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Schweden: Keine Atomkraftwerke – Kein Strom

14. August 2020

Auch Schweden setzt auf Windkraft und Sonnenenergie. Doch manchmal hilft eben nur noch Atomkraft. Das könnte auch in Deutschland passieren.

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Schweden ist Vorbild für Deutschland. Mit hochsubventionierten sogenannten erneuerbaren Energien wie Wasser, Wind und Sonne wurde traditionellen Kraftwerken der Garaus gemacht. Nun ist zudem der Preis für Strom in den vergangenen Wochen der Großen Schließung, des sogenannten Lockdowns, ins bodenlose gefallen. Denn die Nachfrage sank rapide und zugleich lieferten Sonne und Wind überdurchschnittlich viel Energie. Statt der üblichen 30 Euro kostete die Megawattstunde nur noch einen gleichsam symbolischen Euro.

Bei solchen Preisen rentiert sich kein herkömmliches Kraftwerk mehr. Der Betreiber Vattenfall hat folglich eines der letzten Atomkraftwerke Ringhals 1 für längere Zeit zwecks Wartung vom Netz genommen. Geplant war bis Ende des Sommers.

Nun stellt sich aber heraus, dass die konventionellen Kraftwerke notwendig sind, um eine gleichmäßige Energieversorgung sichern zu können. Der Stromnetzbetreiber ‚Svenska Kraftnät‘ erklärte, ohne Atomkraftwerk gehe es nicht. Umgehend wurde entschieden: Der Atommeiler geht nicht erst am 15. September, sondern bereits am 27. Juni wieder ans Netz.

Soweit die gute Nachricht. Sie schlechte: Ringhals 1 geht ab Ende des Jahres für immer vom Netz. „Mit erneut einem Kraftwerk weniger“, erklärte eine Sprecherin vom Svenska Kraftnät, „wird der südliche Teil von Schweden auf zusätzliche Stromimporte aus anderen Ländern angewiesen sein.“ Sprich: Ohne Kraftwerke in umliegenden Ländern bliebe Schweden strommäßig auf offener Strecke liegen.

Deutschland droht dank Klimahüpfern und Merkelregierung eine ähnliche Lage. Subventionierte Energie aus Wind und Sonne sorgt für niedrige Preise und treibt konventionelle Kraftwerke ins planwirtschaftliche Aus. Im nächsten Jahr werden drei weitere AKWs abgeschaltet. Auch Deutschland hofft auf seine Nachbarn. Doch die wollen selber Kraftwerke abschalten. Ebenfalls in der Hoffnung, durch Importe den Verbrauch in Zeiten der Dunkelflaute ergänzen zu können.

Wer am dann am Ende liefert, das steht in den Sternen.


Quelle: freiewelt.net