieck“, wie ich es benenne. Ein Dreieck, das an den Spitzen den Untersberg, Burg Lockenhaus und den mystischen Dreisesselberg beinhaltet. Es waren zumal die verrückten Geschichten von einigen Einheimischen, die mich dazu bewogen hatten, in diesem Gebiet Forschungen zu unternehmen – folglich auch das neue Buch.

Es gibt doch auch immer wieder Berichte von UFOs, die am Untersberg gesichtet werden. Hast Du hier ebenfalls eine Erfahrung gemacht?

Ich selber habe leider noch nie eines gesehen. Aber ein Forscherkollege hatte damals ein Foto am Berg geschossen, das mich etwas neugierig gemacht hat. Daher hatten wir auch Mario Rank, den UFO-Forscher aus Wien, kontaktiert. Er hat uns bestätigt, dass es am Untersberg viele solcher UFO-Sichtungen gibt. UFOs selber waren ja bis heute gar nicht mein Fokus, aber wir stießen immer wieder mal auf verrückte Zusammenhänge, wie z.B. Tagebucheinträge aus dem Jahre 1945, in denen man liest, wie Menschen in UFOs geflogen sind oder mit Wesen oder auch Außerirdischen Kontakt hatten.

Dein aktuell neues Buch mit dem Titel „Was nicht gesagt werden darf“ scheint Dir ja in den Sozialen Medien regelrecht aus der Hand gerissen zu werden. Sag schon: Was darf denn nun nicht gesagt werden?

Nun, in diesem Buch geht es um die Erklärung zur Endzeitsage vom Untersberg bzw. darum, wie die Geschichte von Wels und Wals zum Teil bewusst verdreht worden ist, um das Geheimnis des „wahren“ Birnbaums zu schützen. Das ist eben eine Sache, über die ein Rosenkreuzer nicht sprechen sollte, da die Menschen dies nicht erfahren dürfen, sondern weiter im Dunkeln tappen sollen. Doch erzählt man sich ebenfalls, dass sich in der besagten Endzeit oder auch der Neuzeit die Kräfte miteinander verbinden werden – infolgedessen bin ich der Auffassung, dass diese Dinge gesagt werden müssen! Der Rosenkreuzer wird es mir verzeihen… Im Buch werden aber auch viele Kraftplätze in der Welser Heide beschrieben, wie z.B. der Reinberg bei Wels und viele andere Dinge. 

Leider konnten viele Vorträge dieses Jahr nicht stattfinden, wird es Vorstellungen Deiner Bücher geben?

Nun, ich hoffe, dass im Frühjahr 2021 wieder Vorträge möglich sind, wegen der Krise. Mario Rank, der Veranstalter vom Untersberg-Kongress, hatte es ja geschafft, dass wir im Jahre 2020 noch einen Kongress abhalten durften. Es bleibt abzuwarten, ob dies bald wieder möglich ist. Aber gut, ich selber habe ja aktuell auch alles absagen müssen. Meine News und Themen kann man natürlich via Newsletter, meinem Facebook-Kanal oder auf meiner Homepage www.marcus-levski.at beobachten.

Was sind Deine weiteren Projekte?

Meine kleine Tochter hat mich dieses Jahr auf eine Idee gebracht. Als ich mit ihr zusammen Forschen war, haben wir eine uralte Legende ausgegraben. Diese wurde anschließend zu Hause diskutiert und meine Tochter hatte echt super Ergänzungen hierzu. Folglich habe ich nun beschlossen, dass es eine eigene Kinderbuchreihe mit einem Projekt in Hintergrund geben wird. Dieses Buch wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 erscheinen.

Doch neben diesem neuen Projekt gilt es natürlich, in meinen Bereichen weiterzuforschen. Auch sollte in meiner Heimatregion das Thema ,,Kraftplätze“ mehr und mehr zu Geltung kommen. Die Menschen sollten einfach erfahren, dass es neben dem geradlinigen Arbeitsalltag und der Krise auch Bereiche in der eigenen Region gibt, die mehr zu erzählen haben. Diese laden schlussendlich auch dazu ein, sich selber mehr und mehr zu entdecken. Nun, die alten Kelten wussten dies ja – dieses Wissen scheint leider gänzlich verloren gegangen zu sein.