Bildcollage: Bildschirmfotos YouTube

Wenn 3I/ATLAS ein Komet ist, warum sollte die CIA die Existenz von Auf­zeich­nungen darüber weder leugnen noch bestätigen?

Bislang wies 3I/ATLAS im Ver­gleich zu bekannten Kometen eine Reihe uner­klär­licher Merkmale auf – wie ich hier auf­ge­listet habe. Man hätte hoffen können, dass diese Rätsel eine ange­regte wis­sen­schaft­liche Debatte über die Natur von 3I/ATLAS aus­lösen würden. Von Avi Loeb

Statt­dessen wurde der Fall von NASA-Beamten offi­ziell abge­schlossen, ohne dass die rät­sel­hafte Natur dieser Anomalien dis­ku­tiert wurde.

Zu den anomalen Merk­malen gehören das Vor­han­densein eines aus­ge­prägten Anti-Schwanz-Jets, der sowohl vor als auch nach dem Perihel auf die Sonne gerichtet ist, die geo­me­trische Aus­richtung bis auf 8 Grad zwi­schen der Rota­ti­ons­achse von 3I/ATLAS in großen Ent­fer­nungen und der Richtung zur Sonne, die Aus­richtung bis auf 5 Grad der Bahn­ebene von 3I/ATLAS mit der Eklip­tik­ebene sowie das Über­wiegen von Nickel im Ver­gleich zu Eisen in dem von 3I/ATLAS abge­ge­benen Gas – was an indus­triell her­ge­stellte Nickel­le­gie­rungen erinnert.
Am 31. Dezember 2025 ant­wortete die Central Intel­li­gence Agency (CIA) auf eine Anfrage von John Gree­newald Jr. nach dem US-ame­ri­ka­ni­schen Infor­ma­ti­ons­frei­heits­gesetz (Freedom of Infor­mation Act, FOIA), dass sie „weder die Existenz noch die Nicht­existenz von Auf­zeich­nungen“ im Zusam­menhang mit 3I/ATLAS bestä­tigen oder demen­tieren könne. Die Antwort wurde hier auf Twitter veröffentlicht.

Dass diese Infor­ma­tionen von der CIA als so sen­sibel ein­ge­stuft werden, dass sie geheim gehalten werden, ist über­ra­schend, da NASA-Beamte auf einer Pres­se­kon­ferenz am 19. November 2025 (hier ver­öf­fent­licht) unmiss­ver­ständlich erklärten, dass 3I/ATLAS defi­nitiv ein Komet natür­lichen Ursprungs ist. 

Wenn diese Schluss­fol­gerung von Anfang an allen in Regierung und Wis­sen­schaft klar war – wie die NASA-Beamten es dar­stellten –, dann warum sollte die CIA die mög­liche Existenz von Auf­zeich­nungen über einen natür­lichen Kometen als so sen­sibel ein­stufen, dass sie als geheim ein­ge­stuft werden müsste?

Die ein­fachste Inter­pre­tation der CIA-Antwort auf die Anfrage nach dem Infor­ma­ti­ons­frei­heits­gesetz (FOIA) ist, dass einige Regie­rungs­beamte über­prüfen wollten, ob es sich bei 3I/ATLAS um ein unvor­her­ge­se­henes Ereignis handelt, das eine poten­zielle Bedrohung für die Gesell­schaft dar­stellt, obwohl Kome­ten­ex­perten dies für höchst unwahr­scheinlich halten. (3I/ATLAS ist der Erde nah wie nie zuvor – und könnte DEIN Bewusstsein ver­ändern!)

Mul­ti­pli­ziert man die geringe Wahr­schein­lichkeit für das Auf­treten einer Bedrohung mit ihren poten­ziell hohen Aus­wir­kungen auf die Gesell­schaft, so ergibt sich nüchtern der Schluss, dass solche Ereig­nisse ernst genommen und über­wacht werden müssen. 

Unter diesen Umständen wurden NASA-Beamte dazu ange­halten, die wahr­schein­lichste wis­sen­schaft­liche Inter­pre­tation zu liefern, während gleich­zeitig die ernst­hafte Prüfung eines Schwarzen-Schwan-Ereig­nisses durch die CIA vor der Öffent­lichkeit geheim gehalten wurde, um unbe­gründete Panik zu vermeiden. 

Dies ist eine kluge Vor­ge­hens­weise, um gesell­schaft­liche Unruhen oder Insta­bi­lität der Finanz­märkte zu einer Zeit abzu­mildern, in der das Ein­treten eines Schwarzen-Schwan-Ereig­nisses noch als äußerst unwahr­scheinlich gilt.

Um das Ver­trauen der Öffent­lichkeit zu erhalten, würde die CIA es vor­ziehen, keinen fal­schen Alarm aus­zu­lösen – wie der Hirte, der immer wieder „Wolf!“ rief –, sodass ihm niemand glaubte, als dann tat­sächlich ein Wolf kam.

Die Devise „weder demen­tieren noch bestä­tigen“ ist der beste Weg, die Unter­su­chung von Black-Swan-Ereig­nissen geheim zu halten.

Wenn die obige Inter­pre­tation zutrifft, stellt 3I/ATLAS den ersten Fall eines astro­no­mi­schen Objekts dar, bei dem die Geheim­dienste bewusst die Antwort „weder demen­tieren noch bestä­tigen“ gewählt haben.

Im Sommer 2025 schlug ich die „Loeb-Klas­si­fi­zie­rungs­skala“ zur Ein­stufung der Bedrohung durch inter­stellare Objekte als außer­ir­dische Tech­no­logie vor. Die Skala wurde in drei von mir gemeinsam mit Omer Eldadi, Gershon Ten­nenbaum und Oem Trivedi ver­fassten, von Fach­kol­legen begut­ach­teten Artikeln quan­ti­fi­ziert, die hier, hier und hier ver­öf­fent­licht wurden. 

Zur gleichen Zeit wies ich poli­tische Ent­schei­dungs­träger auf die Mög­lichkeit hin, dass 3I/ATLAS ein unvor­her­ge­se­henes Ereignis sein könnte, wie hier erwähnt. Viel­leicht hat ja jemand meinen Appell erhört.

Heute baten mich mehrere Jour­na­listen um eine Stel­lung­nahme zu dem neu­esten Bericht (hier abrufbar) über die Grenzen der tech­no­lo­gi­schen Funk­über­tragung von 3I/ATLAS, der auf Daten des Green-Bank-Tele­skops basiert.

Ich habe den Jour­na­listen klar­ge­stellt, dass ich das For­schungsteam der Breakth­rough Listen Initiative dazu ange­halten habe , nach Funk­si­gnalen von 3I/ATLAS zu suchen, da die Ein­falls­richtung von 3I/ATLAS ins Son­nen­system mit der Richtung des „Wow!“-Signals von 1977 bis auf 9 Grad über­ein­stimmte – mit einer Wahr­schein­lichkeit von 0,6 %, wie hier erläutert.

Die neuen Daten schließen ein tech­ni­sches Signal im Fre­quenzband von 1–12 GHz in Richtung Erde über einen Zeitraum von 5 Stunden zwi­schen 04:15 und 09:15 UTC am 18. Dezember 2025 aus.

Es ist unklar, ob man von einem tech­no­lo­gi­schen Objekt erwarten kann, dass es Radio­si­gnale an seine Sender sendet. Solche Signale bräuchten mehrere Zehn­tausend Jahre, um die Milch­straße zu durch­queren, während 3I/ATLAS nur 16.000 Jahre im Son­nen­system ver­bringt – von der Oort­schen Wolke bis zum äußeren Rand. 

Inter­stellare Objekte senden wahr­scheinlich nicht kon­ti­nu­ierlich an ihre Sender, da ihnen die Zeit für einen wech­sel­sei­tigen Dialog fehlt. Ange­sichts ihrer Mil­li­arden Jahre dau­ernden Reise ist die Wahr­schein­lichkeit einer Über­tragung in einem bestimmten 5‑Stunden-Intervall ver­schwindend gering. Zudem ist es möglich, dass ein solches Signal nicht in Richtung Erde oder im über­wachten Fre­quenzband gesendet wird.

Um Energie zu sparen, würde ein effi­zi­entes Signal gebündelt und in einen kurzen Impuls mit geringer Aus­lö­serate kom­pri­miert. Ein adäquates Beob­ach­tungs­pro­gramm hätte 3I/ATLAS über einen langen Zeitraum aus ver­schie­denen Rich­tungen beob­achtet und nicht nur in einem 5‑Stunden-Fenster.

Die Daten­er­fassung von 3I/ATLAS wird erst abge­schlossen sein, wenn die Sonde den Hill-Radius des Jupiters pas­siert hat. Hof­fentlich lässt sich die neu­gierige Gruppe der Regie­rungs­be­amten von der dog­ma­ti­schen Gemein­schaft der Kome­ten­ex­perten über­zeugen, zu über­prüfen, ob 3I/ATLAS kleine Sonden als neue Jupi­ter­monde aussetzt. 

Ohne diese Über­prüfung werden wir viel­leicht nie erfahren, ob dieser Schwan weiß oder schwarz ist.

Mehr über echte und erfundene Raum­fahrt lesen Sie im Buch „Der Raum­fahrt-Schwindel„.

Quellen: PublicDomain/avi-loeb.medium.com am 06.01.2026

Zuerst erschienen bei pravda-tv.com.

  • Top Artikel

  • Service-Hotline:
    0179-6695802

  • Servicezeiten:
    Mo. und Do.: 10:00 - 12:00 Uhr
    Mi.: 15:00 - 18:00 Uhr