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US-Bun­des­staat treibt Plan zur Ver­wendung von Toten für die „mensch­liche Kom­pos­tierung“ in der Lebens­mit­tel­ver­sorgung voran

Das Reprä­sen­tan­tenhaus von Oklahoma hat am Dienstag einen über­par­tei­lichen Gesetz­entwurf ver­ab­schiedet, der die Ver­wendung mensch­licher Über­reste als Boden­dünger für Nutz­pflanzen, die für den Verzehr bestimmt sind, lega­li­sieren würde.

Der Geset­zes­entwurf HB 3660 zielt darauf ab, die soge­nannte „natür­liche orga­nische Reduktion“ (NOR), eine gängige Umschreibung für die Kom­pos­tierung mensch­licher Über­reste, als eine Form der Ein­äscherung in das Staats­recht aufzunehmen. 

Das Reprä­sen­tan­tenhaus von Oklahoma ver­ab­schiedete den Entwurf mit 59 zu 37 Stimmen, wobei sowohl Repu­bli­kaner als auch Demo­kraten dafür stimmten. Dies rief eine scharfe Kritik eines repu­bli­ka­ni­schen Abge­ord­neten hervor, der gegen den Geset­zes­entwurf ist.

Die DCNF berichtet: „Heute hat das Reprä­sen­tan­tenhaus den Gesetz­entwurf HB3660 ver­ab­schiedet, der die Ver­wendung kom­pos­tierter mensch­licher Körper als Dünger lega­li­sieren soll. 

Sollte dieser Gesetz­entwurf in Kraft treten, würde Oklahoma sich 14 demo­kra­tisch regierten Bun­des­staaten anschließen, die dieses Ver­fahren bereits lega­li­siert haben“, schrieb der repu­bli­ka­nische Abge­ordnete Jim Shaw aus Oklahoma am Dienstag in einem Beitrag auf X. 

„Anstatt diese Praxis also gänzlich zu ver­bieten, sind wir auf dem besten Weg, die Ver­wendung von Fäkalien als Dünger einen wei­teren wider­lichen Schritt voranzubringen.“

Der Gesetz­entwurf wurde von den repu­bli­ka­ni­schen Abge­ord­neten Eddy Dempsey und Casey Murdock aus Oklahoma ein­ge­bracht. Beide sind Land­wirte und ver­treten über­wiegend länd­liche Wahlkreise. 

Eine Mehrheit der repu­bli­ka­ni­schen Abge­ord­neten – 43 von 81 – stimmte für den Entwurf, während 36 Repu­bli­kaner und nur ein Demokrat, der Abge­ordnete Mickey Dollens, dagegen stimmten. 

Der repu­bli­ka­nische Sprecher des Reprä­sen­tan­ten­hauses von Oklahoma, Kyle Hilbert, unter­stützte den Gesetzentwurf.

Shaw, der eben­falls einen länd­lichen Wahl­kreis ver­tritt, teilte in den sozialen Medien ein Video, das seine Aus­ein­an­der­setzung mit Dempsey im State House zeigt. Shaw erklärte gegenüber dem DCNF, der Wort­wechsel habe am Diens­tag­morgen vor der Abstimmung stattgefunden.

„Ich muss einfach fragen: Glauben Sie wirklich, dass mensch­liche Über­reste oder gar mein Lieb­lings­thema, mensch­liche Exkre­mente, als Kompost oder Dünger geeignet sind?

Glauben Sie das wirklich?“, fragte Shaw den Initiator des Geset­zes­ent­wurfs im Repräsentantenhaus.

„In dieser Situation, ja“, ant­wortete Dempsey, wor­aufhin einige Sekunden Stille folgten.

Dempsey reagierte nicht auf die Bitte des DCNF um eine Stellungnahme.

„Das ist alles andere als kon­ser­vative Politik, aber sie wird von einem angeblich kon­ser­va­tiven Par­lament in Oklahoma ver­ab­schiedet, das in Wirk­lichkeit bei Weitem nicht so kon­ser­vativ ist, wie es vorgibt“, sagte Shaw in einem Interview mit dem DCNF. 

Sie ver­teilen seit Jahr­zehnten Klär­schlamm, auch bekannt als „Humus“, auf den Feldern Okla­homas. Dieser Gesetz­entwurf sieht nun auch die Ver­wendung von kom­pos­tierten mensch­lichen Über­resten als Dünger vor. 

Ich habe in zwei auf­ein­an­der­fol­genden Legis­la­tur­pe­rioden einen Gesetz­entwurf ein­ge­bracht, der die Ver­wendung von Klär­schlamm als Dünger in unserem Bun­des­staat ver­bieten soll, doch er wurde jedes Mal abge­lehnt. Dieser Gesetz­entwurf würde diese Praxis noch ver­schärfen. Das ist, gelinde gesagt, beunruhigend.

„Wir sollten eigentlich die repu­bli­ka­nische Mehrheit im Par­lament haben, sowohl im Reprä­sen­tan­tenhaus als auch im Senat. Aber wir haben sehr, sehr gemä­ßigte, ja fast schon demo­kra­tisch geprägte Politik, die jeden Tag ver­ab­schiedet wird.“

Zu den 14 Staaten, die NOR lega­li­siert haben, gehören Arizona, Kali­fornien, Colorado, Delaware, Georgia, Maine, Maryland, Min­nesota, Nevada, New Jersey, New York, Oregon, Vermont und der Bun­des­staat Washington, so A Greener Funeral (AGF), ein Projekt des NOR-freund­lichen Unter­nehmens Pas­sages Inter­na­tional, Inc.

Alle diese Staaten sind ent­weder demo­kra­tisch geprägt oder soge­nannte Swing States, die bei der Prä­si­dent­schaftswahl 2020 für Prä­sident Joe Biden gestimmt haben.

Shaw erklärte gegenüber dem DCNF außerdem, er sei sich nicht sicher, ob Stitt das Gesetz unter­zeichnen oder sein Veto ein­legen würde, sollte es ihm vor­gelegt werden. 

Das Büro des Gou­ver­neurs reagierte nicht auf die Anfrage des Mediums, die Haltung des Gou­ver­neurs zu dem Gesetz­entwurf zu klären.

Der Abge­ordnete merkte außerdem an, dass der Senat des Bun­des­staates, der wie das Reprä­sen­tan­tenhaus über eine repu­bli­ka­nische Super­mehrheit verfügt, den Gesetz­entwurf mög­li­cher­weise ablehnen und ihn damit von vorn­herein zum Scheitern bringen könnte.

„Im Senat haben wir eine stärkere kon­ser­vative Gruppe von Sena­toren, daher ist es möglich und hof­fentlich wahr­scheinlich, ins­be­sondere ange­sichts der öffent­lichen Empörung in den sozialen Medien, dass der Senat ihn zu Fall bringen wird“, sagte er.

Shaw sagte gegenüber dem DCNF, dass die Debatte über NOR in seinem Hei­mat­staat „eigentlich der Debatte über die Ver­wendung von Bio­schlamm oder, wie er es nennt, „Humus“ als land­wirt­schaft­lichen Dünger hier in Oklahoma ähnelt“, einem wich­tigen Thema, mit dem er bei seiner ersten Kan­di­datur für das State House im Jahr 2024 Wahl­kampf führte.

„Seit Jahr­zehnten wird in Oklahoma Klär­schlamm auf Ackerland aus­ge­bracht. Dieser Gesetz­entwurf sieht nun vor, kom­pos­tierte mensch­liche Über­reste als Dünger zu ver­wenden“, schrieb Shaw  als Antwort auf einen Kom­mentar eines Nutzers. 

„Ich habe in zwei auf­ein­an­der­fol­genden Legis­la­tur­pe­rioden einen Gesetz­entwurf ein­ge­bracht, der die Ver­wendung von Klär­schlamm als Dünger in unserem Bun­des­staat ver­bieten soll, und er wurde jedes Mal abge­lehnt. Dieser Gesetz­entwurf würde diese Praxis noch ver­schärfen. Das ist, gelinde gesagt, beunruhigend.“

„Das ist ein großes Problem in meiner Region in Oklahoma“, fügte Shaw in seinem Interview mit dem DCNF hinzu. „Ich habe in den letzten beiden Legis­la­tur­pe­rioden in Folge Geset­zes­ent­würfe ein­ge­bracht, die jedoch jedes Jahr scheiterten. 

Nun befasst sich der Abge­ordnete Dempsey mit diesem Geset­zes­entwurf zur Kom­pos­tierung mensch­licher Über­reste, und die Mehrheit meiner Kol­legen im Reprä­sen­tan­tenhaus von Oklahoma befür­wortet im Grunde die Ein­bettung und Kom­pos­tierung mensch­licher Leichen in Erde.“

„Wir bewegen uns bei beiden Themen ein­deutig in die falsche Richtung“, betonte er.

Shaw fügte hinzu, dass die Make America Healthy Again (MAHA)-Bewegung sowohl NOR als auch die Ver­wendung von mensch­lichen oder bio­lo­gi­schen Fest­stoffen als Dünger „zu 100 % ablehnen“ sollte.

NOR ist laut AGF-Website „die kon­trol­lierte, beschleu­nigte Umwandlung mensch­licher Über­reste in Erde“. „Bei diesem Ver­fahren werden große Tanks, Con­tainer oder ähn­liche Gefäße ver­wendet, um mensch­liche Über­reste mit Stroh, Holz­spänen und/oder anderen natür­lichen Mate­rialien für einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Wochen zusammenzuhalten.“

„Nach Abschluss des Pro­zesses hat die Familie des Ver­stor­benen die Mög­lichkeit, das Boden­ma­terial zu erhalten, das sich zum Ver­teilen in einem Garten, zum Pflanzen eines beson­deren Baumes oder zum Ver­streuen an anderen bedeu­tungs­vollen Orten wie einem Garten, einem Gedenkwald oder einem anderen beson­deren Ort eignet“, heißt es in der Beschreibung von NOR auf der Website.

Quellen: PublicDomain/thepeoplesvoice.tv am 31.03.2026

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