KRIEGS­GEFAHR STEIGT – DOCH DIE BUNKER FEHLEN: Wer schützt die Deut­schen? (TEIL 2)

Der Krieg in der Ukraine führt der deut­schen Öffent­lichkeit schlag­artig vor Augen, wie wichtig der Eigen­schutz vor mili­tä­ri­schen Angriffen ist. Zwangs­läufig stellt sich daher die Frage, wie gut wir eigentlich auf einen solchen Kriegsfall vor­be­reitet sind.  Die Antwort darauf ist erschre­ckend: Deutschland ist buch­stäblich „kata­strophal“ auf den Kata­stro­phenfall ausgerichtet!


Wie im ersten Teil bereits auf­ge­zeigt, ist der Schutz der deut­schen Bevöl­kerung im Kriegs- und Kata­stro­phenfall bes­ten­falls ein schlechter Witz!

Im März 2022 berichtet die Ber­liner Zeitung, dass dem­entspre­chend aktuell kein ein­ziger öffent­licher Schutzraum mehr zur Ver­fügung stehen würde. Dennoch ließ das zuständige Bun­des­in­nen­mi­nis­terium ver­lauten, dass rund 600 Bunker im Notfall „reak­ti­vierbar“ wären. Damit meinte die Behörde aber auch U‑Bahn-Sta­tionen, Tief­ga­ragen und Kellerräume.

In diesen öffent­lichen Schutz­räumen würden jedoch lediglich etwa 480.000 Men­schen unter­kommen. Demnach würde nicht einmal jeder 160ste (!) eine sichere Zuflucht finden.

Die rest­lichen 84 Mil­lionen Bürger, wären den Rake­ten­an­griffen mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert!

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In Finnland hin­gegen, mit 5,5 Mil­lionen Ein­wohnern, exis­tieren 50.500 Bunker, die fünf Mil­lionen Men­schen Schutz bieten.

Allein in den Bun­ker­an­lagen in der Haupt­stadt Hel­sinki gibt es Platz für 900.000 Men­schen – und damit mehr, als die Stadt Ein­wohner hat.

Ins­gesamt also sind fast für alle Finnen Schutz­mög­lich­keiten vorhanden.

Zur Erin­nerung – in Deutschland sind von 84,5 Mil­lionen Ein­wohnern unfassbare 84 Mil­lionen OHNE aus­rei­chenden Schutz!

Hin­sichtlich des deut­schen Desasters lohnt auch ein Blick in die kleine Schweiz, die sich bei einem großen Kon­flikt mitten im Zentrum mili­tä­ri­scher Aus­ein­an­der­set­zungen – even­tuell sogar mit Nukle­ar­waffen aus­ge­tragen – stehen würde.

Dort sind für eine Bevöl­kerung von 8,6 Mil­lionen Men­schen eine riesige Reihe von Atom­bunkern mit genügend Platz für jeden Ein­zelnen vor­handen, die fast 9 Mil­lionen Men­schen ernähren könnten. Und zudem mit allem aus­ge­stattet sind, was man braucht, um den Dritten Welt­krieg und einen nuklearen Angriff zu überleben.

Diese Bunker gibt es überall, die jewei­ligen Unter­stände wurden größ­ten­teils während des Kalten Krieges gebaut, innerhalb und unter Bau­werken errichtet – in den Jahr­zehnten seitdem für alles Mög­liche genutzt, von der Lagerung bis hin zu Weinkellern.

Sie wurden par­allel zur Popu­la­ri­sierung des Satzes „Neu­tra­lität ist keine Garantie gegen Radio­ak­ti­vität“ gebaut. Zudem wurde die Schweizer Bevöl­kerung darauf vor­be­reitet, genau zu wissen, was zu tun ist, falls es doch zum Dritten Welt­krieg kommt.

Nicola Squillaci, Lei­terin der Genfer Zivil­schutz- und Mili­tär­ab­teilung, erklärte zu den Bun­ker­an­lagen, dass diese wie eine Kapsel seien, mit Luft­schleusen an Not­aus­gängen und Haupt­aus­gängen. Sollte das Gebäude ein­stürzen, bliebe der Schutzraum intakt.

„Deutsche Kata­strophe“ im „Kata­stro­phenfall“

Das, was die Schweizer und auch die fin­nische Regierung für ihre Bürger an Sicher­heits­maß­nahmen geschaffen haben, liegt fernab dem, was die hiesige Bun­des­re­gierung für uns tut.

Denn glei­cher­maßen kata­strophal sieht es mit der medi­zi­ni­schen Not­fall­struktur aus!

Während es im Kalten Krieg in West­deutschland eine Reserve von 221 Hilfs­kran­ken­häuser gab, die im Ernstfall 80.000 Betten in Schulen und Bunkern zur Ver­fügung stellen konnten, ist heute nichts mehr übrig­ge­blieben. Diese Reserve wurde bereits 1997 abgeschafft.

Selbst mit dem Warn­system sieht es hier­zu­lande zap­pen­duster aus. Von den einst 80.000 Früh­warn­si­renen in West­deutschland exis­tieren nur noch 7.500. Und das im gesamten Bundesgebiet!

In vielen Städten gibt es aktuell keine einzige dieser Alarm­systeme. Nicht einmal in der Bun­des­haupt­stadt Berlin.

Vielmehr wird auf Warn-Apps gesetzt. Doch die ver­hee­rende Flut­ka­ta­strophe im Jahr 2021 im Ahrtal zeigte, dass Anwohner in den Hoch­wasser-gebieten ent­weder gar nicht oder zu spät gewarnt wurden. Zudem haben nur 9 Mil­lionen Men­schen eine solche App auf ihrem Handy instal­liert. Als Ersatz für Warn­si­renen taugen sie also nichts.

Doch das ist noch längst nicht das Ende der Fah­nen­stange der Hiobsbotschaften!

Ebenso desolat ist die kri­tische Infra­struktur. Käme es hier­zu­lande zu einem län­ger­fris­tigen Blackout, würde es nicht nur an Treib­stoff, sondern ins­be­sondere an Not­strom-Aggre­gaten mangeln. Damit wäre das Land prak­tisch lahm­gelegt. Oder wie böse Zungen behaupten, wieder ins Mit­tel­alter zurückkatapultiert!

Mangel an Nah­rungs­not­re­serven und unge­nü­gende Wasserversorgung

Zu guter Letzt mangelt es auch an den Nah­rungs­not­re­serven des Bundes, die an 150 geheimen Stand­orten depo­niert sind. Der Vorrat an Weizen, Roggen, Hafer, Reis, Erbsen, Linsen und Kon­dens­milch würde nur wenige Tage bis hin zu meh­reren Wochen reichen.

Dieses bittere Ein­ge­ständnis stammt von der zustän­digen Bun­des­an­stalt für Land­wirt­schaft und Ernährung.

Noch ver­hee­render sieht es mit der Was­ser­ver­sorgung aus. Die rund 5.200 Not­brunnen sind bislang so gut wie nie im Einsatz gewesen. Deshalb warnte Hans-Walter Borries, Vize-Vor­sit­zender vom Bun­des­verband für den Schutz Kri­ti­scher Infra­struk­turen: „Flä­chen­de­ckend könnten nicht alle Bun­des­bürger mit Wasser ver­sorgt werden, vor allem im Sommer.“

Hof­fentlich kommt der Schutz der Bürger nicht zu spät

Erst nach Bekannt­werden dieser umfas­senden Sicher­heits­mängel- und lücken wollte die damalige Bun­des­in­nen­mi­nis­terin Faeser vor allem in Warn­in­fra­struktur, Not­strom­ag­gregate, Not­brunnen, mobile Unter­künfte zur vor­über­ge­henden Unter­bringung und Ver­sorgung von Men­schen, in die Abwehr­fä­higkeit von IT-Attacken und den bau­lichen Schutz kri­ti­scher Infra­struk­turen investieren.

Doch der eigent­liche Hammer kommt erst noch: Auf die Frage hin, bis wann ihr Konzept zum Bevöl­ke­rungs­schutz fertig sei, beichtete Faeser, dass es dafür keinen Zeit­punkt gebe: „Wir arbeiten daran. Aber wir können Ver­säum­nisse von Jahr­zehnten nicht innerhalb weniger Jahre aufholen.“

Fazit: Im Kriegsfall wäre Deutschland genauso schlecht dran wie ein Ent­wick­lungsland! Man­gelnde Bun­ker­an­lagen und medi­zi­nische Not­fall­struktur, desolate kri­tische Infra­struktur, Mangel an Nah­rungs­not­re­serven und Was­ser­ver­sorgung – dafür trägt der Deutsche auch noch die höchste Steu­erlast der Welt!

Das ist nicht nur eine Schande, sondern eine sprich­wört­liche Katastrophe!

Und trotz dieser immensen Risiken für die Bürger wird hier­zu­lande weiter poli­tisch „Kriegs­tüchig“ gegen Russland (und China) gemacht!

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