Bildmontage aus Facebook / Daily Tusker
Politik & Aktuelles

USA: Grausames Foto zeigt Black Lives Matter Aktivist auf dem Hals eines schreienden, weißen Kleinkindes knieend

27. Juli 2020

Durch die Sozialen Medien der USA braust ein Sturm des Zorns und der Entrüstung, und zwar quer durch alle Hautfarben. Ein unglaubliches Foto sorgt für Entsetzen: Ein Anhänger von „Black Lives Matter“ lässt sich fotografieren, wie er – in Anlehnung an das Bild des verstorbenen Georg Floyd mit dem auf seinem Genick knieenden Polizeibeamten Chauvin – auf dem Hals eines weißen Kleinkindes kniet.

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Das höchstens zweijährige Kerlchen schreit in Todesangst, während man im linken Bildrand den Arm und die Hand eines anderen Mannes sieht, der dem Baby die Hände auf dem Rücken zusammenhält und es zu Boden drückt. Der Täter nimmt eine überheblich-arrogante Pose ein. Unter dem Bild steht „BLM now mf“ (Black Lives Matter now motherfucker), was soviel heißt, wie „Jetzt zählen schwarze Leben, du Mutterf***er!“

Der Mann heißt Isaiah Jackson, er stammt aus Ohio, ist Unterstützer von „Black Lives Matter“ und der Freund der Mutter des Kindes. Er postete das Foto auf seiner Facebookseite, die jetzt natürlich nicht mehr erreichbar ist. Die Mutter des Kleinkindes will von der Aktion nichts gewusst haben. Allein das ist schon sehr merkwürdig, dass zwei Männer (wahrscheinlich drei, denn jemand muss das Foto gemacht haben) sich ihres Kindes einfach bemächtigen können und ungestört von der Mutter mit einem in Todesangst schreienden Kind in aller Ruhe dieses grauenhafte Foto produzieren. Dass das Foto in der Wohnung der Mutter aber gemacht wurde, lässt der Kindersessel im Hintergrund vermuten.

Angeblich ist die (weiße) Mutter des Kindes zwar schockiert über den Vorfall, sie will aber davon erst erfahren haben, als der zuständige Sheriff im Zuge seiner Ermittlungen sie kontaktierte. Sie nennt ihren Freund und seine Kumpane „ignorant“, nimmt aber gleichzeitig ihren sauberen Freund in Schutz und behauptet, das Ganze habe dem Kind ja keinen Schaden zugefügt. Das darf allerdings stark bezweifelt werden. Zwar wurde im Krankenhaus keine Verletzung physischer Natur festgestellt, ein solches Erlebnis wird aber sehr wohl psychische Verletzungen, vielleicht sogar langfristig, hinterlassen.

Die Großmutter väterlicherseits, Mezzapesa Dot, schrieb auf ihrem Facebook-Account, dass der Kleine bei seiner Mutter war, als er so übel gequält wurde.

Nun sitzt Herr Isaiah Jackson wieder im Gefängnis, wo er für einen Freigang beurlaubt worden war, den er wie abgebildet, sehr kreativ genutzt hat. Eine „großartige Idee für eine Werbekampagne zur Unterstützung von BLM“ ätzt die Washington Times sarkastisch.

Herr Isaiah Jackson (hier ist sein Polizeifoto zu sehen) hat ein langes Vorstrafenregister. Das konnte man unter der offiziellen Seite „Clark County, Ohio, Sheriff – Persons currently in Custody“ abrufen, ist aber jetzt gesperrt. Dennoch hat die Republikanische Internetzeitung „Tusker Daily“ sein Haftstrafenregister der letzten zwei Jahre eingestellt:

7/21/2020 PROBATION VIOLATION PV NO BOND *Not Entered*
1/8/2019 BURGLARY F2 RELEASED *TO RELEASED
1/8/2019 DOMESTIC VIOLENCE M1 RELEASED *TO RELEASED
10/5/2018 FELONIOUS ASSAULT – WEAPON OR ORDNA FE RELEASED *CO ARREST – ADULT
10/5/2018 DOMESTIC VIOLENCE – KNOWINGLY CAUSE FE RELEASED *CO ARREST – ADULT
BURGLARY – TRESPASS IN OCCUPIED STR FE RELEASED *CO ARREST – ADULT
10/5/2018 BURGLARY – TRESPASS IN OCCUPIED STR FE RELEASED *CO ARREST – ADULT
10/5/2018 DOMESTIC VIOLENCE – KNOWINGLY CAUSE UN RELEASED OTHER ARREST – ADULT
10/5/2018 FELONIOUS ASSAULT – WEAPON OR ORDNA FE RELEASED OTHER ARREST – ADULT
FAILURE TO APPEAR UN RELEASED NO BOND RELEASED

Der jüngste Eintrag oben bedeutet, dass Isaiah Anthony Wayne Jackson sich derzeit wegen eines unbekannten Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen in Haft befindet.

Davor war er mehrfach wegen Einbruchs in Haft, wegen gewalttätiger Angriffe unter Anwendung von Waffengewalt und mehrfach wegen häuslicher Gewalt. Was für ein Schätzchen.

Die Großmutter des kleinen Jungen hat nun das Jugendamt eingeschaltet. Die Mutter darf ihren Sohn nur noch unter der Aufsicht des Vaters sehen und ihn besuchen, eine Anklage wegen Fahrlässigkeit bei der Aufsicht und Sorge für das Kind könnte ihr auch noch blühen.

Interessanterweise herrscht sowohl bei Black Lives Matter als auch in der Mainstreampresse dazu Stillschweigen. Nur wenige Medien, wie die hier verlinkten, haben dazu berichtet. Keine tagelange Empörung, wie im Fall George Floyd, kein Aufruhr. Keine Live-Übertragung. Auch, als die kleine, achtjährige (schwarze) Secoriea Turner von schwarzen Aktivisten erschossen wurde, regte sich kaum etwas in den Mainstreammedien, obwohl es ein schwarzes Kind war. Auch BLM fand den Mord an dem kleinen, unschuldigen Mädchen nicht weiter erwähnenswert.

Die Empörung über das beschriebene Foto, auch unter den schwarzamerikanischen US-Bürgern, ist groß. Doch keine Stellungnahme von Black Lives Matter, keine Verurteilung, nichts. Es ist ja nur ein weißes Kind. Aber Rassisten sind die BLM-Leute natürlich nicht. Egal, was sie tun, einfach, weil sie schwarz sind. Rassisten sind nur alle Weißen. Egal, was sie tun, einfach, weil sie weiß sind.