Saudi-Arabien soll Atomenergie bekommen, aber der Iran nicht? Und es fehlen Sicherheitsvorkehrungen, dass Saudi-Arabien die Atomkraft nur zivil nutzt? Das könnte die Lage im Nahen Osten extrem verschärfen.
Laut Berichten des “Wall Street Journal” und der “New York Times” will die Trump-Administration dem Kongress bald einen Plan zur Abstimmung vorlegen, der es Saudi-Arabien ermöglichen soll, zur Atomenergie zu kommen.
Umstrittener Plan, weil wichtige Sicherheitsaspekte fehlen
Angestrebt ist eine US-saudische Kooperation. Trump hofft, dass dieser Deal der amerikanischen Wirtschaft dient. Der Plan sieht eine Vereinbarung mit einer Laufzeit von zunächst 30 Jahren vor.
Offen kritisiert wird dieser Plan, weil er noch nicht die wichtigen Zusatzvereinbarungen enthält: Diese sind zum einen, dass Saudi-Arabien kein waffenfähiges Uran anreichern darf, und zum anderen, dass die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) Zugang zu allen Einrichtungen erhalten darf, um den zivilen Charakter des Vorhabens stets prüfen zu können.
Wenn Saudi-Arabien, warum dann nicht der Iran?
Das Abkommen wird es schwieriger machen, den Iran davon abzuhalten, ebenfalls eine Atomenergie-Infrastruktur aufzubauen. Doch das will vor allem Israel nicht, weil es dem iranischen Regime nicht traut, diese nur für zivile Zwecke zu nutzen.
Das Abkommen mit Saudi-Arabien könnte also die Lage im Nahen und Mittleren Osten verschärfen.
Deutschland bleibt weiterhin ohne Atomkraft
Während in immer mehr Ländern eine Zukunft mit Kernenergie geplant wird, um die gigantischen Mengen an Energie zu erzeugen, die in einer modernen Industriewelt mit ihrer Digitalisierung nötig sind, bleibt Deutschland auch unter Friedrich Merz beim Anti-Atomkraft-Kurs, der von Merkel eingeschlagen und von den Grünen betoniert wurde.
https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion/geopolitik/atom-deal-geplant-donald-trump-will-saudi-arabien-den-weg-zur-atomenergie-ebnen/44664
























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