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Grausame Robbenjagd in Namibia – das Blutvergießen beginnt (+Videos)

7. Juli 2020

Namibia ist das einzige Land der südlichen Hemisphäre, in dem Robben kommerziell geschlachtet werden, und das einzige Land der Welt, in dem Welpen geschlachtet werden können, die noch immer von den Müttern gesäugt werden.

Die grausame Robbenjagd ist eigentlich nur aus Kanada bekannt. Kanada hat die blutige Robbenjagd wieder aufgenommen, obwohl die Nachfrage nach Robbenprodukten stark zurückgegangen war. Doch auch auf einem anderen Kontinent werden Robben zu Tausenden abgeschlachtet. Zwischen 80.000 und 100.000 Zwergpelzrobben, auch Ohrenrobben genannt, tummeln sich am Cape Cross auf den Felsen in Namibia. In den nächsten Monaten werden Tausende Robbenbabys  brutal wegen ihres Pelzes und Öls und die Robbenbullen wegen ihrer Genitalien getötet. In den letzten zehn Jahren hat das Land fast 400.000 Robbenfelle für den kommerziellen Handel mit „Wildfellen“ exportiert.Um einen Pelzmantel herzustellen, braucht es ca. 8 tote Robben. Namibia, wo Robben zu den wichtigsten kommerziellen Meerestierarten zählen, hat eine jährliche Jagdquote von 80.000 Robbenbabys und 6.000 Bullen festgelegt. Die Genitalien werden nach Asien exportiert. Die Jagdsaison dauert 139 Tage von Juli bis November

Pelzverkauf boomt – trotz Kritik

Im 21.Jahrhundert greifen viele Verbraucher, auch in Deutschland bewusst zu echtem Tierfell. Woher der Pelz kommt und unter welchen Bedingungen er hergestellt wurde, stellen sich wenige. Jedes Jahr zwischen Juli und Mitte November werden an der Küste Namibias Zehntausende von Robbenwelpen regelrecht zu Tode geprügelt.

                                                                                             Istanbuler Ledermesse – Hatem Yavuz  besitzt 82 Prozent des weltweiten Seehundlederhandels

Aysaf ist eine internationale Ausstellung in Istanbul für Schuhmaterialien, Komponenten, Leder und Technologien und eine der größten Messen dieser Art in der Türkei. Hier treffen sich nicht nur Vertreter der Schuhindustrie, sondern auch Zulieferer wie Lederhändler und Zulieferer anderer Rohstoffe für die Schuhherstellung. Auf Grund der Auswirkungen des Corona-Virus wurde die Messe auf die Zeit 18.11.2020 – 21.11.2020 verschoben. Immer wieder gibt es Protest, denn mittlerweile sollte bekannt sein, unter welchen grausamen Bedingungen Leder hergestellt wird. So werden in Indiens Lederindustrie die Tiere lebend gehäutet! Weniger bekannt dürfte bekannt sein, dass auch Seehunde für Leder und Pelz grausam getötet werden. 

                                                                                                                                                                  Kanada Robbenjagd

Der Geschäftsmann Hatem Yavuz  besitzt 82 Prozent des weltweiten Seehundlederhandels. Yavuz, der sich seit mehr als 12 Jahren mit Robbenlederhandel befasst, ist mit seiner gleichnamigen Firma in kurzer Zeit zum Monopol der Welt aufgestiegen. Yavuz arbeitet mit Ländern wie Russland, Zentralasien und China zusammen und bedient weltweit Hunderte von Geschäften. Er profitiert von den „Robbenernten“ auf der ganzen Welt,  von den Eisflüssen Kanadas bis zu den Stränden Namibias, jährlich werden etwa zweihunderttausend Robben getötet. Immer wieder steht Yavuz in der Kritik, und um die Tierschützer zu ärgern, stellte er auf der Aysaf  seine Kollektion mit dem Slogan „FOK You“ vor. „Dies ist eine Robbenjacke mit Fuchsbesatz. Das wären sechseinhalb bis siebentausend Dollar“, sagte Yavuz in einem Interview mit dem australischen Sender 7News.

Yavuz ist australischer Staatsbürger und besitzt ebenfalls die türkische Staatsbürgerschaft. Er ist Honorarkonsul in Namibia für die Türkei und hat als Diplomat sowohl ein Luxusfahrzeug als auch Büros, die vom namibischen Steuerzahler bezahlt werden. Als Konsul von Namibia ist er ein Regierungsbeamter und profitiert direkt vom Verkauf der Vermögenswerte des Landes, so die Organisation hesealsofnam.org.

Yavuz zahlt ungefähr 7 US-Dollar pro Fell und braucht das Fell von etwa 8 toten Robben für einen Pelzmantel. Yavuz wird diesen Mantel für 30.000 US-Dollar verkaufen. Genug Geld, um ein exklusives Stadthaus in Swakopmund, Namibia, zu kaufen. Dieses Geld bleibt jedoch nicht in Namibia, um den wirtschaftlich Benachteiligten zu helfen. Es geht an Yavuz, der sich zwischen Sydney und Istanbul tummelt, um das Leben eines Multimillionärs zu führen. Der Pelz wird in seinem Unternehmen in der Türkei verarbeitet. Yavuz kontrolliert 60 Prozent des Pelzmarktes der Welt und 82 Prozent des weltweiten Seehundlederhandels.

Sogar die Sea Shepherd Crewmitglieder mussten bereits aus Namibia fliehen, als sie auf das Massaker aufmerksam machen wollten. „Unsere Mission war es, das schreckliche Abschlachten von Robbenbabys an den windigen und kalten Wüstenstränden der Küsten Südwestafrikas zu dokumentieren und anzuprangern, “ so Captain Paul Watson in einem Interview. „Warum also so weitermachen? Weil Menschen wie Hatem Yavuz es schaffen, durch Bestechungsgelder an Regierungsbeamte und die Polizei Zugeständnisse an die Robben in Namibia zu machen. Diese Jagd ist völlig illegal und überlebt nur auf Grund der offensichtlichen Korruption, an der Politiker, Bürokraten, Polizisten und jetzt sogar das namibische Militär beteiligt sind.“ 

Der Verkauf von Robbenfellen ist in Australien und der EU beschränkt, nicht jedoch in der Türkei und den meisten Teilen Asiens.

Die International Fur Federation (IFF) mit Sitz in London ist der einzige Verband, der international die Pelzindustrie vertritt

Heutzutage stammen 50% der weltweiten Pelzproduktion aus Europa! 5.000 Betriebe in 22 europäischen Ländern, die Pelzzucht betreiben. Es gibt sogar FUR EUROPE ! Am 06. Januar 2020 fand in China National Convention Center das Pressetreffen von GOOD4FUR Certified Farm statt, denn was nicht aus Europa kommt, kommt aus China, und obwohl bekannt ist, dass es in China keinen Tierschutz gibt, bekam China die GOOD4FUR-Zertifizierung. Bedeutet, hohen Tierschutz für die Pelzzucht fördern! Siehe Die schreckliche Praxis des Häutens der Tiere BEI LEBENDIGEM LEIB für den weltweiten Pelz- und Lederhandel – The barbaric and horrendous practice of SKINNING Animals ALIVE for their Fur und Leather Worldwide

Im Jahr 2019 umfasste das IFF 56 Mitglieder aus etwas mehr als 40 Ländern. Dabei handelt es sich um Organisationen, die Handelsverbände oder Züchterorganisationen in ihrem Land vertreten. Die IFF ist in vier Regionen gegliedert, Europa, Amerika, Asien und Eurasien. Mitglieder der International Fur Federation erhalten Ratschläge und Richtlinien zu Handelsfragen, Nachrichten zu wissenschaftlichen, politischen und sozialen Entwicklungen, Mode und Trends sowie Unterstützung für die PR-Arbeit. Das IFF organisiert auch regelmäßig Seminare und Workshops für Mitglieder.

Nachhaltig? So beschreibt sich die Pelzindustrie in Europa. Eine neue Strategie, die in der dänischen Botschaft in London am 17. Februar 2020 vorgestellt wurde, und zwar im Rahmen der London Fashion Week.

Im Januar 2020 fand sogar eine Ausstellung für die Pelzindustrie im Europäischen Parlament statt. Über 50 Milliarden Euro werden mit dem Leid der Tiere, die für Pelz sterben, pro Jahr verdient, nicht nur in China, sondern auch in Europa, wie man der wearefur.com entnehmen kann.
Also ist Europa nicht nur einer der größten Fleischproduzenten, sondern auch Produzent für Pelze. Grausam, sogar mit Zertifikat. Das Foto stammt aus der Pelzindustrie in Polen, allerdings ist Finnland der größte Pelzproduzent in der EU. Siehe: Die erschreckende Wahrheit über finnische Pelzfarmen – Shocking footage in Finnish fur farms

In Namibia beginnt das Blutvergießen

                                                                                                                                  Namibias Robbenbabytötung – Foto: heartforanimals

Namibia ist das einzige Land der südlichen Hemisphäre, in dem Robben kommerziell geschlachtet werden, und das einzige Land der Welt, in dem Welpen geschlachtet werden können, die noch immer von den Müttern gesäugt werden. Aber auch Kanada gab bekannt, die grausame Jagd auf Robben wieder aufzunehmen.

Jedes Frühjahr ziehen schwangere Robben Richtung Norden, um ihre Jungen an den Küsten von Labrador, Neufundland, Baffin Island und Pribilof Island in Alaska zur Welt zu bringen. Doch bevor ihr Nachwuchs die zwölfte Lebenswoche erreicht, werden die Welpen auf grausame Weise von kommerziellen Robbenjägern abgeschlachtet. In den vergangenen Jahren legte die kanadische Regierung sogenannte Fangquoten von bis zu 400.000 Robben pro „Saison“ fest.

Die Robbenfänger werden in nur wenigen Wochen etwa Zehntausende von Robbenwelpen erschlagen oder einfach erschossen. Dabei ist in mehr als 37 Ländern der Handel mit kommerziellen Robbenprodukten verboten und auch die Nachfrage für Robbenfelle ist nach Protesten von Tierschützern weltweit gesunken.

In den nächsten vier Monaten werden Tausende von Robben, die in Cape Cross und Atlas Bay leben, brutal wegen ihres Pelzes, Öls und ihrer Genitalien getötet.

Die Robbenbabys am Kap werden brutal auf den Kopf geschlagen, nachdem man sie von ihren Müttern getrennt hat. Unter dem Schreien der Mütter werden sie, egal ob schon tot oder nicht, in den Hals gestochen und mit Messern aufgeschlitzt. Mittlerweile sollen es schon 80.000 Robbybabys sein.

Weitere 6.000 Robbenbullen werden wegen ihrer Genitalien getötet, die in einigen Kulturen als Aphrodisiakum angesehen werden. Das meiste davon wird letztendlich nach Asien exportiert.

Das Massaker an Seehunden am Kap ist aus einer Reihe von Gründen brutal, einschließlich der Tötungsmethode und der Auswirkungen, die es auf die gesamte Kolonie hat.

Die Robbenfänger verhindern, dass die Kolonie von Robben ins Meer fliehen kann. Die Jagdsaison dauert 139 Tage von Juli bis November.  Robbenjäger zielen auf größere Welpen ab und lassen die kleineren, dünneren – diejenigen mit geringeren Überlebenschancen – davonkommen. Dies kann die langfristige genetische Vitalität der Populationen schwächen.

Jagdgenehmigungen werden vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen ausgestellt. Das Ministerium ist der Ansicht, dass die Robben die Fischbestände vor den Küsten Namibias gefährden.

Paradox, sind es doch Europäische und Chinesische Fischereiflotten, die vor den Küsten Afrikas die Fischbestände rauben. Siehe auch: Somalia bekommt Millionen Euro Entwicklungshilfe und verliert alle Fischereirechte an China! – Somalian Government Gives Up Its Fishing Rights To China!

                                                                                                                                                                 .thesealsofnam.org

Die Welpen werden hauptsächlich wegen ihres Fells getötet, aber auch wegen ihres Specks, der als „Lebensmittelzusatz“ verkauft wird. Die Knochen werden zu Schmuckstücken verarbeitet und dann mit dem Fell als Luxusartikel in fernen Ländern verkauft.

Um einen Pelzmantel herzustellen, braucht es ca. 8 tote Robben.

Netzfrau Doro Schreier


Quelle: netzfrauen.org