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Wende in der Ener­gie­po­litik: Belgien stoppt den Rückbau seiner Atom­kraft­werke — Sofor­tiger Stopp der Still­legung: Staat ver­handelt Über­nahme mit Ener­gie­konzern “Engie”

In einer über­ra­schenden Kehrt­wende hat die bel­gische Regierung den Rückbau aller sieben Atom­kraft­werke im Land mit sofor­tiger Wirkung gestoppt.

 

Die Regierung unter Minis­ter­prä­sident Bart De Wever hat exklusive Ver­hand­lungen mit dem Ener­gie­konzern “Engie” über eine staat­liche Über­nahme der gesamten Atom­sparte aufgenommen.

Ende des Atomausstiegs

Bereits im Mai 2025 hatte das bel­gische Par­lament mit großer Mehrheit den 2003 beschlos­senen Atom­aus­stieg rück­gängig gemacht. Nun geht die neue Regierung einen ent­schei­denden Schritt weiter. Der Rückbau aller Reak­toren wird aus­ge­setzt, damit dem bel­gi­schen Staat alle Optionen offen­bleiben. Bis Oktober 2026 soll eine grund­sätz­liche Einigung über die Über­nahme der sieben Reak­toren, des zuge­hö­rigen Per­sonals, der Atom­toch­ter­ge­sell­schaften sowie aller Ver­mö­gens­werte und Ver­bind­lich­keiten erzielt werden.

Die Ver­ein­barung umfasst auch die Still­le­gungs- und Abriss­pflichten, die bisher beim Betreiber Engie lagen. Durch die staat­liche Über­nahme soll die Kon­trolle über die eigene Ener­gie­ver­sorgung gestärkt werden.

Sichere und unab­hängige Energieversorgung

Minis­ter­prä­sident Bart De Wever begründete die Ent­scheidung klar: Seine Regierung setze auf sichere, erschwing­liche und nach­haltige Energie. Ziel sei es, die Abhän­gigkeit von fos­silen Importen zu ver­ringern und mehr Kon­trolle über die nationale Strom­ver­sorgung zu gewinnen.

Neben dem Erhalt der bestehenden Reak­toren plant die Regierung zudem den Bau neuer Kern­kraft­werke. Damit posi­tio­niert sich Belgien als eines der Länder in Europa, die ver­stärkt auf Kern­energie als sta­bilen und CO2-armen Ener­gie­träger setzen.

Grenznähe zu Deutschland

Mit dem Stopp des Rückbaus und den lau­fenden Ver­hand­lungen über eine mög­liche Ver­staat­li­chung voll­zieht Belgien end­gültig die Abkehr vom alten Atom­aus­stiegskurs. Ob die Reak­toren lang­fristig wei­ter­laufen oder sogar reak­ti­viert werden, hängt vom Ausgang der Gespräche mit “Engie” ab.

Der Artikel erschien zuerst bei freiewelt.net.

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