USA: Grau­sames Foto zeigt Black Lives Matter Aktivist auf dem Hals eines schrei­enden, weißen Klein­kindes knieend

Durch die Sozialen Medien der USA braust ein Sturm des Zorns und der Ent­rüstung, und zwar quer durch alle Haut­farben. Ein unglaub­liches Foto sorgt für Ent­setzen: Ein Anhänger von „Black Lives Matter“ lässt sich foto­gra­fieren, wie er — in Anlehnung an das Bild des ver­stor­benen Georg Floyd mit dem auf seinem Genick knie­enden Poli­zei­be­amten Chauvin — auf dem Hals eines weißen Klein­kindes kniet.

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Das höchstens zwei­jährige Kerlchen schreit in Todes­angst, während man im linken Bildrand den Arm und die Hand eines anderen Mannes sieht, der dem Baby die Hände auf dem Rücken zusam­menhält und es zu Boden drückt. Der Täter nimmt eine über­heblich-arro­gante Pose ein. Unter dem Bild steht „BLM now mf“ (Black Lives Matter now mother­fucker), was soviel heißt, wie „Jetzt zählen schwarze Leben, du Mutterf***er!“

Der Mann heißt Isaiah Jackson, er stammt aus Ohio, ist Unter­stützer von „Black Lives Matter“ und der Freund der Mutter des Kindes. Er postete das Foto auf seiner Face­book­seite, die jetzt natürlich nicht mehr erreichbar ist. Die Mutter des Klein­kindes will von der Aktion nichts gewusst haben. Allein das ist schon sehr merk­würdig, dass zwei Männer (wahr­scheinlich drei, denn jemand muss das Foto gemacht haben) sich ihres Kindes einfach bemäch­tigen können und unge­stört von der Mutter mit einem in Todes­angst schrei­enden Kind in aller Ruhe dieses grau­en­hafte Foto pro­du­zieren. Dass das Foto in der Wohnung der Mutter aber gemacht wurde, lässt der Kin­der­sessel im Hin­ter­grund vermuten.

Angeblich ist die (weiße) Mutter des Kindes zwar scho­ckiert über den Vorfall, sie will aber davon erst erfahren haben, als der zuständige Sheriff im Zuge seiner Ermitt­lungen sie kon­tak­tierte. Sie nennt ihren Freund und seine Kumpane „ignorant“, nimmt aber gleich­zeitig ihren sau­beren Freund in Schutz und behauptet, das Ganze habe dem Kind ja keinen Schaden zugefügt. Das darf aller­dings stark bezweifelt werden. Zwar wurde im Kran­kenhaus keine Ver­letzung phy­si­scher Natur fest­ge­stellt, ein solches Erlebnis wird aber sehr wohl psy­chische Ver­let­zungen, viel­leicht sogar lang­fristig, hinterlassen.

Die Groß­mutter väter­li­cher­seits, Mez­zapesa Dot, schrieb auf ihrem Facebook-Account, dass der Kleine bei seiner Mutter war, als er so übel gequält wurde.

Nun sitzt Herr Isaiah Jackson wieder im Gefängnis, wo er für einen Freigang beur­laubt worden war, den er wie abge­bildet, sehr kreativ genutzt hat. Eine „groß­artige Idee für eine Wer­be­kam­pagne zur Unter­stützung von BLM“ ätzt die Washington Times sarkastisch.

Herr Isaiah Jackson (hier ist sein Poli­zeifoto zu sehen) hat ein langes Vor­stra­fen­re­gister. Das konnte man unter der offi­zi­ellen Seite „Clark County, Ohio, Sheriff – Persons cur­r­ently in Custody“ abrufen, ist aber jetzt gesperrt. Dennoch hat die Repu­bli­ka­nische Inter­net­zeitung „Tusker Daily“ sein Haft­stra­fen­re­gister der letzten zwei Jahre eingestellt:

7/21/2020 PRO­BATION VIOLATION PV NO BOND *Not Entered*
1/8/2019 BURGLARY F2 RELEASED *TO RELEASED
1/8/2019 DOMESTIC VIO­LENCE M1 RELEASED *TO RELEASED
10/5/2018 FELO­NIOUS ASSAULT – WEAPON OR ORDNA FE RELEASED *CO ARREST – ADULT
10/5/2018 DOMESTIC VIO­LENCE – KNOWINGLY CAUSE FE RELEASED *CO ARREST – ADULT
BURGLARY – TRESPASS IN OCCUPIED STR FE RELEASED *CO ARREST – ADULT
10/5/2018 BURGLARY – TRESPASS IN OCCUPIED STR FE RELEASED *CO ARREST – ADULT
10/5/2018 DOMESTIC VIO­LENCE – KNOWINGLY CAUSE UN RELEASED OTHER ARREST – ADULT
10/5/2018 FELO­NIOUS ASSAULT – WEAPON OR ORDNA FE RELEASED OTHER ARREST – ADULT
FAILURE TO APPEAR UN RELEASED NO BOND RELEASED

Der jüngste Eintrag oben bedeutet, dass Isaiah Anthony Wayne Jackson sich derzeit wegen eines unbe­kannten Ver­stoßes gegen die Bewäh­rungs­auf­lagen in Haft befindet.

Davor war er mehrfach wegen Ein­bruchs in Haft, wegen gewalt­tä­tiger Angriffe unter Anwendung von Waf­fen­gewalt und mehrfach wegen häus­licher Gewalt. Was für ein Schätzchen.

Die Groß­mutter des kleinen Jungen hat nun das Jugendamt ein­ge­schaltet. Die Mutter darf ihren Sohn nur noch unter der Auf­sicht des Vaters sehen und ihn besuchen, eine Anklage wegen Fahr­läs­sigkeit bei der Auf­sicht und Sorge für das Kind könnte ihr auch noch blühen.

Inter­es­san­ter­weise herrscht sowohl bei Black Lives Matter als auch in der Main­stream­presse dazu Still­schweigen. Nur wenige Medien, wie die hier ver­linkten, haben dazu berichtet. Keine tage­lange Empörung, wie im Fall George Floyd, kein Aufruhr. Keine Live-Über­tragung. Auch, als die kleine, acht­jährige (schwarze) Secoriea Turner von schwarzen Akti­visten erschossen wurde, regte sich kaum etwas in den Main­stream­m­edien, obwohl es ein schwarzes Kind war. Auch BLM fand den Mord an dem kleinen, unschul­digen Mädchen nicht weiter erwähnenswert.

Die Empörung über das beschriebene Foto, auch unter den schwarz­ame­ri­ka­ni­schen US-Bürgern, ist groß. Doch keine Stel­lung­nahme von Black Lives Matter, keine Ver­ur­teilung, nichts. Es ist ja nur ein weißes Kind. Aber Ras­sisten sind die BLM-Leute natürlich nicht. Egal, was sie tun, einfach, weil sie schwarz sind. Ras­sisten sind nur alle Weißen. Egal, was sie tun, einfach, weil sie weiß sind.