Der japanische Autobauer Honda meldet einen Rekordverlust von 2,7 Milliarden Dollar. Hauptursache sind die gescheiterten E‑Auto-Pläne.
Erster Jahresverlust seit fast 70 Jahren. Honda Motor Co. hat für das Geschäftsjahr bis Ende März 2026 einen Nettoverlust von rund 2,7 Milliarden Dollar (423,9 Milliarden Yen) ausgewiesen [siehe Bericht “BILD”]. Es ist das erste Mal seit dem Börsengang im Jahr 1957, dass das traditionsreiche Unternehmen ein negatives Jahresergebnis vorlegt. Über neun Milliarden Dollar an Abschreibungen und Umstrukturierungskosten belasten die Bilanz massiv.
Teurer Rückzug aus der E‑Mobilität
Honda hatte lange Zeit auf eine aggressive Elektrifizierung gesetzt und plante ursprünglich, bis 2040 alle Fahrzeuge elektrisch oder mit Wasserstoff anzutreiben. Gemeinsam mit Partnern wie General Motors und Sony wurden mehrere E‑Modelle für den nordamerikanischen Markt entwickelt. Doch schwache Nachfrage, hohe Preise, unzureichende Ladeinfrastruktur und gekürzte staatliche Förderungen führten zu einem deutlichen Einbruch. Das Unternehmen strich daraufhin drei große Elektro-Modelle für die USA und Kanada und fror weitere Investitionen ein. Die hohen Entwicklungskosten konnten nicht mehr amortisiert werden und müssen nun abgeschrieben werden [siehe Bericht “New York Times”].
Strategiewechsel zu Hybriden
Angesichts der Realität auf dem Markt kehrt Honda nun stärker zu Hybridfahrzeugen zurück. Bis 2030 sollen 15 neue Hybridmodelle auf den Markt kommen. Das ambitionierte Ziel einer vollständigen emissionsfreien Flotte wurde deutlich zurückgeschraubt. Trotz des aktuellen Verlusts erwartet das Management für das laufende Geschäftsjahr eine Rückkehr in die Gewinnzone.
Der Fall Honda zeigt die Risiken einer zu einseitigen Ausrichtung auf Elektroautos in einem Markt, in dem viele Kunden noch zögern. Andere Hersteller wie Stellantis und Ford melden ähnliche Probleme mit ihren E‑Auto-Sparten.
Zuerst erschienen bei freiewelt.net.

























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