Neue Artikel Politik

Ein offener Brief an die Bundeskanzlerin

5. Juli 2017

Frau
Dr.rer.nat. Angela Merkel
Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
Bundeskanzleramt
Willy Brandt Straße 1
10557 Berlin

 

In Deutschland herrscht eine Verwaltungsdiktatur

„Es ist dieser moralische Bankrott der Bundeskanzlerin und der Regierung, der sie vorsteht, der nach einer radikalen Wende in der Türkei-Politik schreit. Und dabei geht es nicht nur um die Menschen in der Türkei, sondern um uns alle“.  (Sevim Dagdelen, Mitglied des Deutschen Bundestages)

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

die Angst vor Rednern mit diktatorischer Rhetorik ist verständlicherweise groß. Viel gefährlicher erscheint mir Ihr politischer Führungsstil.

Sie verändern in völliger Verblendung im Rahmen Ihrer Machtfülle die Bundesrepublik Deutschland und missbrauchen emotions- und gewissenlos die Masse gutgläubiger und unwissender Bürger.

Deutschland hat den völlig verarmten Griechen Geld geliehen, um mehr als 1.000 Leopard-Panzer in Bayern zu kaufen zum Schutz gegen die Türken-Gefahr. Das 12-Millionen-Einwohner-Griechenland verfügt über mehr Panzer als Deutschland, Frankreich und England zusammen. Die Türkei ist mit über 700.000 Soldaten die größte Armee in Europa und ist u.a. im Besitz von 750 Leopard-Panzern aus Münchner Produktion.

Sie haben dem türkischen Diktator Recep Tayyip Erdoğan Milliardenbeträge angeboten, um den Flüchtlingsstrom nach Deutschland einzudämmen. Die Flüchtlinge stranden nun auf griechischen Inseln. Ein Kreislauf absoluten Schwachsinns. Wie krank ist die politische Führung unseres Landes?

Wir befinden uns nicht mehr in einer Demokratie, sondern in einer Verwaltungsdiktatur. Im Zuge des digitalen Wahnsinns wird der Mensch in Zukunft von der Geburt bis zum Tod durch das irdische Leben fremdbestimmend navigiert – für die Machthaber von Wirtschaft, Politik und Medien dient der Mensch als funktionierender Sklave in einem Konsumgefängnis, wo er seines geistigen Reflexionsvermögens beraubt ist.

Durch das von Ihnen auf den Weg gebrachte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ wird der Bürger zu einem sinnlosen Konsum verführt.

Wenn Wachstum zu Krankheit führt – das beste Beispiel sind die diversen Krebsarten und die „Demenz-Lawine“–, sollte man wach werden. Leider befindet sich unser Land in einem bedrohlichen Wachkoma.

 „Alles in Europa treibt mit unaufhaltsamer Gewalt der Vernichtung entgegen, und ich erkenne abermals, dass es nie die Weisen, nie die Denker sind, die das dramatische Geflecht der Geschichte weben, sondern die großen Monomanen, die Mondsüchtigen, die nur ihre Idee sehen, eine Idee, die die Welt heilen soll, – aber in Wahrheit krepiert sie daran.“

 (Stefan Zweig in einem Brief vom 22. Mai 1935 an den französischen Literatur-Nobelpreisträger Romain Rolland).

In großer Verzweiflung schied Stefan Zweig (am 28. November 1881 in Wien geboren), der das kultur-geistige Europa so sehr geliebt hatte, am 22. Februar 1942 im brasilianischen Petrópolis aus dem Leben.

 

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

es werden sich mit Sicherheit viele Bürger aus Verzweiflung aus Ihrem „Demokratie-Gefängnis“ zu befreien versuchen. Die Historiker werden hoffentlich sehr bald erkennen, in welchen Zustand Sie Deutschland verwandelt haben.

Mit besorgten Grüßen

Roland R. Ropers

 


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