Bild: Wikimedia Commons, Joe Biden, Gage Skidmore, Bildlizenz: CC BY-SA 2.0 https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Joe_Biden_(48651180272).jpg
Politik & Aktuelles

Neuer Leak: Telefonate zwischen Jo Biden und Poroschenko – 1 Milliarde $ für „Quid pro quo“ (+Video)

21. Mai 2020

Erinnern Sie sich noch an den Spätherbst 2019 und den Versuch der Amtsenthebung gegen Trump?

Es ging um ein sogenanntes „Quid pro quo“ (dies für das), was man mit „eine Hand wäscht die andere“ übersetzen könnte. Trump hatte mal wieder ein Impeachmentverfahren am Hals, weil er angeblich die Ukraine unter Druck gesetzt habe, ihm belastendes Material über Joe Biden und seinen Sohn Hunter Biden auszuliefern, damit er seinen Konkurrenten im kommenden Wahlkampf ausstechen könne. Jetzt aber taucht ein hochbrisantes Video mit einem Mitschnitt mehrerer Telefonate zwischen Joe Biden und Petro Poroschenko, dem damaligen Präsidenten der Ukraine auf, das Mr. Biden und den Demokraten schweren Schaden zufügen könnte.

Das Impeachmentverfahren gegen Trump 2019 war erfolglos. Selbst der neue Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyi, bestätigte mehrfach, es habe keinen Deal zwischen ihm und Präsident Trump gegeben. Donald Trump habe ihm nichts im Gegenzug für belastendes Material gegen Joe Biden angeboten.

Thomas Röper schrieb bereits im Oktober 2019: 

„In Wahrheit ist es genau anders herum. Nach dem Maidan-Putsch hat der damalige Vizepräsident Joe Biden seinem Sohn einen mit 50.000 Dollar monatlich dotierten Nebenjob im Aufsichtsrat eines ukrainischen Gaskonzerns besorgt. Der damalige Generalstaatsanwalt der Ukraine hatte in der Folge Ermittlungen wegen Korruption gegen Bidens Sohn und den Gaskonzern aufgenommen. Das gefiel Papa Biden nicht und als er in Kiew war, forderte er von der damaligen Regierung, also von Präsident Poroschenko und Premierminister Jazenjuk, dass sie den Generalstaatsanwalt entlassen sollten, damit die Ermittlungen eingestellt werden. Als diese sich weigerten, drohte er damit, dass er dafür sorgen werde, dass die anstehende Hilfszahlung der USA in Höhe von einer Milliarde Dollar nicht ausgezahlt wird, solange der Generalstaatsanwalt nicht ausgetauscht wird. Er wurde daraufhin umgehend gefeuert und die Ermittlungen wurden eingestellt.

Das ist nicht etwa eine Verschwörungstheorie, russische Propaganda oder eine Rufmordkampagne von Trump gegen Joe Biden, nein, Biden hat die Geschichte selbst ganz stolz bei einem öffentlichen Auftritt erzählt und nannte den Generalstaatsanwalt einen „Hurensohn“ (Son of a bitch).

Hier Herrn Bidens Auftritt bei dem Treffen des Counsil on Foreign Relations, wo er regelrecht damit angibt, wie er persönlich durchgesetzt hat, dass Viktor Schokin gefeuert wurde. „Wenn der Hurensohn nicht innerhalb von sechs Stunden ausgetauscht wird, bekommt Ihr Euer Geld nicht“, sagt er, womit er natürlich den Milliardenkredit meint:

Die Webseite breaking911 berichtet:
Andrej Derkatsch, Mitglied des Ukrainischen Parlamentes, soll am Dienstag, den 19. Mai 2020 auf einer Pressekonferenz eine Audioaufzeichnung von mehreren privaten Telefongesprächen zwischen dem damaligen Vizepräsidenten Joe Biden und dem damaligen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko veröffentlicht und auf Youtube hochgeladen haben. Die Gespräche sollen von Präsident Poroschenko in seiner Präsidentschaftszeit zwischen Ende 2015 bis Ende 2016 selbst aufgenommen und an einen Journalisten in Kiew übermittelt worden sein. Immer wieder ist der Generalstaatsanwalt Schokin das Gesprächsthema. Joe Biden war sehr besorgt, dass die Ermittlungen des Staatsanwaltes seinen Sohn Hunter Biden in Probleme bringen würden.

Hier das Video der Pressekonferenz mit englischen Untertiteln samt den besagten Telefongesprächen.

 

Daraus ergibt sich unzweifelhaft, dass Präsident Poroschenko sich verpflichtet hat, sein „Versprechen zu halten“, und für Vizepräsident Biden den Generalstaatsanwalt Schokin aus dem Amt zu entfernen.

Die beiden Politiker sollen darauf zu hören sein, wie sie den Rücktritt des ukrainischen Generalstaatsanwaltes Viktor Schokin diskutieren. Herr Biden sagt dabei, dass nun, nachdem Schokin aus dem Weg geräumt sei, ein Kredit in Höhe von einer Milliarde US-Dollar für die Ukraine freigegeben werde.

Schokin hatte als Generalstaatsanwalt in der großen Kampagne gegen Korruption in der Ukraine die Untersuchungen gegen Joe Bidens Sohn, Hunter Biden, geführt. Joe Biden hatte größtes Interesse daran, seinen Sohn aus Korruptionsermittlungen herauszuhalten.

In der Audioaufzeichnung ist zu hören, wie Poroschenko sagt, dass Schokin sich nichts hatte zuschulden kommen lassen, es gebe keine Anhaltspunkte wegen irgendwelcher Verfehlungen, aber US-Vizepräsident Joe Biden besteht darauf, dass er „gefeuert“ werden müsse.

„And I‘m a man of my word“ (ich bin ein Mann, der sein Wort hält), sagt Biden und fährt fort: „And now, that the new Prosecutor General is in place, we‘re ready to move forward to signing that one billion dollar loan guarantee.“ (Und jetzt, wo der neue Generalstaatsanwalt im Amt ist, sind wir bereit weiterzumachen und diesen versprochenen eine Milliarde-Dollar-Kredit zu unterzeichnen). Der neue Generalstaatsanwalt Juryi Luzenko war ein Kandidat der USA und so floss die Milliarde auch herüber. In der Zwischenzeit wurde auch Herr Generalstaatsanwalt Luzenko wegen Korruption geschasst. Der nächste Generalstaatsanwalt heißt Ruslan Rjaboschapka. Er hat die Korruptionsermittlungen gegen Burisma und Hunter Biden wieder aufgenommen. Nach den Informationen von Andrej Derkatsch, der die Telefonmitschnitte in der Pressekonferenz vorführte, geht es bei den Ermittlungen Generalstaatsanwalts Rjaboschapka bei Burisma um Veruntreuung enormen Ausmaßes. Laut RTdeutsch soll Burisma größere Beträge für den geputschten Präsidenten Wiktor Janukowitsch beiseite geschafft und über den US-Investmentfonds Franklin Templeton Investments reingewaschen haben. Was Hunter oder Joe Biden damit zu tun haben könnte, sei noch nicht klar. „Auf jeden Fall stehe fest, dass Hunter sein ‚Beraterhonorar‘  über 16,5 Millionen US-Dollar zwischen November 2014 und Oktober 2015 nicht aufgrund seiner ‚brillanten Businessentscheidungen oder Empfehlungen‘ erhalten habe, sondern dass dieses Geld ‚auf kriminelle Weise angehäuft‘ wurde.“ 

Hier das Original-Video mit der Audiospur.

Für die Authentizität des Videos gibt es bisher keinen offiziellen Beweis der Echtheit.

Hier gibt es noch verschiedene, kurze Ausschnitte aus dem Audio-Leak zu hören, die die interessantesten Stellen aus dem angeblich mitgeschnittenen Telefonat wiedergeben:

https://www.youtube.com/channel/UCy5CvZAyn7skY1OCrg0VcYw

Trump hatte gegenüber dem neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi darauf gedrängt, dieses ganze Korruptionsnetz offenzulegen. Das konnten die Demokraten natürlich nicht einfach laufen lassen und beschuldigten Präsident Trump, er habe Militärhilfe in Millionenhöhe gegen Belastungsmaterial über Vater und Sohn Biden in Aussicht gestellt.

Wenn die Mitschnitte sich als echt erweisen, war es offensichtlich genau umgekehrt. Man darf gespannt sein, ob der Spiegel dann genauso gehässig über Herrn Joe Biden schreibt, wie er es im Herbst 2019 über US-Präsident Trump getan hat.