Laut dem fĂźhÂrenden ameÂriÂkaÂniÂschen VerÂhalÂtensÂbioÂlogen Dr. Richard Saul exisÂtiert die AufÂmerkÂsamÂkeitsÂdeÂfizit-HyperÂakÂtiÂviÂtätsÂstĂśrung (ADHS) nicht und wurde von der PharÂmaÂinÂdustrie in Absprache mit staatÂlichen AufÂsichtsÂbeÂhĂśrden erfunden, um gefährdete Kinder von lukraÂtiven PsyÂchoÂpharmaka abhängig zu machen.
â Nach 50 Jahren ärztÂlicher Tätigkeit und der BeobÂachtung von TauÂsenden von PatiÂenten mit SymÂptomen von ADHS bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es so etwas wie ADHS gar nicht gibtâ, erklärt Dr. Saul.
âDiese sogeÂnannte Erkrankung hat sich in den letzten Jahren offenbar rasend schnell weltweit verÂbreitet, mit einem enormen Anstieg an DiaÂgnosen und MediÂkaÂmentenâ, fuhr Dr. Saul fort. âMehr als vier Prozent der ErwachÂsenen und elf Prozent der Kinder in den USA wurden mit ADHS diagnostiziert.â
Wir alle kennen diese Momente, in denen wir zerÂstreut sind, uns schwer tun, uns zu orgaÂniÂsieren, abschweifen oder WutÂausÂbrĂźche haben â alles Anzeichen von ADHS.
Viele glauben, MediÂkaÂmente seien die LĂśsung, was den sprungÂhaften Anstieg der Zahl von Kindern erklärt, die mit starken PsyÂchoÂpharmaka behandelt werden. Ein neuer Bericht von Express Scripts, der letzten Monat verÂĂśfÂfentÂlicht wurde, entÂhĂźllte jedoch eine alarÂmieÂrende StaÂtistik: ZwiÂschen 2008 und 2012 stieg die Zahl der AmeÂriÂkaner, die MediÂkaÂmente zur Behandlung von ADHS einÂnehmen, um 36 Prozent. (
NeuÂroÂwisÂsenÂschaftÂlerin: Sobald du erkennst, dass Stress nicht dein Feind ist, fĂźgt sich alles zusammen)
Sind die Anzeichen von ADHS in WirkÂlichkeit Anzeichen fĂźr andere Probleme?
âMeiner Ansicht nach ist kein einÂziger Mensch von der StĂśrung namens ADHS, wie wir sie heute defiÂnieren, betroffenâ, sagt Dr. Richard Saul, MD, VerÂhalÂtensÂneuÂrologe und Autor von â ADHS exisÂtiert nicht â.
Anzeichen von ADHS stehen in ZusamÂmenhang mit mehr als 20 mediÂziÂniÂschen DiaÂgnosen (wie z. B. SehÂschwäche, SchlafÂentzug und bipoÂlarer StĂśrung), und wenn diese behandelt werden, verÂschwinden die AufÂmerkÂsamÂkeitsÂdeÂfizit- und Hyperaktivitätssymptome.
âWir defiÂnieren diese âKrankheitâ anhand ihrer SymÂptome, nicht anhand ihrer Ursacheâ, erklärt er. âEine verÂstopfte Nase kann ein Symptom einer Erkältung, einer AllÂergie oder vieler anderer ErkranÂkungen sein, aber eine lauÂfende Nase ist keine Diagnose.â
Sein Buch sorgt in der ĂrzÂteÂschaft und auch bei MenÂschen mit ADHS fĂźr groĂes Aufsehen.
UnabÂhängig davon, ob man ihm zustimmt oder nicht, ist der Sturm der EntÂrĂźstung, den das Buch auslĂśst, nur gut: Wir werden nun mit einem grĂśÂĂeren Bewusstsein zu unseren Ărzten gehen, um sicherÂzuÂstellen, dass wir wegen des eigentÂlichen ProÂblems behandelt werden und nicht nur wegen der Symptome.
Worin wir uns wohl alle einig sind, wurde in der Studie von Express Scripts am besten herausgearbeitet:
âDie hier erkennÂbaren Trends deuten darauf hin, dass genauer unterÂsucht werden muss, wie und warum Ărzte diese MediÂkaÂmente fĂźr Erwachsene verÂschreiben, und dass verÂschreiÂbende Ărzte das gesamte psyÂchoÂsoÂziale Umfeld eines einÂzelnen PatiÂenten umfassend beurÂteilen mĂźssen, bevor sie zum RezeptÂblock greifen.â
Nie zuvor waren wir so abgeÂlenkt wie heute: Unsere allÂtägÂliche Technik verÂmittelt uns das GefĂźhl, etwas zu verÂpassen, wenn wir nicht tausend Dinge gleichÂzeitig im Blick haben, und wir Frauen neigen ja bekanntlich zum MulÂtiÂtasking. Seufz.
TrauÂriÂgerÂweise hat mich der Anstieg des ADHS-MediÂkaÂmenÂtenÂkonsums ĂźberÂhaupt nicht Ăźberrascht.
Es ist an der Zeit, dass wir den Dialog erĂśffnen und unsere (unkonÂzenÂtrierte) DenkÂweise hin zu der MĂśgÂlichkeit verÂändern, dass es eines Tages âdie StĂśrung, die frĂźher als ADHS bekannt warâ genannt werden kĂśnnte.
Auszug aus dem Buch ADHS exisÂtiert nicht â:
In diesem bahnÂbreÂchenden und konÂtroÂversen Buch stĂźtzt sich der VerÂhalÂtensÂneuÂrologe Dr. Richard Saul auf fĂźnf JahrÂzehnte Erfahrung in der Behandlung TauÂsender PatiÂenten, bei denen ADHS (AufÂmerkÂsamÂkeitsÂdeÂfizit-/HyÂperÂakÂtiÂviÂtätsÂstĂśrung) â eine der am schnellsten zunehÂmenden und am häuÂfigsten diaÂgnosÂtiÂzierten ErkranÂkungen der heuÂtigen Zeit â festÂgeÂstellt wurde.
Er verÂtritt die These, dass es sich bei ADHS eigentlich um ein BĂźndel von SymÂptomen handelt, die auf mehr als 20 andere ErkranÂkungen und StĂśÂrungen zurĂźckÂzuÂfĂźhren sind.
AktuÂellen Daten der US-GesundÂheitsÂbeÂhĂśrde CDC zufolge wurde bei schätÂzungsÂweise 6,4 MilÂlionen Kindern im Alter von vier bis siebzehn Jahren ADHS diagnostiziert.
Während viele SkepÂtiker ADHS fĂźr eine Erfindung der PharÂmaÂinÂdustrie und des mediÂziÂniÂschen EstabÂlishÂments halten, sind die SymÂptome von AufÂmerkÂsamÂkeitsÂdeÂfizit und HyperÂakÂtiÂvität fĂźr MilÂlionen von BetrofÂfenen nur allzu real; oft kĂśnnen diese ohne Behandlung ihren Alltag nicht bewälÂtigen. Wenn ADHS nicht exisÂtiert â was verÂurÂsacht dann diese stark beeinÂträchÂtiÂgenden Symptome?
Im Laufe eines halben JahrÂhunÂderts hat der Arzt Richard Saul TauÂsende von PatiÂenten behandelt, die ADHS-SymÂptome aufÂwiesen. Auf der Grundlage seiner ErfahÂrungen zieht er einen ĂźberÂraÂschenden Schluss:
ADHS ist keine eigenÂständige Krankheit, sondern ein SymÂptomÂkomplex, der durch mehr als zwanzig verÂschiedene ErkranÂkungen verÂurÂsacht wird â von SehÂschwäche und HochÂbeÂgabung bis hin zu bipoÂlarer StĂśrung und Depression â, die jeweils eine speÂziÂfische Behandlung erfordern. Unter EinÂbeÂziehung funÂdierter wisÂsenÂschaftÂlicher ErkenntÂnisse und der perÂsĂśnÂlichen Geschichten seiner zahlÂreichen PatiÂenten fasst das Buch *ADHS exisÂtiert nicht* (OriÂgiÂnalÂtitel: *ADHD Does Not Exist*) die ErgebÂnisse von Dr. Saul zusammen und bietet klare RatÂschläge fĂźr alle, die nach AntÂworten suchen.
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