Foto: KI-Bild (MagicMedia (Canva.com))

SNUFF-FILME – »Gefoltert & getötet vor lau­fender Kamera« (3)


Die Mord­serie von Dne­pro­pe­trovsk erschüt­terte 2007 nicht nur die Ukraine, sondern die ganze Welt: 21 Men­schen wurden brutal erschlagen, erstochen oder ver­stümmelt – und die Täter filmten ihre Gräu­el­taten, um sie später im Internet zu ver­breiten. Die „Dne­pro­pe­trovsk Maniacs“ waren keine Unbe­kannten. Videos der Taten tauchten im Deep Web auf, Zehn­tau­sende ver­folgten das Grauen. Weitere Fälle von Snuff-Videos bis hin zu Ermitt­lungen deut­scher Behörden belegen: Snuff-Filme sind keine „moderne Sage“, sondern Rea­lität. Selbst der damalige Miss­brauchs­be­auf­tragte der Bun­des­re­gierung räumte 2016 ein: Kinder werden vor lau­fender Kamera gefoltert und getötet.


Fälle zu Snuff-Filmen

  • Im Juni und Juli 2007 ereignete sich in Dne­pro­pe­trovsk, kurz Dnipro, mit einer Million Ein­wohnern die viert­größte Stadt der Ukraine, in gerade einmal vier Wochen scho­ckie­rende Blut­taten, in denen 21 Men­schen auf bru­talste Arte und Weise getötet wurden. Und die Täter filmten diese Morde auch noch und stellen sie ins Netz! Die 19-jäh­rigen Wiktor S. und Olexandr H., die beide aus anstän­digen und wohl­ha­benden Familien stammen, kennen sich schon jah­relang, bevor sie auf den zwei Jahre älteren Ihor S. treffen und damit das Grauen beginnt. Die drei sind unzer­trennlich, springen gemeinsam auf fah­rende Züge, töten und quälen Tiere (fangen streu­nende Hunde, hängen sie an Bäumen auf oder ent­haupten sie, nageln eine Katze an ein Kreuz, kleben ihr das Maul zu und schießen auf sie), ver­prügeln Mit­schüler und über­fallen wehrlose Pas­santen. Schnell lan­cieren sie sich damit in eine Außen­sei­ter­rolle. Doch diese Art von Gewalt reicht dem Trio längst nicht mehr, sie wollen einen noch grö­ßeren Kick und – Blut! Am 25. Juni 2007 fallen die Jugend­lichen über eine 23-jährige Frau her, die sich auf dem Hei­matweg befindet sowie über einen auf einer Parkbank schla­fenden Mann, dem sie seinen Kopf bis zur Unkennt­lichkeit zer­schmettern. Für ihre Mord­taten benutzen sie Hämmer und Schrau­ben­zieher. Wiktor S. und Olexandr H. schneiden einer schwan­geren Frau sogar den Fötus aus dem Bauch. Genaue Details zu der Tat sind bis heute unge­klärt. Ihor S. filmt das Grauen und ver­öf­fent­licht die Auf­nahmen später im Deep Web. Die soge­nannten „Dne­pro­pe­trovsk Maniacs“, wie sie schnell von den Medien genannt werden, sind geboren. Weitere, zumeist wehrlose und schwache Opfer (Kinder, ältere Men­schen, Frauen, Alko­ho­li­sierte, Obdachlose, Behin­derte), werden von dem Bestien-Trio grausam nie­der­ge­metzelt. Ins­gesamt 21 Men­schen und weitere acht werden schwer ver­letzt. Dar­unter auch zwei 14-jährige Jungen, von denen nur einer überlebt. Einigen Opfern werden sogar die Augen bei leben­digem Leibe her­aus­ge­schnitten. In der Folge arbeiten mehr als zwei­tausend Ermittler an der Auf­klärung der Mord­serie. Für diverse Taten gibt es (über­le­bende) Augen­zeugen oder andere, auf­grund deren Beschrei­bungen Phan­tom­bilder ange­fertigt werden können. Endlich nach vier Wochen im Blut­rausch werden die Jugend­lichen fest­ge­nommen. Sie gestehen ihre Ver­brechen. Als Motiv geben sie an, etwas „Erin­ne­rungs­wür­diges“ im Leben erreichen zu wollen. Vor Gericht ver­teidigt der Vater von Wiktor S., ein Anwalt und Test­pilot seinen Sohn selbst. Dabei wird auch ein Motto der Mord­bande bekannt: „Die Schwachen müssen sterben, die Stärksten werden siegen.“ Kurz nach Pro­zess­auftakt taucht im Internet ein vier­mi­nü­tiges Mord­video auf, das einen am Boden lie­genden Mann zeigt, auf den einer der Täter mit einem Hammer ein­schlägt. Die anderen stechen mit Schrau­ben­ziehern auf dessen Augen, geöff­neten Schädel und Unterleib ein. Dabei lachen sie. So gibt es weitere Filme und Fotos, die mit­unter die Täter neben den Leichen, gefol­terten Tieren oder Beer­di­gungen ihrer Opfer zeigen. Am 11. Februar 2009 werden alle Ange­klagten vor Gericht für schuldig befunden. Wiktor und Ihor werden bezüglich der Morde zu lebens­langer Haft ver­ur­teilt und zusätzlich zu 15 Jahre Haft für die Raub­über­fälle. Olexandr zu neun Jahren Gefängnis.
  • Im Mai 2014 werden bei einer Razzia im Haus eines Letten im bri­ti­schen Skel­mersdale, Lan­cashire, ver­schiedene Filme beschlag­nahmt, auf denen Kinder ver­ge­waltigt werden. Ver­mutlich wurden diese in Russland gedreht. Dar­unter ein 20-minü­tiges Video mit einem weißen, blonden Mädchen von etwa 14 Jahren, das selbst hart­ge­sottene Beamte erschüt­terte. So erklärte Detective Constable Edward Wenham, der die Ermitt­lungen leitete, es sei das Schlimmste, was er je gesehen hätte. Darin belei­digte ein Mann in den Vier­zigern, mut­maßlich der Vater oder Stief­vater, ein junges Mädchen obszön, miss­brauchte es sexuell, bevor er es erwürgte und erneut ver­ge­wal­tigte. Danach legte er eine durch­sichtige Plas­tik­folie aus und die Leiche hinein, die er dann fest damit umwi­ckelte. Der Ermittler ging davon aus, dass dieses Kind „defi­nitiv“ getötet wurde. Der Besitzer der Filme wurde fest­ge­nommen. Er gab zu, die Videos von einem „File­sharing-Pro­gramm“ her­un­ter­ge­laden zu haben, wei­gerte sich jedoch später, alle wei­teren Fragen zu beant­worten. Aller­dings bekannte er sich schließlich des Besitzes von Kin­der­por­no­grafie für schuldig. Bei seiner Ver­ur­teilung vor dem Liverpool Crown Court sagte Richter Dennis Watson QC, obwohl es schwierig sei, sicher zu sein, dass das Mädchen vor der Kamera gestorben sei, würden alle Beweise darauf hin­deuten, dass sie es mit ziem­licher Sicherheit so wäre. Für den Film­be­sitzer ver­hängte er eine Haft­strafe von acht Monaten. Mike Hames, der ehe­malige Leiter der Obscene Publi­ca­tions Unit von Scotland Yard, bezeichnete die Beschlag­nahme des „Snuff“-Videos als „unglaublich wichtig“, weil es den lang gehegten Ver­dacht zu bestä­tigen schien, dass solches Material exis­tierte. Außerdem ging er davon aus, dass der Besitzer Teil eines grö­ßeren Netz­werks von Pädo­philen sei, die Kin­der­por­no­grafie unter­ein­ander aus­tau­schen würden.
  • Im Oktober 2014 wurde ein wei­terer unfass­barer Fall bekannt: Ein 30-jäh­riger Pro­gram­mierer aus Otto­brunn betrieb Inter­net­seiten zur Anbahnung zwi­schen Pädo­philen und stellte Kin­der­por­no­grafie ins Netz. Mehr noch: Bei Chats mit einer Phil­ip­pinin, die angab, Kinder als „Sex­sklaven“ zu ver­kaufen, sie unter Drogen zu setzen, sexuell zu miss­brauchen und dabei zu filmen, bestellte er ein Video nach „seinen Vor­stel­lungen.“ Hierfür wurde ein Mädchen mit Händen und Füßen an einen frei­schwe­benden Stock gebunden. Danach ließ ihr die Phil­ip­pinin heißes Wachs über das Gesicht tropfen, bis es vor Schmerzen auf­schrie. Anschließend stellte sie angeblich auf Geheiß des Deut­schen das Video „Daisy’s Des­truction (Daisys Zer­störung)“ online. Am 17. Januar 2013 wurde die Wohnung des Ange­klagten in Otto­brunn durch­sucht. Die Ermittler fanden mehr als 8.400 Bild­da­teien und 359 Videos. Später wurde ihm der Prozess vor dem Land­ge­richt München I gemacht. Der „Film-Pro­duzent“ ver­ge­wal­tigte und fol­terte Kinder und Säug­linge. Min­destens zwei Babys und zwei ältere Kinder wurden bei dieser Tortur getötet. Alle Taten wurden auf Video auf­ge­nommen und im Darknet ver­kauft. In den Snuff-Videos war unter anderem zu sehen, wie ein elf­jäh­riges Mädchen gequält und ver­ge­waltigt wurde. Später zwang man es sein eigenes Grab aus­zu­heben. Das Mädchen wurde mit einem Seil zu Tode stranguliert.

Miss­brauchs­be­auf­tragter der Bun­des­re­gierung bestätigt die Existenz von Snuff-Filmen

Im Mai 2016 ant­wortete der damalige Miss­brauchs­be­auf­tragte der Bun­des­re­gierung, Johannes-Wilhelm Rörig, in einem Interview mit der Welt auf die Frage, ob es kri­mi­nelle Netz­werke gebe, die gezielt auf Kin­des­miss­brauch spe­zia­li­siert seien:

„Ja. Wir sprechen hier über orga­ni­sierte Kri­mi­na­lität. Das geht bis hin zu schwerster Folter an Kindern und Jugend­lichen. Es werden sogar Kinder vor der Kamera umge­bracht. Das sind unvor­stellbare Grau­sam­keiten, die Men­schen Kindern antun.“

Soweit zu der „Ver­schwö­rungs­theorie“, Snuff-Filme wären eine „moderne Sage“ und würden nicht existieren!


Zuerst erschienen auf dem Blog guidograndt.de.

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