Sie war die graue Eminenz im Hintergrund des abscheulichsten Missbrauchsskandals der letzten Jahrzehnte – nun wird Ghislaine Maxwell zur Schlüsselzeugin. Wie die New York Post berichtet, hat Maxwell in zwei intensiven Verhören unter Leitung von Vize-Justizminister Todd Blanche umfassend ausgesagt – über mehr als 100 Personen, die mit dem Netzwerk des verstorbenen Sexualverbrechers Jeffrey Epstein in Verbindung stehen sollen. Dafür erhielt sie eine sogenannte »proffer immunity« – eine begrenzte Immunität, die Aussagen vor Strafverfolgung schützt.

Der mediale Donnerhall dieser Aussagen dürfte sich jedoch kaum auf Maxwell oder Trump beschränken. Es geht um das Who-is-Who der internationalen Machtelite. Denn unter Epsteins Freunden und Gästen befanden sich neben Bill Clinton und Bill Gates auch Donald Trump selbst – bis zu einem Bruch im Jahr 2004. Der 47. Präsident, so sein Anwalt, sei »der ultimative Dealmaker« – ein Hinweis darauf, dass hier politische Loyalitäten gegen schmutzige Geheimnisse abgewogen werden könnten.
Und genau darin liegt die Sprengkraft: Die US-Regierung unter Trump prüft aktuell sämtliche Ermittlungen gegen Epstein neu. Maxwell wurde zur Aussage vor dem Kongress am 11. August vorgeladen – ob sie dort wieder reden wird oder schweigt, ist noch offen. Klar ist: Mit dieser Wendung wird die Epstein-Affäre politisch brisanter denn je.
Denn auch wenn das FBI Anfang Juli noch behauptete, es gebe »keine glaubwürdigen Hinweise auf eine Klientenliste« – Maxwells Offenbarungen könnten diese offizielle Linie untergraben. Das Vertrauen in Justiz und Medien steht auf dem Spiel. Es stellt sich also die Frage: Wird endlich aufgedeckt, was jahrelang vertuscht wurde – oder wird auch diese Wahrheit am Ende wieder mit einem Deal begraben?
Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

























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