Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat in sozialen Netzwerken mitgeteilt, dass er und seine Familie bedroht werden. Die Drohungen, um die es hier u.a. geht, gehen sowohl von Selenskyj als auch von dem ehemaligen ukrainischen Geheimdienstgeneral Hryhoriy Omelchenko aus. (von David Berger)
In einem Interview am Abend des 11. März stellte Omelchenko die militärischen Möglichkeiten Ungarns infrage und warnte Orbán vor einem möglichen Konflikt mit der Ukraine. Dabei sagte er: „Was meinte Orbán, als er die Worte benutzte: ‚Wir werden die ukrainische Ölblockade durchbrechen?‘“

„Wir wissen, wo er wohnt…“
Besonders brisant ist laut Artikel eine Passage, in der Omelchenko behauptet, eine ukrainische Organisation kenne den Aufenthaltsort Orbáns genau. In Richtung des ukrainischen Präsidenten erklärte er:
„Unsere Organisation namens KARMA benötigt nicht einmal Orbáns Adresse. Wir wissen, wo er wohnt, wo er schläft, wo er Bier trinkt. Sogar mit wem er sich trifft …“ sagte Grigorij Omeltschenko. Zum Schluss fügte er eine direkte Warnung hinzu: „Orbán sollte an seine fünf Kinder und sechs Enkelkinder denken.“
Kurz zuvor hatte Selenskyj Orbán gedroht: „Werde Adresse dieser Person an unsere Jungs weitergeben …“. Orbán wurde zudem auf die ukrainische Todesliste Mirotvorets gesetzt — viele Personen von dieser Liste wurden bereits ermordet.
Die Wut des Selenskyj-Netzwerks ist groß, nachdem Ungarn eine der vielen Geldwäsche-Operationen der Ukraine enttarnt hat: „Wir sprechen von 900 Millionen Dollar. 420 Millionen Euro in bar und 146 kg Gold. Das Geld der ukrainischen Mafia floss über Ungarn.“
Situation ernst nehmen, ohne in Panik zu verfallen
Viktor Orbán reagierte darauf mit einem Video, das er in sozialen Netzwerken veröffentlichte. Darin ist zu sehen, wie Orbán seine Familie telefonisch kontaktiert und sie vor möglichen weiteren Drohbotschaften warnt. „Ihr werdet bald Drohungen in den Nachrichten sehen, habt keine Angst“, sagt er in der Aufnahme.
Gleichzeitig forderte Orbán seine Angehörigen auf, die Situation ernst zu nehmen, ohne in Panik zu geraten. Nach seinen Angaben hätten seine Familienmitglieder ruhig reagiert und sich von der Nachricht nicht einschüchtern lassen. Dennoch sei die Lage „gelinde gesagt ungewöhnlich“.
Der Ministerpräsident erklärte weiter, dass sich seine Familie an die veränderten Umstände anpassen werde. Man werde sich „irgendwie an diese neue Lebensform gewöhnen“, sagte Orbán.
Bundesregierung desinteressiert
Während die EU-Kommission die Drohungen aus der Ukraine verurteilt hat, aber weiter Milliarden in das durch und durch korrupte Land fließen lässt, will die Bundesregierung den Fall gar nicht erst kommentieren. Schließlich handele es sich um einen Vorfall zwischen zwei anderen Ländern und man kenne die Umstände nicht so recht:
Ermutigung indes von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, die kurz nach den Drohungen aus der Ukraine an Ungarn nach Kiew gereist ist, um Selenskyj den Rücken zu stärken. Mit Freude hat sie aufgenommen, dass sie die Grüße von Selenskyj „an die deutschen Steuerzahler“ weitergeben darf. Selenskyj kriegt sich vor Lachen gar nicht ein, als er die Bitte um Übermittlung ausspricht.
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Zuerst erschienen auf dem Blog philosophia-perennis.com.

























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