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Hepa­titis C: Hat das RKI aus sechs Jahren Corona nix gelernt?

Laut einem am 23. Juli 2026 im Epi­de­mio­lo­gi­schen Bul­letin ver­öf­fent­lichtem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI), der deut­schen Seu­chen­be­hörde, wurden im Jahr 2025 8.085 HCV-positive Fälle gemeldet. Wie viele dar­unter tat­sächlich Sym­ptome hatten, weiß das RKI nicht, the­ma­ti­siert dies in seinem Bericht auch nicht. Auch das Ver­trauen der Behörde in den umstrit­tenen PCR-Test scheint uner­schüt­terlich. Aus sechs Jahren Coro­na­krise nix gelernt?

RKI ver­öf­fent­licht kaum brauchbare Mel­de­daten über HCV-Infek­tionen im Jahr 2025

Ein Rückgang der Fälle?

(ht, 25.7.26) Gegenüber dem Vorjahr (n=9.671) sei dies ein Rückgang der Mel­dungen um 16 Prozent. Ob das wirklich ein Rückgang der Gesamt-Inzidenz dar­stellt, ist jedoch unbe­kannt, da das RKI die Gesamt­anzahl der Tes­tungen nicht nennt oder viel­leicht auch gar nicht kennt, weil die Labore nur positive Test­ergeb­nisse wei­ter­melden müssen.

Wir kennen das ja von der u. a. durch eine Test-Epi­demie her­bei­ge­redete Covid-Krise: Je mehr Tes­tungen durch­ge­führt werden, desto mehr positive Ergeb­nisse gibt es — und das völlig unab­hängig davon, ob eine Person gesund oder krank ist. Meiner Ansicht nach kann jeder eini­ger­maßen logisch den­kende Mensch erkennen, dass ich auch den Nenner eines Bruches kennen muss, um Zahlen mit­ein­ander ver­gleichen zu können.

Was uns inter­es­siert, ist also nicht nur die Gesamtzahl der Positiv-Getes­teten, sondern ihr Anteil an der Gesamtzahl der Getes­teten. Natürlich muss man dazu auch berück­sich­tigen, welche Teile der Bevöl­kerung, z. B. Alters- und Risi­ko­gruppen besonders intensiv zur Vor­sor­ge­un­ter­su­chung auf­ge­rufen wurden. Das ist dann aber schon etwas für echte Statistik-Experten.

Dazu kommt, dass die Positiv-Ergeb­nisse vor allem auf dem umstrit­tenen PCR-Test basieren. Und damit haben wir ein Problem, denn jedes Labor ent­scheidet selbst darüber, mit welchem ct-Wert es die PCR fährt. Das Dumme: Je höher der ct-Wert, also die Anzahl der DNA-Ver­dop­pe­lungs­schritte, desto wahr­schein­licher ein posi­tives Test­ergebnis. Wie der Nobel­preis­träger Dr. Kary Mullis, Erfinder der PCR, schon öffentlich sinn­gemäß sagte: Im Grunde kannst Du alles mit der PCR nach­weisen, wenn Du die in der Probe ent­hal­tenen DNA-Schnipsel häufig genug verdoppelst.

Da es für den Nach­weise einer Hepa­titis-C-Infektion durch die PCR keinen stan­dar­di­sierten ct-Wert gibt, ist es schier unmöglich, nur über die gemel­deten Positiv-Tes­tungen eine Epi­de­mio­logie Krankheit abzuleiten.

Unbe­kannter Anteil der Gesunden unter den positiv Getesteten

Unter den 8.085 gemel­deten Test­po­si­tiven war nur bei 16,2 Prozent der tat­säch­liche Gesund­heits­zu­stand bekannt. Das RKI hat weder bei diesen 16,2 Prozent noch bei den rest­lichen 83,8 Prozent eine Ahnung, wie viele dar­unter tat­sächlich Sym­ptome hatten. Das scheint das RKI auch gar nicht zu inter­es­sieren — was die Frage auf­wirft, was die Behörde aus mitt­ler­weile bald sechs Jahren Coro­na­krise gelernt hat.

Anders aus­ge­drückt: Die Mit­ar­beiter des RKI sind zwar gut damit beschäftigt, fleißig Daten zu sammeln, die Relevanz dieser gesam­melten Daten auf die Gesamt­be­völ­kerung ist jedoch unbe­kannt. Ist das, was das RKI hier macht, über­haupt mehr als reine Beschäftigungstherapie?

AN HCV oder MIT HCV erkrankt?

Wie auch bei Corona stellt sich bei Hepa­titis C die Frage, ob ein Mensch auf­grund der HCV-Infektion erkrankt ist oder ob die Infektion nur eine Folge oder Begleit­erscheinung dar­stellt. Das RKI schreibt in seinem Rat­geber zu HCV:

Dif­fe­ren­zi­al­dia­gnos­tisch sind als Ursache ins­be­sondere eines akuten Krank­heits­bildes, teil­weise jedoch auch des chro­ni­schen Sta­diums neben anderen viralen Hepa­ti­tiden durch die Hepa­titis-Viren A, B, D und E auch Begleit­he­pa­ti­tiden bei anderen viralen (z.B. Her­pes­viren: Epstein-Barr-Viren, Cyto­me­ga­lie­viren, bei Immun­supprimierten auch Herpes-simplex-Viren und Vari­zella-Zoster-Viren; Cox­sackie­vieren; Arbo­viren, Are­na­viren), bak­te­ri­ellen (z.B. Brucel­losen, Lep­tos­pi­rosen) und para­si­tären Infek­tionen (z.B. Malaria, Amö­biasis, Echi­no­kokkose, Bil­har­ziose) in Erwägung zu ziehen, ebenso wie medi­ka­mentös und toxisch bedingte Hepa­ti­tiden oder Auto­immun- und Stoff­wech­sel­er­kran­kungen, die mit einer Begleit­he­pa­titis ein­her­gehen. Bei einem primär ikte­ri­schen Krank­heitsbild sollten weitere Ursachen eines hämo­ly­ti­schen, hepa­to­zel­lu­lären oder cho­le­sta­ti­schen Ikterus aus­ge­schlossen werden.

Da die Krank­heits­sym­ptome, die der Hepa­titis zuge­ordnet werden, auch zu zahl­reichen anderen Erkran­kungen passen, ist eine Dif­fe­ren­zi­al­dia­gnose, ins­be­sondere bei Risi­ko­gruppen, angesagt. Das RKI schlägt aller­dings im Rahmen der Dif­fe­ren­zi­al­dia­gnose indirekt vor, so lange nach anderen Erregern zu suchen, bis man fündig geworden ist.

Das ist aber in der Praxis unrea­lis­tisch, denn kaum ein Kas­senarzt wird wissen, wie er mit einer labor­be­stä­tigten Mehr­fach­in­fektion umgehen soll — die ver­bind­lichen Leit­linien können gar nicht auf jede denkbare Kom­bi­nation von Mehr­fach­in­fek­tionen ein­gehen und beschränken sich deshalb auf einige wenige.

Der Arzt wird also dazu neigen, einfach bei der Aus­gangs­dia­gnose zu bleiben und dem Pati­enten die ent­spre­chende Medi­kation vor­zu­schlagen. Damit ist er haf­tungs­rechtlich aus dem Schneider. Eine aus­führ­liche Dif­fe­ren­zi­al­dia­gnose wird bei posi­tiven Erre­ger­tests in der Regel nicht ver­langt, weder vom RKI noch von Ärz­te­kammern oder Gesundheitsämtern.

Nach Auf­zählung zahl­reicher Erreger werden, mehr oder weniger nebenbei, immerhin noch Medi­ka­menten- und sonstige Ver­gif­tungen als mög­liche Ursache der Erkrankung (falls denn wirklich Sym­ptome vor­liegen, was ja nicht sicher ist) genannt. Eigentlich müssten doch gerade bei den Risi­ko­gruppen wie bei Dro­gen­ab­hän­gigen und homo­se­xu­ellen Männern auf­grund ihres Lebens­stils Ver­giftung an erster Stelle der Dia­gnostik stehen. Doch soweit ich weiß, ist das nicht die Praxis.

Was tun bei einer HCV-Diagnose?

Wenn Sie keine Sym­ptome haben, emp­fehle ich, erst einmal durch­zu­atmen und mit dem behan­delnden Arzt auf eine Bedenkzeit vor Beginn irgend­einer anti­vi­ralen The­rapie zu einigen. Lassen Sie sich die Fach­in­for­ma­tionen der anti­vi­ralen Medi­ka­mente, die Ihnen der Arzt ver­schreiben will, aus­drucken und recher­chieren Sie zuhause in Ruhe dazu. Es ist wichtig, dass Sie während der anti­vi­ralen The­rapie auf­tre­tende Sym­ptome als mög­liche Neben­wir­kungen erkennen können.

Ob Sie bereits Sym­ptome haben oder nicht: Es ist sehr zu emp­fehlen, eine Zweit­meinung ein­zu­holen, mög­lichst bei einem erfah­renen natur­heil­kundlich ori­en­tierten Arzt oder Heil­prak­tiker. Natürlich müssen Sie das in der Regel im Gegensatz zum Kas­senarzt selbst zahlen. Wenn Sie aber einfach nur zu einem anderen Kas­senarzt gehen, ist die Wahr­schein­lichkeit, dass Sie auch eine andere Per­spektive gezeigt bekommen, relativ gering. Leider neigt unser real exis­tie­rende Gesund­heits­wesen durch eine ein­seitige Aus­bildung und durch finan­zielle Abhän­gig­keiten dazu, uns eine bestimmte Vor­ge­hens­weise aufzudrängen.

Wenn Sie tat­sächlich Sym­ptome einer Hepa­titis haben, deutet dies in der Regel darauf hin, dass Ihre Leber über­lastet ist. Es gibt natur­heil­kundlich ver­schiedene Mög­lich­keiten, die Leber in ihrer Funktion zu unter­stützen. Darüber hinaus bieten manche Natur­heil­ärzte und Heil­prak­tiker auch effektive Leber-Gallen-Rei­ni­gungen an.

Wer zu bestimmten Risi­ko­gruppen gehört, z. B. dro­gen­ab­hängig ist oder bestimmte sexuelle Prak­tiken ausübt, sollte sich über­legen, ob ggf. eine Änderung des Lebens­wandels in Frage kommt. Wer dies gerne umsetzen würde und derzeit nicht schafft, dem emp­fehle ich das bun­des­weite Netzwerk der anonymen Selbst­hil­fe­gruppen. Bera­tungs­stellen gibt es in jeder grö­ßeren Stadt.

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https://impfkritik.de/pressespiegel/2026072501.html

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