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Kinderporno-Plattform „Elysium“ mit fast 90.000 Mitgliedern abgeschaltet

6. Juli 2017

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft heute berichteten, wurde die Kinderporno-Plattform „Elysium“ im Darknet abgeschaltet. Zusätzlich seien mehrere mutmaßliche Verantwortliche sowie Mitglieder der Tauschseite nach mehrwöchigen Ermittlungen festgenommen worden. Dies teilte die ermittelnde Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft heute Vormittag mit.

Der mutmaßliche Betreiber, ein 39-jähriger aus Hessen, wurde festgenommen. Die seit 2016 bestehende Plattform wurde abgeschaltet und die Inhalte seien nicht weiter zugänglich. Die Seite mit dem Namen „Elysium“, was auf Deutsche „Das vollkommene Glück“ bedeutet, hatte nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft mehr als 87.000 Mitglieder und diente einem weltweiten Austausch von Kinderpornografie sowie für Verabredungen zum sexuellen Missbrauch von Kindern.

Im sog. Darknet, einem nur über spezielle Internet-Browser zugänglichen Teil des Internets, werden zahlreiche versteckte Kinderporno-Seiten betrieben. Für Behörden ist es oft schwer, diese ausfindig zu machen und noch schwerer sie abzuschalten. Die Seiten sind nicht über Suchmaschinen wie Google auffindbar und die Daten der Seite befinden sich nicht auf normalen Servern, wie dies bei Standart-Websites der Fall ist. Die Bezahlung auf solchen Seiten läuft meistens über den anonymen Bitcoin und andere anonyme digitale Bezahlsysteme.

Zum Stand der Ermittlungen wollen Vertreter von der Staatsanwaltschaft und des Bundeskriminalamtes am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden Stellung nehmen.


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