Politik

Fragwürdige Gesten: Papst Franziskus biedert sich der Welt der Atheisten an

21. Juli 2019

Franziskus sagt prominentem britischem Atheisten: »Egal wer du bist oder wie du dein Leben lebst, du verlierst deine Würde nicht.«

Austen Ivereigh, Autor der ersten autorisierten Biographie von Papst Franziskus, signalisierte auf Twitter, dass der Papst die Haltung der Kirche gegenüber Homosexuellen revolutioniert, wie Info Vaticana berichtet.

Der britische Komödiant Stephen K. Amos begegnete Papst Franziskus in der Show Pilgerfahrt: Die Straße nach Rom von BBC2.

Stephen K. Amos ist erklärter Atheist und homosexuell. Sein Treffen mit dem Papst war Teil einer Fernsehserie, die Stars dabei filmt die Via Francigena, eine alte Pilgerroute von Canterbury nach Rom, zu pilgern. Die Stars beginnen ihre Pilgerfahrt in der Schweiz und haben 15 Tage Zeit, mehr als 900 Kilometer nach Rom zurückzulegen.

Amos drückte in der Show zunächst seinen Widerwillen aus, Papst Franziskus zu begegnen, wie Crux berichtet. »Ich war ziemlich deutlich in meiner Kritik einiger Aspekte der katholischen Kirche. Ich dachte, eine Privataudienz bedeutet, dass man zu ihm geht und ihn sieht und man einen Segen bekommt, und man dann geht. Ich konnte dies nicht mit gutem Gewissen tun, das bin einfach nicht ich«, erklärte er iNews.

Amos änderte seine Meinung nach eigener Angabe, als ihm der Vatikan bestätigte, dass der Papst jede seiner Fragen beantworten würde.

»Ich nahm als Ungläubiger an dieser Pilgerfahrt Teil und habe nach Antworten und Glauben gesucht. Als ein schwuler Mann fühle ich mich nicht aufgenommen,« sagte er.

Der Papst antwortete ihm mit Hilfe eines Übersetzers:

»Dem Adjektiv mehr Bedeutung zu geben als dem Nomen, ist nicht gut. Wir sind alle menschlichen Wesen und haben Würde. Es ist egal, wer du bist oder wie du dein Leben lebst, du verlierst deine Würde nicht. Es gibt Personen, die Menschen auf Grund eines Adjektivs auswählen oder ausgrenzen – diese Menschen haben kein menschliches Herz.«

Amos war begeistert von der Antwort und bezeichnete sie als »ziemlich hervorragend.«

Keine Glaubensverkündigung und keine Erklärung der Position der katholischen Kirche aus dem Mund des Papstes.

Das Höchste der Gefühle war eine schwammige Erklärung eines Gutmenschentums: »Ich fühle mich [bei euch] wie unter Brüdern und Schwestern. Ich habe keinen von Euch nach seinem Glauben oder seinen Überzeugungen gefragt, denn ihr habt einen grundlegenden Glauben an Menschlichkeit. «


Quelle: www.freiewelt.net