Bild: Bildschirmfoto deutschepost.de, Limitierte Sonderedition "#LIEBE GEWINNT 2026"

Deutsche Post mit queerer „Antifa”-Briefmarke zum „Pride Month”

Die Deutsche Post hat im Rahmen einer Son­der­edition zum sog. Pride Month neue Brief­mar­ken­motive vor­ge­stellt. Eines der Motive zeigt eine im Stil der Antifa ver­mummte Person, die einen Blu­men­strauß wirft. Begleitet wird die Dar­stellung von den Slogans „Wir werden frei sein, wenn wir uns lieben!“ und „Glaub mir – die Liebe gewinnt!“. Die Antifa redet ihre extre­mis­tische Gewalt für gewöhnlich als Lie­besakte gegen Hetze und Hassrede schön. (David Berger)

Nach Angaben der Deut­schen Post ist die Brief­mar­ken­serie Teil einer regen­bo­gen­far­benen Kam­pagne für Liebe, Vielfalt, Zusam­menhalt und Mensch­lichkeit. Das umstrittene Motiv wurde laut Unter­nehmen von der Band Brings inspi­riert und soll die Bot­schaft des gleich­na­migen Songs trans­por­tieren. Die Brief­marken werden über den Onlineshop der Post verkauft.

Besondere Auf­merk­samkeit erhält die Gestaltung einer Figur. Beob­achter weisen darauf hin, dass die Dar­stellung an das bekannte Street-Art-Werk „Flower Thrower“ des bri­ti­schen Künstlers Banksy erinnert. Das Ori­ginal zeigt eben­falls einen ver­mummten Mann in Wurf­haltung, der statt eines Gegen­stands einen Blu­men­strauß in der Hand hält. Das Kunstwerk ent­stand während der Zweiten Intifada Anfang der 2000er Jahre im West­jor­danland. Diese Zeit war geprägt durch zahl­reiche Ter­ror­an­schläge der Paläs­ti­nenser auf mehr­heitlich zivile israe­lische Ziele.

Antifa und Antisemitfa

Die Gestaltung der Brief­marke zeigt deut­liche Anklänge an die Iko­no­graphie der links­extremen Gewalt­szene, die sich zunehmend mit anti­se­mi­ti­schen Gruppen zusam­mentut: die schwarze Kleidung der Figur sowie die rote Vermummung.

NIUS dazu: „Die Ver­mummung spielt in beiden Bildern eine ent­schei­dende Rolle. Beim „Banksy“-Original ist das Stück Stoff vor dem Gesicht des Mannes schwarz. Bei dem neuen Motiv der Deut­schen Post ist die Ver­mummung rot und in einem Muster, das an eine soge­nannte Punkhose erinnert. Die Kom­bi­nation aus roter Ver­mummung und schwarzer Kleidung lässt nicht mehr allzu viel Spielraum für Inter­pre­ta­tionen; links­extreme Akti­visten kleiden sich auf Demons­tra­tionen ähnlich, wie es auf der Brief­marke der Deut­schen Post der Fall ist. Die schwarz-rote Farbwahl erinnert an die Farb­gebung der Antifa, die in ihrem Logo eine rote und eine schwarze Fahne zeigt.“

Deutsche Post will doch nur „Nach­druck und Haltung“ zeigen

Die Deutsche Post weist diese Inter­pre­tation jedoch zurück. Auf Anfrage erklärte das Unter­nehmen, das Motiv sei als Aufruf zu Liebe und gegen Gewalt zu ver­stehen. Einen poli­ti­schen Hin­ter­grund ver­neinte die Post aus­drücklich. Zudem erklärte sie, die Motive sollten unter­schied­liche Bevöl­ke­rungs­gruppen zum Thema Liebe ansprechen und knüpften an frühere Pride-Kam­pagnen der Jahre 2024 und 2025 an. Außerdem wolle man sich der Bewegung anschließen, die „Haltung zeige“.

Die Son­der­edition umfasst ins­gesamt vier ver­schiedene Brief­mar­ken­bögen. Während die übrigen Motive über­wiegend mit klas­si­schen Regen­bo­gen­farben arbeiten, hebt sich das Motiv des Ver­mummten durch seine Bild­sprache deutlich von den anderen Ent­würfen ab.

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Zuerst erschienen auf dem Blog philosophia-perennis.com.

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