Foto: Bildschirmfoto YT - Insel Little Saint James

Was haben Merkel, Merz, Lau­terbach & Co mit dem Epstein-Skandal zu tun?

Die jüngst ver­öf­fent­lichten Sequenzen aus den soge­nannten Epstein Files haben eine Wucht ent­faltet, die uns alle erschüttert. Was wir bisher wissen, lässt die bislang als die absur­desten Ver­schwö­rungs­theorien und kranksten Phan­tasien gel­tenden Berichte noch harmlos erscheinen. Und doch durch­zieht das Prinzip Epstein eine Politik, die sich als letzte Instanz und keiner höheren Macht ver­pflichtet fühlt. (von David Berger)

Mit mehr als drei Mil­lionen Seiten Doku­menten, über 2.000 Videos und rund 180.000 Bildern handelt es sich um die bislang umfang­reichste Sammlung von Material rund um das Netzwerk des 2019 ver­stor­benen US-Mil­li­ardärs und ver­ur­teilten Sexu­al­straf­täters. Was darin zu lesen ist, sprengt für viele Leser den Rahmen dessen, was bislang als vor­stellbar galt – und zwingt Politik, Justiz und Medien zu einer erneuten Aus­ein­an­der­setzung mit einem der düs­tersten Kapitel jün­gerer Zeitgeschichte.

Was ist neu an den Akten?

Neu ist weniger der Kern­vorwurf – sys­te­ma­ti­scher sexu­eller Miss­brauch Min­der­jäh­riger durch Epstein und sein Umfeld – als vielmehr der Umfang, die Detail­tiefe und die Reich­weite der nun ver­öf­fent­lichten Unter­lagen. Die Doku­mente zeigen, wie weit Epsteins Kon­takte auch nach seiner Ver­ur­teilung 2008 reichten und wie eng er wei­terhin mit ein­fluss­reichen Per­sön­lich­keiten aus Politik, Wirt­schaft und Gesell­schaft ver­netzt blieb.

Besonders brisant: Der erste poli­tische Rück­tritt in Europa folgte unmit­telbar auf die Ver­öf­fent­li­chung. Der slo­wa­kische Ex-Außen­mi­nister Miroslav Lajčák legte einen Bera­ter­posten nieder, nachdem Chats publik wurden, in denen er sich mit Epstein über „zu junge Mädchen“ aus­ge­tauscht haben soll. Lajčák weist straf­bares Ver­halten zurück, der poli­tische Schaden war jedoch nicht mehr aufzuhalten.

Scho­ckie­rende, aber unbe­stä­tigte Vorwürfe

Ein Teil der Akten enthält Zeu­gen­aus­sagen, die zwar nicht von der US-Justiz bestätigt sind, deren Inhalt jedoch extrem ver­störend ist. Darin ist von Ver­ge­wal­ti­gungen von Kindern, ritu­ellen Miss­hand­lungen, ja sogar von Zer­stü­ckelung von Babys und Kan­ni­ba­lismus die Rede.

Juristen und Jour­na­listen betonen, dass es sich hierbei um unve­ri­fi­zierte Aus­sagen handelt, die zwar doku­men­tiert, aber bislang nicht bewiesen sind. Dennoch zeigen sie, welches Ausmaß an Gewalt Betroffene schildern – und warum der Fall für viele weit über „klas­sische“ Miss­brauchs­skandale hinausgeht.

Wer sich in den letzten Jahr­zehnten näher mit dem Bereich Sata­nismus, Kin­des­miss­brauch, Abtreibung und der Kultur des Todes in der Politik – etwa im Fall Dutroux – beschäftigt hat, der weiß, dass dies alles möglich und den Poli­tikern zuzu­trauen ist, auch wenn wir das oft einfach nicht wahr­haben wollen – weil die Kluft zwi­schen dem natür­lichen Men­schen­ver­stand, einer vom Geist des Chris­tentums geprägten Moral und dem, was dort nach­weislich pas­siert, so enorm ist.

George Bush, Bill Gates und Prince Andrew

Die Akten nennen zahl­reiche bekannte Per­sön­lich­keiten. So findet sich in einer Beschwerde an die New Yorker Polizei eine Anschul­digung, wonach „George Bush 1“ – mut­maßlich der frühere US-Prä­sident George H. W. Bush – einen männ­lichen Min­der­jäh­rigen ver­ge­waltigt haben soll. In einer Email schreibt Epstein: „Ich liebe das Fol­ter­video“. In wei­teren Emails reden seine Hin­ter­männer davon, wie EX-Prä­sident Bush einen Ritu­almord an einem Baby auf einer Yacht begeht.

Weitere Doku­mente belegen Kon­takte Epsteins zu ehe­ma­ligen Beratern des Weißen Hauses, Mil­li­ar­dären und inter­na­tio­nalen Poli­tikern. Genannt werden von der Anti-Trump-Fraktion immer wieder die Namen von Donald Trump, Steve Bannon, Elon Musk. Was bei deren Bedeutung nicht außer­ge­wöhnlich ist. Was Musk dazu über seine Betei­ligung gesagt hat, scheint mutatis mut­andis auch für die beiden anderen zuzutreffen:

„Niemand hat sich so sehr für die voll­ständige Freigabe der Epstein-Akten und die Straf­ver­folgung der­je­nigen ein­ge­setzt, die Kinder miss­braucht haben, wie ich es getan habe, wohl wissend, dass die eta­blierten Medien, die links­extremen Pro­pa­gan­disten und die tat­säch­lichen Schul­digen dies tun würden: 1. Nichts zugeben 2. Alles leugnen. 3. Gegen­be­schul­di­gungen gegen mich erheben. Ich wusste, dass ich uner­bittlich ver­leumdet werden würde, obwohl ich nie seine Partys besucht, nie in seinem „Lolita Express“-Flugzeug gesessen, nie einen Fuß auf seine gru­selige Insel gesetzt oder über­haupt irgend­etwas falsch gemacht hatte. Dennoch war der extreme Schmerz, beschuldigt zu werden, das Gegenteil von dem zu sein, was ich bin, es wert. Die Starken müssen die­je­nigen schützen, die sich nicht selbst schützen können, ins­be­sondere schutz­be­dürftige Kinder. Ich nehme gerne jedes zukünftige Leid in Kauf, um mehr für den Schutz von Kindern zu tun und ihnen die Chance auf ein glück­liches Leben zu geben.“ – so Musk.

Und was ist mit Trump und Berlusconi?

Und wer genauer hin­schaut, wird sich fragen, warum sollte Trump so sehr auf die Ver­öf­fent­li­chungen der Files hin­ge­ar­beitet und diese ermög­licht haben, wenn er dadurch stürzen könnte? Fakt ist doch: Epstein ver­suchte mehrmals, Trump in eine Falle zu locken, aber Trump wies ihn jedes Mal zurück. Epstein ließ Maxwell eine junge Frau Trump in Mar-a-Lago vor­stellen – und Trump wies den Versuch wütend zurück. Epstein lud Trump auf seine Pri­vat­insel ein, was Trump jedoch ablehnte. Epstein selbst gab zu, dass Trump „nie eine Massage bekommen hat“. Epstein ver­suchte außerdem, sich mit einem Jour­na­listen abzu­sprechen, um kom­pro­mit­tie­rende Infor­ma­tionen über Trump zu erhalten, konnte aber keine finden.

Inter­essant auch, wie der ita­lie­ni­schen Minis­ter­prä­sident Silvio Ber­lusconi auf die Ein­ladung Epsteins zu einer seiner Partys reagierte. Ber­lusconi ant­wortete: „Bei mir zu Hause ist das Essen besser und der Wein so gut, dass die Mädchen von selbst wie­der­kommen – da braucht man sie nicht zu entführen.“

Anders bei Bill Gates. Der taucht in einer E‑Mail auf, in der in vul­gärer Weise über eine Geschlechts­krankheit und intime Details gesprochen wird. (Siehe Foto r. © Threads)

Besonders bizarr wirken beschriebene Video­auf­nahmen von Prince Andrew, die ihn in kom­pro­mit­tie­renden Posen mit einer regungs­losen jungen Frau oder einem Mädchen zeigen sollen.

Ein Schwer­punkt der Akten liegt auf dem Ver­sagen staat­licher Insti­tu­tionen. Interne Berichte, unter anderem aus dem „Office of Pro­fes­sional Respon­si­bility“, legen nahe, dass Epstein 2008 trotz belas­tender Beweise glimpflich davonkam. Whist­le­b­lower-E-Mails deuten darauf hin, dass War­nungen sys­te­ma­tisch igno­riert wurden und es mög­li­cher­weise zu Ver­tu­schungen kam. Diese Erkennt­nisse nähren den Ver­dacht, dass Epsteins Macht weniger auf Geld allein beruhte als auf Wissen über andere.

Rolle für den Bevölkerungsaustausch

Zusätz­liche Brisanz erhält die Debatte durch Aus­sagen des umstrit­tenen Kom­men­tators Mike Adams, der behauptet, Israels Pre­mier­mi­nister Ben­jamin Netanjahu habe die Ver­öf­fent­li­chung der unge­schwärzten Doku­mente mit Trumps Namen ange­ordnet, um poli­ti­schen Druck aus­zuüben. Für diese These gibt es bislang keine unab­hän­gigen Belege. Bestätigt wurde jedoch die Existenz eines Bera­ter­ver­trags mit Bezug zur Familie Roth­schild im Umfang von 25 Mil­lionen Dollar, dessen Kontext und Zweck weiter unter­sucht werden.

Martin Sellner bemerkt zurecht: „Das Ent­schei­dende sind nicht die wider­lichen E‑Mails und Bilder. Das Ent­schei­dende ist, was in den letzten Jahr­zehnten poli­tisch erzwungen wurde, indem Men­schen mit diesen Bildern erpresst wurden. Diese Frage ist ent­scheidend. Nach wie vor halte ich Remi­gration für das wich­tigste Thema. Aber die Rolle glo­baler Eliten, pädo­philer Netz­werke, pro­fes­sio­neller Erpresser und reicher Finan­ziers für den Bevöl­ke­rungs­aus­tausch kann und darf nicht aus­ge­blendet werden.“

Ist der Epstein-Skandal ein Einzelfall?

Die Epstein Files zeigen ein Netzwerk aus Macht, Geld und mög­lichem Miss­brauch, dessen voll­ständige Auf­ar­beitung noch aus­steht. Das, was nun öffentlich ist, lässt viele bis­herige Vor­stel­lungen harmlos erscheinen – und stellt erneut die Frage, wie viel Wahrheit eine Gesell­schaft aus­zu­halten bereit ist. Und wie konnte es soweit kommen, wozu sind Men­schen in Macht­po­si­tionen bereit?

Denn denken wir an Poli­tiker, die infolge einer Open Border-Migra­ti­ons­po­litik Tau­sende an ermor­deten, ver­ge­wal­tigten und trau­ma­ti­sierten Kindern und Frauen auf dem Gewissen haben, an Poli­tiker, die es lächelnd in Lauf nehmen, dass jährlich mehr als 73 Mil­lionen unge­borene Kinder ermordet werden, an Poli­tiker, die Men­schen mehr oder weniger zu einer Impfung gezwungen haben, die zahl­losen Men­schen Turbo-Krebs, schwere Behin­de­rungen und nicht selten auch den Tod gebracht hat, die eine ganze „Gene­ration Lockdown“ auf sadis­tische Weise psy­chisch zugrunde gerichtet haben, die einen Krieg in der Ukraine nicht beenden wollen, der täglich Hun­derten junger Männer das Leben kostet, dann nimmt sich das, was auf Epsteins Insel pas­siert ist, noch ver­hält­nis­mäßig harmlos aus.

Und doch haben die Lau­ter­bachs, Merzs, Merkels, Tim Walzs, Bidens und die Epstein-Unmen­schen etwas gemeinsam: Die dämo­nische Gier, eine Macht „ohne rote Linien“ (Scholz) aus­zu­leben, die maximal ist und keine höhere Macht (Gott) mehr über sich weiß oder aner­kennen will. Eine Gier, deren Gewis­sen­lo­sigkeit und Sadismus sie so erpressbar und zu Erpressern macht. Und so ein System schafft, in dem der Skru­pel­lo­seste den größten Erfolg hat. Das alte, in die Kälte der Ver­dammnis stür­zende „Non serviam“ schallt hass­erfüllt von der Hölle über Little Saint James bis hin nach Brüssel, Berlin und Kiew.

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Der Artikel erschien zuerst bei philosophia-perennis.com.

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