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Ruht die Arche Noah auf dem Berg Ararat? US-Aben­teurer ent­deckt auf­fällige Formation

Eine schiffs­förmige For­mation in der Ost­türkei 30 Kilo­meter südlich des Ararats soll angeblich die Arche Noah sein. Ein tür­ki­scher Luft­waf­fen­pilot hatte die bizarre For­mation in den 1950-er Jahren entdeckt.
Ein US-ame­ri­ka­ni­scher Krea­tionist hat sie berühmt gemacht. Auch die CIA führte Unter­su­chungen durch, um Beweise für die Arche zu sammeln. Ein US-Aben­teurer will bald mit Aus­gra­bungen beginnen. Von Frank Schwede

Laut dem Buch Genesis kam die Arche, die Noah, seine Familie und ein paar Tiere vor der Flut in Sicherheit brachte, auf dem Gipfel des Ararat-Gebirges zur Ruhe, als das Wasser, das alle bösen und sün­digen Seelen auf der Erde ver­nichtete, zurückging.

Mehrfach schon haben sich Aben­teu­er­lustige und For­schende mit der selt­samen Fels­for­mation bei Duru­pinar im Osten der Türkei 30 Kilo­meter südlich des Ararats beschäftigt. Unter anderem auch ame­ri­ka­nische und tür­kische Geo­logen. Sie alle kamen zu dem Schluss, dass die Felsen aus Limo­nit­ge­stein einen natür­lichen Ursprung haben.

Der US-Aben­teurer Andrew Jones, der auch Tou­ris­ten­füh­rungen in der Region anbietet, ist anderer Ansicht. Er glaubt nicht an die Aus­sagen von Wis­sen­schaftlern, er geht seit ein paar Jahren seinen eigenen Hin­weisen nach.

Dazu hat Jones das For­scherteam „Noah´s Arc Scans“ zusam­men­ge­stellt. Im Frühjahr 2025 hat er erste Boden­proben genommen und mit einem Radar den Boden gescannt.

Laut den ersten Ana­lysen deuten der pH-Wert und orga­ni­sches Material innerhalb eines Bogens und recht­eckigen Struk­turen in einem grö­ßeren Raum in mehr als 6.000 Metern Tiefe auf ein von Men­schenhand gemachtes Kon­strukt hin.

Form und Größe der Struktur ent­spreche laut Jones in etwa den Maßen, die der Arche zuge­schrieben werden. Jones erklärte gegenüber The Sun, Ziel sei es, in den kom­menden Jahren die Wahrheit an Licht zu bringen. (Mys­terium Kathe­drale: Heilige Geo­metrie – warum die goti­schen Bau­werke geheime Bot­schaften ent­halten)

Jones will mit den Aus­gra­bungen beginnen, doch das könnte sich als pro­ble­ma­tisch erweisen, da das gesamte Gebiet unter Natur­schutz steht, hinzu kommen die schwie­rigen kli­ma­ti­schen Bedingungen.

Laut Jones könnten die Ergeb­nisse der Ana­lysen ein mög­licher Hinweis auf ver­rot­tetes Holz sein. Außerdem habe das Gras innerhalb der For­mation im Herbst eine auf­fallend gelb­liche Färbung ange­nommen, was ein wei­terer mög­licher Hinweis auf eine künst­liche Struktur sein könnte.

Der Archäologe Rainer Schreg von der Otto Friedrich Uni­ver­sität Bamberg wundert sich, dass Nach­richten über Arche-Noah-Funde immer wieder unge­prüft ver­breitet werden. Offenbar fas­zi­niert viele Men­schen die reale Suche nach einem Mythos.

Geheime CIA-Recherche zur Arche Noah

Schreg ist kei­nes­falls von dem Fund über­zeugt. Er sagt, eine Iden­ti­fi­kation als Arche Noah setzt ein­deutige Befunde voraus. Nichts davon ist an diesem Ort zu finden. Außerdem ver­steinert ein Schiff nicht, es ver­rottet, wenn es nicht auf Mee­res­grund liegt.

Dass an der Fels­for­mation etwas seltsam ist, davon war in den 1950-er Jahren auch die CIA über­zeugt, wie ein interner Report zeigt.

Von 1974 bis 1982 führte laut einem Bericht der Daily Mail CIA-Direktor William Colby eine Unter­su­chung durch, um Beweise für die Arche Noah zu sammeln. Dazu wurden unter anderem auch Satel­li­ten­auf­nahmen her­an­ge­zogen und Lockheed U‑2-Spio­na­ge­flug­zeuge eingesetzt.

Boden­proben von der Fund­stelle, Ton­ma­terial und Mee­res­ab­la­ge­rungen weisen nach Meinung ver­schie­dener Experten auf eine große Flut vor 5.000 Jahren hin.

All diese Fakten stützen bis heute die Theorie, dass es sich bei der Fels­for­mation um die Arche Noah handelt. Laut Aussage von For­schenden der Tech­ni­schen Uni­ver­sität Istanbul stimmt die For­mation mit den Beschrei­bungen aus der Bibel überein, aller­dings seien noch weitere Unter­su­chungen nötig.

Die Arche Noah wird in der Bibel als rie­siges Schiff beschrieben, das aus „Gopherholz“ gebaut und innen und außen mit Pech abge­dichtet wurde. Die Maße sind 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Eine Elle ent­spricht in etwa 45 bis 53 Zen­ti­meter, sodass die Arche schät­zungs­weise 135 bis 160 Meter lang war.

Es gibt viele Spe­ku­la­tionen und Legenden über mög­liche Über­reste der Arche. In der Bibel wird berichtet, dass sie nach dem Ende der Sintflut auf dem Gebiet des Ararat landete, das im heu­tigen Armenien und im Osten der Türkei liegt. Aber wie hoch ist die Wahr­schein­lichkeit, dass die Bibel recht hat?

Dass es peri­odische Über­schwem­mungen der Flüsse Euphrat und Tigris gab, gilt als gesi­cherte Tat­sache. Aber gab es wirklich eine zer­stö­re­rische Sintflut, wie sie im Gil­ga­mesch-Epos beschrieben wird?

Eine Reihe von Wis­sen­schaftlern bezweifelt das, dennoch wäre es denkbar, glauben andere. Sie ver­muten, wenn extreme Stark­re­gen­er­eig­nisse in Ana­tolien dazu führen, dass Euphrat und Tigris-Fluten gleich­zeitig kommen und wenn es dazu Süd­winde gäbe, die das Abfließen der Was­ser­massen in den Per­si­schen Golf ver­hindern würden, dann könnte es tat­sächlich zu einem Rückstau kommen, der eine gigan­tische Flut auslöst, die ganz Süd­me­so­po­tamien über­schwemmen könnte.

Bis heute ist die Sintflut eine Glaubensfrage

Laut einer Theorie, soll es vor 7.500 Jahren am Schwarzen Meer tat­sächlich zu einer gigan­ti­schen Flut gekommen sein. Durch das Abschmelzen der Glet­scher stieg der Meeresspiegel.

Irgendwann haben die Was­ser­massen auch den Bos­porus erreicht, was zur Folge hatte, dass sehr große Mengen an Wasser den Bos­porus her­un­ter­kamen – zwan­zigmal stärker als die Niagarafälle.

Wenn es diese gigan­tische Flut tat­sächlich gegeben hat, könnte sie das Gil­ga­mesch-Epos im Zwei­stromland aus­gelöst haben. Aus diesem Epos könnte später die Geschichte der Arche Noah ent­standen sein.

Der Haken an der Theorie ist, dieses Ereig­nisse hätte in diesem Fall 5500 v. Chr. statt­ge­funden. Das Gil­ga­mesch-Epos ist aber erst 2000 Jahr später entstanden.

Archäo­logen haben in Fara um das Jahr 1902 tat­sächlich eine Schwemm­schicht im Boden gefunden, die von einer Rie­senflut stammen könnte. Aller­dings ist bis heute nicht das Rätsel gelöst, ob der König von Shu­ruppak, also Noah, in der hebräi­schen Bibel, tat­sächlich eine Arche gebaut hat.

Das ist bis heute eine Glau­bens­frage geblieben. Es ist zwar zu ver­muten, dass sich die Men­schen mit Booten vor den Was­ser­massen in Sicherheit gebracht haben, dass aber eine riesige Arche, so, wie in der Bibel, gebaut wurde, ist wohl eher eine Legende.

Und ein wei­teres Problem kommt hinzu: Der Ararat ist über 5.000 Meter hoch. Dass der Mee­res­spiegel selbst bei starker Flut auf diese Höhe steigt, ist schlichtweg unmöglich. Selbst nicht bei extremer Flut und der Annahme, dass alles Eis auf der Erde auf einmal schmilzt.

Während der letzten Eiszeit, als sehr viel mehr Eis gebunden war und es sehr viel mehr Glet­scher gab, war der Mee­res­spiegel 100 bis 120 Meter tiefer als heute. Wenn das gesamte Eis schmelzen würde, wäre der Mee­res­spiegel viel­leicht noch einmal etwa 80 bis 100 Meter höher. – und selbst das würde nicht reichen, um ein Schiff am Ararat stranden zu lassen.

In einer rund 3.000 Jahre alten baby­lo­nische Ton­tafel, die soge­nannte Imago Mundi, aus dem British Museum, die in den 1880er Jahren im Irak gefunden wurde, wird eben­falls der Berg Ararat als mög­licher Fundort der Arche erwähnt.

Die Imago Mundi gilt als die älteste bekannte Welt­karte und bietet Ein­blick in das geo­gra­phische Weltbild der Baby­lonier.  In einem erst vor wenigen Jahren rekon­stru­ierten Teil der Karte fanden Wis­sen­schaftler die Beschreibung eines Weges, der zu der Arche führen soll.

Auf der Rück­seite der Tafel beschreibt ein Keil­schrifttext eine große Arche, die auf einem Berg jen­seits des „bit­teren Flusses“ liegt. Diese Beschreibung weist Par­al­lelen zur bibli­schen Erzählung auf, wonach die Arche Noah nach der Sintflut am Berg Ararat strandete.

Daraus lässt sich schließen, dass die Baby­lonier sei­nerzeit eine genaue Vor­stellung vom Standort der Arche hatten und den Weg anhand der Karte hätten finden können. Dr. Irvin Finkel, Assy­riologe und Keil­schrift-Experte am Bri­ti­schen Museum:

„Wären wir im antiken Babylon, wüssten wir, wohin wir gehen müssten, um die Reste dieses wun­der­vollen Bootes zu sehen.“

Viele Aben­teurer machten sich auf die Suche

Die Arche hat viele Aben­teurer inspi­riert, sich auf die Suche zu machen. Zu ihnen gehörte auch der bri­tische Anwalt und Poli­tiker James Bryce, den es im Jahr 1876 zum Ararat trieb.

Alles, was er dort fand, war ein Stück Holz, das laut seiner Ansicht nach nur von der Arche stammen konnte. Seitdem häufen sich die Berichte über angeb­liche Arche-Funde. In den 1940-er Jahren behauptete ein Augenarzt, er hätte die Arche in einer Fels­for­mation oberhalb des Ararat entdeckt.

In den frü­heren 2000-er Jahren war es ein evan­ge­li­scher Pastor, der über­zeugt war, auf dem Gipfel des Ararat ver­steinert Holz gefunden zu haben, das einmal Teil der Arche war.

Dabei ist noch nicht einmal sicher, dass sich die Arche tat­sächlich genau an diesem Ort befindet, weil sich For­schende hin­sichtlich des genauen Ortes bis heute nicht einig sind. Laut dem Buch Genesis befindet sich die Stelle auf den Bergen des Ararat im Urar­täi­schen Reich.

Es ist aber nicht von diesem einen Berg die Rede, der heute diesen Namen trägt, sondern gemeint ist ein ganzes Gebiet, das Armenien und Teile der öst­lichen Türkei des Irans einschließt.

Demnach ist es unmöglich, den genauen Ort konkret zu bestimmen, welcher des ursprüng­lichen Nahen Ostens gemeint ist. Selbst wenn Arte­fakte der Arche gefunden werden, wird es unmöglich sein, sie sicher einem his­to­ri­schen Ereignis zuzu­ordnen, außer es liegt eine alter­tüm­liche Inschrift dazu vor.

Pseu­do­ar­chäo­logen lassen sich von echter wis­sen­schaft­licher Arbeit leider nicht beein­drucken. Unter­stützung finden sie vor allem bei Anhängern des Junge-Erde-Krea­tio­nismus, die trotz gegen­tei­liger Beweise davon über­zeugt sind, dass die Erde erst wenige Tausend Jahre alt ist. Die Anhänger der Theorie nutzen säkulare archäo­lo­gische Funde, um ihre wört­liche Aus­legung der Bibel zu stützen.

Unter den meisten Archäo­logen lösen der­artige Expe­di­tionen sogar Ver­är­gerung aus. Grund ist, Archäo­logie ist keine Schatz­suche, bei der es darum geht, sich auf die Suche nach einem bestimmten Objekt zu begeben, sondern sie ist Wis­sen­schaft, der in der Regel For­schungs­fragen zugrunde liegen, die Archäo­logen ver­suchen, mit­hilfe von Aus­gra­bungen zu beantworten.

Fazit: Leider hat sich der Ver­dacht, dass die Duru­pinar-For­mation die letzte Ruhe­stätte der Arche ist, in der Ver­gan­genheit mehrfach als falsch erwiesen. Auch wenn es für die­je­nigen, die noch immer auf einen phy­si­schen Beweis hoffen, schwer ist, zu akzep­tieren, dass die For­mation einen natürlich Ursprung hat und ihr Aus­sehen völlig zufällig ist. Das haben Archäo­logen in der Ver­gan­genheit mehrfach bewiesen.

Mehr über die echte gefälschte Geschichte lesen Sie im Buch „Die Schlammflut-Hypo­these“ und mehr über die Alte Welt Ordnung in „Die Welt-Illusion“ oder über die Innere und Flache Erde in „DUMBs 2“ oder die Eiswand und die Gefal­lenen Engel in „Ant­arktis: Hinter der Eiswand“ sowie über „Die ver­gessene Welt der Rie­sen­bäume

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Quellen: PublicDomain/Frank Schwede für PRAVDA TV am 15.01.2026

Zuerst erschienen bei pravda-tv.com.

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