Wenn Viktor Orbán spricht, bekommen deutsche Mainstreammedien Schnappatmung und das Gehirn setzt aus. Kaum fällt ein Satz, kaum ein Tweet, wird nur noch gepoltert: „Putin-Versteher“, „Blockierer“, „Rechtsnationalist“. Analyse wird ersetzt durch Empörung, Einordnung durch Moralisierung der Unmoralischen. (von David Berger)
Die jüngsten Äußerungen des ungarischen Ministerpräsidenten zur Ukraine und zur EU zeigen einen bewundernswert ehrlichen, sein Land und Europa liebenden Orbán. Und Erschreckendes zum Zustand des deutschen Medienbetriebs.
So erklärte Orbán auf X gegenüber Selenskyj:
„It seems to me that we will not be able to come to an understanding… I am a free man serving the Hungarian people. („Ich glaube, wir werden uns nicht einigen können … Ich bin ein freier Mann, der dem ungarischen Volk dient.“)
Und weiter sehr klar:
„Ungarn wird die Ukraine die nächsten 100 Jahre nicht in die EU lassen§
Orban macht der Öffentlichkeit ganz ehrlich und transparent klar: Ungarn folgt nicht automatisch den Wünschen eines Kriegstreibers, der ankündigte, Orbán ins Gesicht schlagen zu wollen, bzw. dem Brüsseler Kurs, der permanent den Europäern ins Gesicht schlägt, nur weil deutsche Redaktionen ihn zum einzig legitimen erklären. Statt Orbáns Aussagen zu diskutieren, werden sie pathologisiert. Und das, obwohl die Pathologie zusammen mit einem guten Drogenentzugs-Spezialisten bei anderen wirklich mehr zu tun hätte. Das ist freilich nichts Neues:
Haltung statt Journalismus

Dass dagegen die Argumente Orbáns – Kosten, Eskalationsrisiken, demokratische Legitimation – diskussionswürdig, vielleicht eine der wenigen vernünftigen Stimmen in der EU sind, scheint zweitrangig. Entscheidend ist, dass sie nicht in das vorgefertigte, aggressiv russophobe Narrativ passen. Also werden sie ausgeblendet oder verzerrt.
Entschuldigt es die Journalunken-Bande, dass sie teilweise aus Angst vor den finanziellen Unterstützern aus dem Bereich der Politik bzw. gar vor Konsequenzen handeln? Konsequenzen, wie sie einige ihrer Kollegen bereits am eigenen Leib erfahren müssen. Hat doch jüngst der Bundestag einen neuen Strafrahmen für von der EU gelistete „Unterstützer Sanktionierter“ (d.h. Russlands) festgesetzt:
„Künftig sind neben Honoraren oder Spenden sämtliche direkten oder verschleierten Zuwendungen von Geld oder wirtschaftlichen Ressourcen an sanktionierte Personen strafbar. Selbst Verlagsverträge oder Tantiemen könnten darunter fallen. Firmen müssen solche Zahlungen einfrieren und tragen eine verschärfte Prüfpflicht. Wer dagegen als Privatperson verstößt, wird mit bis zu fünf Jahren – oder bei besonders schweren Fällen bis zu zehn Jahren – Gefängnis bestraft. Lediglich humanitäre Hilfen sind unter strengen Voraussetzungen ausgenommen – theoretisch.“ (Quelle)
Der blinde Fleck der Berichterstattung
Während deutsche Medien jeden weiteren wahnhaften Milliardenbeschluss aus Brüssel mit routinierter Zustimmung begleiten, bleiben die kritischen Fragen zu dem Projekt Nibelungentreue aus:
Wie lange noch?
Mit welchem Ziel?
Und zu welchem Preis?
Orbán stellt diese Fragen. Nicht hinter vorgehaltener Hand, sondern öffentlich. Genau das macht ihn für den deutschen Medienkonsens so gefährlich. Denn wer Fragen stellt, zwingt zur Begründung. Und Begründungen fehlen zunehmend.
Stattdessen wird ein pseudomoralischer Ausnahmezustand aufrechterhalten, in dem jede Kritik als unmoralisch herabgewürdigt, als „Unterstützung Sanktionierter“ gefürchtet wird. Ein Zustand, in dem politische Alternativen nicht widerlegt, sondern verächtlich gemacht werden.
Selenskyj als Internationalheiliger der EU

Dass Ungarn andere sicherheitspolitische Interessen hat als Deutschland, dass es geografisch, historisch und wirtschaftlich anders betroffen ist, spielt in der Berichterstattung kaum eine Rolle. Differenzierung stört die Erzählung.
Was Orbán wirklich vorgeworfen wird, ist nicht seine Politik, sondern seine Abweichung. Er durchbricht die Gleichschaltung, die deutsche Medien zur göttlichen Tugend erhoben haben. Einen monotonen Gleichklang, der suggeriert, es gebe nur eine verantwortungsvolle Meinung – und alles andere sei moralisch defizitär. Doch Demokratien (nicht „Unsere Demokratie“!) leben vom Streit, nicht von Einigkeit auf Kommando.
Demokratie nicht in Budapest, sondern in Berlin in Gefahr
Man muss Viktor Orbán nicht unbedingt als Helden feiern. Aber er ist ein Spiegel. Er zeigt, wie eng der Meinungskorridor geworden ist – nicht in Budapest, sondern in Berlin, Hamburg und Köln – und in Brüssel sowieso. Seine Weigerung, Brüsseler Beschlüsse und immer neue ukrainische Maximalforderungen, deren Erfüllung das zum Himmel schreiende Sterben in der Ukraine verlängert, kommentarlos abzunicken, entlarvt die deutsche Medienlandschaft als das, was sie in dieser Frage oft geworden ist: nicht kritisch, sondern propagandistisch, nicht demokratisch, sondern totalitär. Gleichgeschaltete Schreiberlinge, die derzeit im Interesse eines immer mehr zur Katastrophe werdenden Krieges agieren – Trump hat dazu alles Notwendige in Davos gesagt. Nicht nur an den Händen des Diebes aus der Ukraine, an denen Kiesewetters, Merzs, von der Leyens & Co klebt das Blut ungezählter Kriegsopfer, auch an denen unserer gleichgeschalteten Presstituierten.
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Zuerst erschienen bei philosophia-perennis.com.

























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