Die GrĂĽnen-PoliÂtiÂkerin und BunÂdesÂtagsÂviÂzeÂpräÂsiÂdentin Claudia Roth fordert von der BunÂdesÂreÂgierung gröÂĂźeren Einsatz bei der BewälÂtigung von kliÂmaÂbeÂdingter Migration und Flucht. “Die KliÂmaÂkrise ist Ursache von Migration und Flucht – gerade im gloÂbalen SĂĽden, der am wenigsten zur ErdÂerÂwärmung beiÂgetragen hat”, sagte Roth dem “RedakÂtiÂonsÂnetzwerk Deutschland” (FreiÂtagsÂausÂgaben). “KliÂmaÂschutz ist deshalb eine Frage gloÂbaler GerechÂtigkeit. Das dĂĽrfen wir nicht länger verÂdrängen”, mahnte Roth.Am Freitag bringen die GrĂĽnen auf Initiative der BunÂdesÂtagsÂviÂzeÂpräÂsiÂdentin einen entÂspreÂchenden Antrag in den BunÂdestag ein. Die BunÂdesÂreÂgierung mĂĽsse sich auf interÂnaÂtioÂnaler Ebene dafĂĽr stark machen, dass Betroffene umsiedeln dĂĽrfen, forÂderte die GrĂĽnen-PoliÂtiÂkerin. HandÂlungsÂbedarf bestehe vor allem mit Blick auf BĂĽrger paziÂfiÂscher InselÂstaaten, die im Meer zu verÂschwinden drohten. “Ein LösungsÂvorÂschlag ist der KliÂmapass, wie ihn auch der wisÂsenÂschaftÂliche Beirat der BunÂdesÂreÂgierung empÂfiehlt. Er könnte den BetrofÂfenen eine selbstÂbeÂstimmte und frĂĽhÂzeitige Umsiedlung in sichere Länder ermögÂlichen – und ihnen dort staatsÂbĂĽrÂgerÂähnÂliche Rechte gewähren”, sagte Roth. BĂĽrger von Staaten wie Tuvalu und Kiribati dĂĽrften nicht staaÂtenlos werden, wenn es ihr Land nicht mehr geben sollte. “Das interÂnaÂtionale Recht fordert dazu auf, StaaÂtenÂloÂsigkeit zu verÂmeiden”, sagte Roth. “Eine StaatsÂbĂĽrÂgerÂschaft im aufÂnehÂmenden Land kann eine Option sein”, sagte sie. Roth beklagte eine verÂkĂĽrzte KliÂmaÂdeÂbatte hierÂzuÂlande. “Wir reden ĂĽber CO2-Preise und PendÂlerÂpauÂschalen. Wir reden aber nicht darĂĽber, dass innerÂstaatlich schon heute mehr MenÂschen durch klima- und umweltÂbeÂdingte KataÂstrophen als durch Gewalt und KonÂflikte verÂtrieben werden”, sagte die BunÂdesÂtagsÂviÂzeÂpräÂsiÂdentin dem RND.
Berlin (dts NachÂrichÂtenÂagentur) — Foto: Claudia Roth als BunÂdestags-VizeÂpräÂsiÂdentin, ĂĽber dts Nachrichtenagentur






















