Politik

Tötung ungeborener Kinder soll normale Dienstleistung werden

23. Januar 2020
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Die belgische Regierung strebt eine starke Lockerung der Abtreibungsregelungen an. Belgische Ärzte und Hebammen protestieren dagegen. Sie warnen vor einer Verschlechterung der Lage für Frauen und für die Gesundheitsberufe.

Ein neuer belgischer Gesetzesvorschlag sieht eine weitere Liberalisierung von Abtreibung vor. So ist geplant, die Frist von Abtreibung um zweieinhalb Wochen zu verlängern. Belgische Frauen sollen künftig viereinhalb, statt drei Monate Zeit haben, ihr ungeborenes Kind töten zu lassen. Parallel dazu soll die gesetzlich vorgeschriebene Bedenkzeit von sechs Tagen auf 48 Stunden verkürzt werden, um abtreibungswilligen Frauen Anspruch auf eine entsprechende Behandlung zu geben. Zudem soll Abtreibung als reguläre medizinische Dienstleistung eingestuft werden. Im Juli 2018 hatte die Regierung Abtreibung bereits aus dem Strafgesetzbuch gestrichen und dadurch vollständig legalisiert.

Wie Vatican News berichtet, haben sich über 750 Ärzte und Hebammen mit ihrem Protest gegen die Gesetzesänderung an die Regierung gewandt. In einem offenen Brief rufen sie die Abgeordneten auf, mit ihrer Stimme eine Lockerung der Abtreibungsregelungen zu verhindern. Sie befürchten eine Verharmlosung von Abtreibung. Insbesondere der komplizierten Notsituation von Frauen würde eine stark verkürzte Bedenkphase nicht entgegenkommen. Zusätzlich würde der moralische Druck auf Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen zunehmen, Tötungsoperationen durchzuführen, befürchten die Gegner der Abtreibungsrefom. Es sei jedoch unzumutbar, vom medizinischen Personal zu verlangen, Abtreibungen vorzunehmen.


Quelle: freiewelt.net