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Par­al­lelen zwi­schen Faschismus und Wokismus

In vielen Punkten stellt der Wokismus lediglich eine Umpolung der Werte und Ziele gegenüber dem Natio­nal­so­zia­lismus dar, weist dabei aber den gleichen Extre­mismus und die gleiche ideo­lo­gische Ein­glei­sigkeit und Aggres­si­vität auf.

Es ist der Versuch, den Teufel mit Beel­zebub aus­zu­treiben, und wird lang­fristig nur den einen Faschismus durch einen anderen ersetzen.

Faschismus versus Wokismus

1. Beides sind Ideo­logien, die ihren Bund der Gleich­ge­sinnten durch Aus­grenzung defi­nieren und sich durch teil­weise künstlich geschaffene Feind­bilder vom Rest der noch nicht „Erwachten“ abgrenzen. Die Feindbilder:

1.a) pri­vi­le­gierte Juden, pri­vi­le­giertes Bür­gertum <versus> pri­vi­le­gierte Weiße

(beide Feind­bilder kommen zu der Schluss­fol­gerung, dass Dis­kri­mi­nierung und Benach­tei­ligung jeweils erlaubt ist. Im Wokismus auf die unendlich dumme Spitze getrieben mit der Aussage „Es kann keinen Ras­sismus gegen Weiße geben, weil die ja pri­vi­le­giert sind“. Beide Thesen sind im Kern rassistisch.)

1.b) tra­di­tio­nelles Rol­lenbild für Frauen <versus> angeblich tra­di­tio­nelles „toxi­sches“ Rol­lenbild der Männer

(aus Beidem wird die legitime Benach­tei­ligung und zulässige Dis­kri­mi­nierung des jewei­ligen Geschlechts abge­leitet, Männern wird im Wokismus radikale Umer­ziehung ver­ordnet, als „schuld­be­la­denes“ Geschlecht. Beide Thesen sind im Kern sexistisch.)

1.c) dis­kri­mi­nierte Min­der­heiten <versus> Apo­theose von Minderheiten

(besonders befremdlich ist die Quasi-Ver­gött­li­chung der Que­erness im Wokismus, von der sich nach Umfragen eine Mehrheit der Homo- und Trans­se­xu­ellen gar nicht ange­sprochen, sondern im Gegenteil dis­kri­mi­niert und auf­grund der ideo­lo­gi­schen Homo­ge­nität ange­griffen und aus­ge­grenzt fühlt.)

2. Beides sind Ideo­logien, die auf­grund ihrer gefühlten intel­lek­tu­ellen und ethi­schen Über­le­genheit (auch der Natio­nal­so­zia­lismus hatte eine selbst­de­fi­nierte Ethik, basierend auf Mut, Ehre, Opfer­be­reit­schaft etc.) die Deu­tungs­hoheit bean­spruchen und jede abwei­chende Meinung verunglimpfen:

„jüdi­sches oder kom­mu­nis­ti­sches Denken“ <versus> „rück­wärts­ge­wandt, völ­kisch, rechts, rechtsextrem“

(alles völlig leere beliebig defi­nierbare Kampf­be­griffe, damals wie heute)

3. Beide Ideo­logien gingen von den Uni­ver­si­täten aus und mani­fes­tierten ihre Aggres­si­vität und Into­leranz durch

3.a) Bücher­ver­bren­nungen (1933) <versus> Cancelculture

3.b) Miss­brauch der Geis­tes­wis­sen­schaften um die Natur­wis­sen­schaften zu dele­gi­ti­mieren bzw. manipulieren:

– pseu­do­wis­sen­schaft­liche Grundlage des Ras­sismus <versus> pseu­do­wis­sen­schaft­liche Grundlage einer frei erfun­denen Geschlechtervielfalt.

(sowohl Ras­sismus als auch 70 Geschlechter und freie Wahl des Geschlechts sind natur­wis­sen­schaftlich völ­liger Unsinn, eine Okku­pierung der Natur­wis­sen­schaften durch zeit­geistige geis­tes­wis­sen­schaft­liche Strömungen)

4. Beide Ideo­logien ersetzen staat­liche Symbole wie die Natio­nal­flagge und den Adler durch die Symbole ihrer Ideologie.

Haken­kreuze auf öffent­lichen Gebäuden und bei offi­zi­ellen Anlässen <versus> Regen­bo­gen­flaggen auf öffent­lichen Gebäuden und bei offi­zi­ellen Anlässen

5. Beide Ideo­logien (und ebenso der Stalinismus/Maoismus) insze­nieren sich mit Mas­sen­auf­mär­schen, bei denen unre­flek­tierte Mit­läufer mit Bussen ange­karrt und zur Hetze gegen Mei­nungs­gegner und Kri­tiker auf­ge­sta­chelt werden. Beide Ideo­logien zeichnen sich dabei durch völ­ligen Ver­zicht auf Kritik der Regie­renden (neu­deutsch als „Unsere Demo­kratie“ ver­herr­licht) aus. Man hetzt aus­schließlich gegen ideo­lo­gische Gegner und gibt vor, die Gesell­schaft (oder gar die Demo­kratie) dadurch zu schützen.

Zuge­ge­bener Maßen ist der bunte Kin­der­garten rechts sym­pa­thi­scher als die sei­nerzeit archaisch auf­mar­schie­renden Natio­nal­so­zia­listen. Da steht kada­ver­ge­hor­sames Mit­läu­fertum gegen infantile Par­ty­people. Beides aber ist für eine Gesell­schaft gefährlich, ja sogar bedrohlich. Was links allzu wehrhaft ist, ist rechts allzu naiv, mani­pu­lierbar und wehrlos gegenüber anderen Kul­turen, schlicht lebens­un­fähig ohne Nannystaat.

6. Beide Ideo­logien fördern das Denunziantentum

Es gibt Mel­de­zentren, im Zeit­alter des Internets auch Mel­de­listen, wo nicht nur tat­säch­liche Rechts­brüche, sondern schlicht „falsche“ oder kri­tische Mei­nungen gemeldet werden können. Es gibt dies­be­züglich bei beiden Ideo­logien nicht das geringste Schuld- und Ver­ant­wor­tungs­be­wusstsein, obwohl jedem den­kenden und gebil­deten Men­schen klar sein müsste, dass „der Denun­ziant der größte Lump im Land ist“.

7. Beide Ideo­logien tole­rieren und rela­ti­vieren Gewalt und Rechts­brüche, wenn sie den poli­ti­schen Gegner betreffen:

Maro­die­rende SA-Ver­bände, die Juden und Sozia­listen miss­handeln, ihre Geschäfte zer­stören <versus> maro­die­rende Anti­fa­ver­bände, Blo­ckaden gegen poli­tische Gegner, Pflas­ter­steine und Feu­er­werks­körper gegen Poli­zisten, Sach­be­schä­digung und Kör­per­ver­letzung gegenüber „Rechten“.

8. Beide Ideo­logien domi­nieren poli­tische Ent­schei­dungen, während der Wille des Wählers, ja sogar der Amtseid kom­plett igno­riert werden und Kri­tiker medial als Feindbild insze­niert werden:

Jude, Kom­munist, Volks­ver­räter <versus> Rechter, Rechts­extremist, Landesverräter

9. Beide Ideo­logien sind „stolz“ auf ver­meintlich oder tat­sächlich ange­borene Dinge:

Über­legene weiße Rasse <versus> Que­erness (Pride, Pri­de­month) als „stolze“ Bot­schafter einer gefühlten Diversity.

10. Beide Ideo­logien haben die Medien okku­piert, auf ideo­lo­gische Linie gebracht

Wer etwas anderes als die offi­zi­ellen Dogmen berichtet, wird ange­griffen, ver­un­glimpft, Geschäfts­partner und Wer­be­kunden werden ange­schrieben und auf­ge­fordert, jeden Kontakt zu ver­meiden (kauft nicht bei Juden). Banken kün­digen Geschäfts­konten, Schlä­ger­trupps über­fallen die Filialen und ver­prügeln die Reporter. Damals wie auch heute wieder!

Ziel ist eine gefühlten Wahr­heiten und gefühlten mora­li­schen Werten ver­pflichtete Medi­en­land­schaft (neu­deutsch Hal­tungs­jour­na­lismus), sowie die Dif­fa­mierung und Ver­hin­derung jeder Kritik an der Ideo­logie oder an den Herrschenden.

Man ver­gleiche dazu ent­spre­chende Reden/Angriffe auf die Pres­se­freiheit von Daniel Günther und Joseph Goebbels

11. Kolo­nia­li­sierung fremder Kul­turen <versus> Kolo­nia­li­sierung der eigenen Kultur durch gren­zenlos ange­schwemmte fremde Kulturen

Dies ist der ver­mutlich pro­vo­zie­rendste aber auch wich­tigste Punkt der auf­ge­zählten Parallelen/Umpolungen. Und während die Kolo­nia­li­sierung fremder Völker zwar mora­lisch frag­würdig war und teil­weise extrem brutal umge­setzt wurde, so diente sie doch nicht der Ver­nichtung der fremden Kultur, sondern hin­terließ vielfach Infra­struktur, erschlossene Han­delswege und fort­ge­schrittene Rechts­systeme, von denen die Kolo­nia­li­sierten bis heute profitieren.

Die Kolo­nia­li­sierung der eigenen Kultur durch fremde, gro­ßen­teils inkom­pa­tible Kul­turen dient dagegen aus­schließlich der Zer­störung der vor­han­denen Gesell­schaften. Die wirt­schaft­lichen und kul­tu­rellen Folgen sind kata­strophal, wie sich jetzt schon abzeichnet, besonders deutlich in England und Frankreich.

„Wenn ihr euch fragt, wie das damals pas­sieren konnte: weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.“

Henryk M. Broder

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