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Das US-Militär soll in Somalia Kriegsverbrechen begangen haben

24. März 2019

Amerikanische Luftangriffe töten in Somalia «eine grosse Anzahl» von Zivilisten, sagt Amnesty International.

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Das US-Militär könnte Kriegsverbrechen begangen haben, weil es in den letzten zwei Jahren in Somalia eine grosse Zahl von Zivilisten bei Luftangriffen getötet hat, sagte Amnesty International.

Die Organisation gab an, 14 Zivilpersonen dokumentiert zu haben, die bei nur fünf Luftangriffen mit Drohnen getötet wurden, ein winziger Bruchteil von mindestens 110 solcher Angriffe seit Juni 2017, heisst es.

Das Pentagon lehnte den Bericht von Amnesty ab. In Somalia seien 800 Militante bei Luftangriffen in dieser Zeit getötet worden, aber kein einziger Zivilist wurde verletzt oder getötet, behauptet das amerikanische Verteidigungsministerium.

Schon unter Obama

Im Jahr 2013 erklärte Amnesty International, dass amerikanische Beamte, die für die geheime CIA-Drohnenkampagne gegen mutmassliche Terroristen in Pakistan verantwortlich sind, Kriegsverbrechen begangen haben könnten und vor Gericht gestellt werden müssten. Bereits dort hatten die Einwände von Amnesty keinen Erfolg. Barack Obama war einer der schrecklichsten Drohnenmörder. Während seiner Amtszeit kam es zu einem massiven Anstieg der Drohnenangriffe, wie diese interaktive Grafik zeigt.

 


Quelle: SMOPO