Bild: (c) Freie Welt - KI-generiert mit Hilfe von ChatGPT (OpenAI

Bun­des­re­gierung weiß nicht, wem sie Gelder aus dem Pro­gramm „Demo­kratie leben!” zuge­wiesen hat

Laut einer exklu­siven inves­ti­ga­tiven Recherche des Portals NIUS.de ist die deutsche Bun­des­re­gierung nicht in der Lage nach­zu­weisen, welche Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tionen über das Pro­gramm „Demo­kratie leben“ För­der­mittel in Höhe von rund 45 Mil­lionen Euro aus öffent­lichen Mitteln erhalten haben. 

Dabei handelt es sich um Gelder, die im Rahmen der soge­nannten „Part­ner­schaften für Demo­kratie“ ver­teilt werden – lokaler Struk­turen, die diese Mittel auf regio­naler Ebene wei­ter­leiten sollen.

Diese Erkennt­nisse werfen schwere Zweifel an der Trans­parenz der staat­lichen För­der­po­litik sowie an der poli­ti­schen Neu­tra­lität der geför­derten Pro­jekte auf.

Mil­lionen Euro ohne Über­blick über die Empfänger

Bei den „Part­ner­schaften für Demo­kratie“ handelt es sich um lokale Bünd­nisse, die in ganz Deutschland aktiv sind und vom Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­terium finan­ziert werden. Allein im Jahr 2025 wurden ihnen knapp 45 Mil­lionen Euro zuge­wiesen. Diese Gelder fließen anschließend an lokale Vereine, Initia­tiven und Pro­jekte weiter.

NIUS richtete eine ein­fache Anfrage an das zuständige Minis­terium: Welche kon­kreten Orga­ni­sa­tionen haben diese Mittel im Jahr 2025 erhalten? Die Antwort fiel über­ra­schend aus. Das Minis­terium erklärte, eine ent­spre­chende Liste liege nicht vor.

Die ver­spro­chene „Ära der Trans­parenz“ ist ausgeblieben

Umso paradox ist die Lage, da Fami­li­en­mi­nis­terin Karin Prien von der CDU nach ihrem Amts­an­tritt strengere Kon­trollen der För­der­mittel ange­kündigt hatte. Medi­en­be­richten zufolge sollte das Minis­terium erstmals über­haupt die Namen der soge­nannten Letzt­emp­fänger erfassen und damit eine „neue Ära der Trans­parenz“ einläuten.

In einem internen Schreiben aus dem Sommer erklärte die Minis­terin, die Wirk­samkeit des Pro­gramms künftig an lang­fris­tigen Effekten messen zu wollen. Zudem kün­digte sie eine ver­schärfte Kon­trolle der Mit­tel­ver­wendung an – ein­schließlich der Mög­lichkeit, Gelder zurückzufordern.

Auf erneute Nach­frage von NIUS räumte das Minis­terium jedoch ein, dass ein System zur Erfassung der Letzt­emp­fänger erst ab dem För­der­zeitraum 2026 ein­ge­führt werden soll, während die „tech­ni­schen Vor­aus­set­zungen derzeit noch erar­beitet“ würden.

Unfä­higkeit oder Absicht?

Nach Ein­schätzung von NIUS wirkt diese Erklärung wenig glaub­würdig. Die Iden­ti­fi­kation der Emp­fänger wäre pro­blemlos durch eine ein­fache Abfrage bei den „Part­ner­schaften für Demo­kratie“ möglich gewesen. Statt tech­ni­scher Defizite drängt sich daher der Ver­dacht auf, dass kein poli­ti­sches Interesse besteht, offen­zu­legen, wohin die Steu­er­gelder tat­sächlich fließen.

Ein mög­licher Grund: Unter den geför­derten Pro­jekten finden sich immer wieder links­ra­dikale und anti­fa­schis­tische Initia­tiven. In meh­reren Regionen wurden mit öffent­lichen Mitteln etwa „anti­fa­schis­tische Rund­gänge“ oder Vor­träge von Akteuren aus dem links­extremen Milieu finanziert.

Staat­liche För­derung und poli­tische Neutralität

Die Kritik richtet sich nicht nur gegen man­gelnde Trans­parenz, sondern auch gegen poli­tische Ein­fluss­nahme. Der Staat ist ver­fas­sungs­rechtlich zur poli­ti­schen Neu­tra­lität ver­pflichtet. Über das För­der­system greift er jedoch nach Ansicht von Kri­tikern indirekt in den poli­ti­schen Mei­nungs­bil­dungs­prozess ein – zugunsten linker Parteien.

NIUS ver­weist auf Fälle, in denen lokale Part­ner­schaften offen für die Grünen auf sozialen Netz­werken warben, Demons­tra­tionen gegen die Oppo­sition anmel­deten oder kurz vor der Bun­des­tagswahl Ver­an­stal­tungen gegen „rechts­ori­en­tierte Par­teien“ organisierten.

Offene Fragen bleiben

Die Fragen sind längst nicht mehr aka­de­misch. Wer kas­siert konkret öffent­liche Gelder, wer ent­scheidet über deren Vergabe und warum ist der Staat nicht willens oder nicht fähig, diese Infor­ma­tionen offen­zu­legen? Wenn eine Regierung Dut­zende Mil­lionen Euro ver­teilt und zugleich erklärt, sie wisse nicht, wohin das Geld geflossen ist, handelt es sich nicht um ein Ver­wal­tungs­problem, sondern um einen gra­vie­renden Verstoß gegen Trans­parenz und poli­tische Verantwortung.

Solange kein voll­stän­diges, öffentlich über­prüf­bares Ver­zeichnis der Emp­fänger exis­tiert, kann von der För­derung der Zivil­ge­sell­schaft keine Rede sein. Statt­dessen ent­steht der Ein­druck einer intrans­pa­renten Umver­teilung von Steu­er­geldern mit poli­ti­scher Schlag­seite. In einem solchen System schwindet Ver­trauen nicht schlei­chend – es wird sys­te­ma­tisch zerstört.

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